Medienbranche Onlinewerbung übertrifft erstmals TV-Reklame

Der Werbemarkt soll in den kommenden Jahren kräftig wachsen. Davon profitieren vor allem Onlineangebote. Für die Fernsehsender bleibt dagegen immer weniger übrig.

Anzeige

Im vergangenen Jahr hat die Internetwerbung erstmals die Fernsehreklame überholt. Das Internet ist nach einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PWC), die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt, mit einem Marktanteil von 23 Prozent der größte Umsatzträger im Unterhaltungs- und Medienmarkt.

Die Fernsehwerbung hatte hingegen einen Marktanteil von nur noch 20,8 Prozent. Allein im vergangenen Jahr stiegen die Umsätze für Onlinewerbung um 12,3 Prozent. Der Abstand zur Fernsehreklame wird künftig noch wachsen, sagt Werner Ballhaus, Partner und Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PWC: "Die Verlagerung der Werbebudgets ins Internet und zugunsten von digitalen Medien wird auch in den kommenden Jahren nicht nachlassen."

Insgesamt stiegen die Ausgaben für Werbung aufgrund der guten Binnenkonjunktur im vergangenen Jahr um 3,1 Prozent. Sie waren damit fast auf dem Niveau wie vor der Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008. PWC ist überzeugt, dass die steigenden Werbeeinnahmen und Konsumentenausgaben dafür sorgen werden, dass das Marktvolumen der deutschen Medienbranche im Jahr 2016 die Hürde von 70 Milliarden Euro nimmt.

Die deutsche Medienbranche wächst demnach bis 2016 jährlich um 2,8 Prozent. "Für die kommenden fünf Jahre erwarten wir ein robustes Wachstum des deutschen Medienmarktes, angetrieben vor allem durch die steigenden Erlöse bei den digitalen Medien", sagt Werner Ballhaus, Partner und Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PWC. Laut PWC seien im vergangenen Jahr bereits die Branchenerlöse um 2,6 Prozent gestiegen.

Die Lage auf dem Musikmarkt hat sich unterdessen entspannt. Die Musikbranche verzeichnete im vergangenen Jahr nur noch ein kleines Minus von minus 0,4 Prozent. Laut PWC wird sie 2013 nach vielen Jahren erstmals wieder wachsen. "Musik und Videospiele sind in der Anpassung und Implementierung digitaler Geschäftsmodelle bereits vorangeschritten", sagt Medienexperte Ballhaus zur Begründung.


ine0001 29. Okt 2012

Nun die Werbung auf vielen Seiten ist schon belastend. Wenn die banner oder Werbung...

Spaghetticode 23. Okt 2012

Im Fernsehen kommen kaum Sachen, für die ich mich interessiere. Außerdem kommt genau...

Yash 23. Okt 2012

In meinem Bekanntenkreis wird zwar mehr gesurft als noch vor paar Jahren, aber am Abend...

onkel hotte 23. Okt 2012

Die vielen tausend neuen Spitzel wollen ja auch bezahlt werden, und Lanz macht seine neue...

Kommentieren



Anzeige

  1. Softwareentwickler ASP.NET (m/w)
    MWG-Biotech AG, Ebersberg (Großraum München)
  2. Akademischer Mitarbeiter (m/w)
    Hochschule Furtwangen, Furtwangen
  3. IT-Trainee (m/w)
    Allianz Deutschland AG, Stuttgart
  4. Software Entwickler (TTS) (m/w)
    Continental AG, Villingen-Schwenningen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Programmiersprache

    Go 1.3 kommt für Solaris, Plan 9 und NaCL

  2. Arin

    IPv4-Adressen in Nordamerika nähern sich dem Ende

  3. Flappy 48

    Zahlen statt Vögel

  4. Port 32764

    Netgear will angebliche Router-Lücke schließen

  5. Darknet

    Grams - eine Suchmaschine für Drogen

  6. Kitkat-Smartphone

    Samsungs Galaxy Ace Style kommt früher

  7. Netmundial-Konferenz

    Netzaktivisten frustriert über "Farce" der Internetkontrolle

  8. Zalando

    Onlinekleiderhändler schließt einen Standort

  9. Apple vs. Samsung

    Google versprach Samsung Hilfe im Patentstreit mit Apple

  10. Deadcore

    Indiegames-Turmbesteigung für PC, Mac und Linux



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Techniktagebuch auf Tumblr: "Das Scheitern ist viel interessanter"
Techniktagebuch auf Tumblr
"Das Scheitern ist viel interessanter"

Im Techniktagebuch schreiben zwei Dutzend Autoren über den Alltag mit Computern, Handys und anderen Geräten. Im Gespräch mit Golem.de erläutert die Initiatorin Kathrin Passig, warum nicht jeder Artikel eine Pointe und nicht jeder Autor ein hohe Technikkompetenz haben muss.


Radeon R9 295X2 im Test: AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile
Radeon R9 295X2 im Test
AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile

Hybridkühlung, 50 Ampere auf der 12-Volt-Schiene - AMDs neue Dual-GPU-Grafikkarte ist ein kompromissloses Monster. In gut ausgestatteten High-End-PCs läuft sie dennoch problemlos und recht leise, und das so schnell, dass auch 4K-Auflösung mit allen Details spielbar wird.

  1. Grafiktreiber von AMD Catalyst 14.4 nicht nur für 295X2 öffentlich verfügbar
  2. Globalfoundries-Kooperation mit Samsung AMDs Konsolengeschäft kompensiert schwache CPU-Sparte
  3. Nvidia Maxwell Geforce GTX 750 und GTX 750 Ti im Februar

Owncloud: Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk
Owncloud
Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk

Kaputte Zertifikate durch Heartbleed und der NSA-Skandal: Es gibt genügend Gründe, seinen eigenen Cloud-Speicher einzurichten. Wir erklären mit Owncloud auf einem Raspberry Pi, wie das funktioniert.


    •  / 
    Zum Artikel