Media-Saturn-Manager: Onlinehändler bekommen von Herstellern zu wenig Geräte
Logo auf einem Media Markt in Düsseldorf (Bild: Patrik Stollarz/AFP/Getty Images)

Media-Saturn-Manager Onlinehändler bekommen von Herstellern zu wenig Geräte

Die IT-Hersteller benachteiligen die Onlinehändler bewusst, beklagt der Media-Saturn-Manager Reiner Heckel, der Redcoon gegründet hat. Er könnte erheblich mehr Waren verkaufen, wenn die liefern würden.

Anzeige

Onlinehändler in Deutschland leiden darunter, dass ihnen die IT-Hersteller zu wenig Produkte liefern. Das sagte Reiner Heckel, Gründer und Chef des zur Media-Saturn-Gruppe gehörenden Onlinehändlers Redcoon, der Tageszeitung Die Welt. "Die Industrie hat den Internethandel nicht ganz so gern und hält die Ware in diesem Kanal bewusst knapp", sagte Heckel.

Media-Saturn, Europas größter Elektronikdiscounter, kaufte am 30. März 2011 den Onlinehändler Redcoon, ein Unternehmen mit 485 Mitarbeitern.

Sein Unternehmen erzielte im vergangenen Jahr vor allem mit Unterhaltungselektronik und Computern einen Umsatz von 500 Millionen Euro. "Wir könnten sicherlich 800 bis 900 Millionen Euro umsetzen, wenn uns die Industrie so viel Ware liefern würde, wie wir verkaufen können. Wir leiden seit Jahren unter Warenknappheit", sagte Heckel. "Weil wir keinen Laden haben, werden wir - nicht nur Redcoon, sondern alle anderen Pure Player - von der Industrie benachteiligt."

Der Anteil der online gehandelten Unterhaltungselektronik- und Computerprodukte könne sich "auf 30 Prozent verdoppeln, wahrscheinlich innerhalb der nächsten fünf Jahre", prognostizierte Heckel.

Der Wirtschaftswoche hatte Heckel erklärt, dass Redcoon wegen der Benachteiligung durch die Hersteller prüfe, stationäre Läden einzurichten und zu betreiben. "Anfang 2011 haben sogenannte Selektivverträge im Handel Einzug gehalten. Rund 80 Prozent des Elektronikhandels laufen immer noch über klassische Filialen. Um diesen Markt zu schützen, wird der stationäre Handel von den Lieferanten bevorzugt und mit dem kompletten Sortiment beliefert. Wir, als reine Onlinehändler, können nur eine limitierte Auswahl an Produkten ordern, die wir dann verkaufen dürfen."

Einige Wettbewerber hätten deshalb längst Alibi-Shops eröffnet, um an die Ware zu kommen. Redcoon habe sich "bisher gegen diesen Quatsch gesperrt."


HKSOB 20. Sep 2012

Wir Händler mit Ladenlokal leiden ebenso über die Produktknappheit hier in Deutschland...

Crass Spektakel 14. Sep 2012

Die künstliche Verknappung ist natürlich NICHT im Sinne der Hersteller der Geräte oder...

mastermind187 13. Sep 2012

Das Thema Amazon wurde in dem Artikel leider ausgeklammert. Im Original Artikel wird auch...

SoniX 13. Sep 2012

Ich habe mein Konto bei Redcoon nach der Übernahme durch Mediamarkt und Co direkt...

mag 13. Sep 2012

Das ist doch aber nicht das Problem der Hersteller. Die Händler kriegen die...

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior Software Engineer (m/w) ASP.NET und SharePoint
    adesso AG, verschiedene Standorte
  2. SharePoint Inhouse Consultant (m/w)
    BEUMER Group GmbH & Co. KG, Beckum (Raum Münster, Dortmund, Bielefeld)
  3. JAVA Softwareentwickler (m/w)
    MPDV Mikrolab GmbH, Heimsheim
  4. IT-Teamleitungen (m/w) für Betreute Lokale Netze an beruflichen Schulen
    Landeshauptstadt München, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Deutsche Grammophon

    Klassik streamen mit bis zu 320 Kbps

  2. Alibaba

    Milliardenschwerer Börsengang wohl Mitte September

  3. Test Infamous First Light

    Neonbunter Actionspaß

  4. Nach Wurstfirmeninsolvenz

    Redtube-Abmahn-Anwalt verliert Zulassung

  5. Gat out of Hell

    Saints Row und die Froschplage in der Hölle

  6. Ridesharing

    Taxidienst Uber in 200 Städten verfügbar

  7. Telefónica und E-Plus

    "Haben endgültige Freigabe von EU-Kommission bekommen"

  8. Intel Core i7-5960X im Test

    Die PC-Revolution beginnt mit Octacore und DDR4

  9. Nintendo

    Neuer 3DS mit NFC und zweitem Analogstick

  10. Onlinereiseplattform

    Opodo darf Nutzern keine Versicherungen unterschieben



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



IPv6: Der holprige Weg zu neuen IP-Adressen
IPv6
Der holprige Weg zu neuen IP-Adressen
  1. Containerverwaltung Docker 1.2 erlaubt Regelung von Containerneustarts
  2. Stellenanzeige Facebook will Linux-Netzwerkstack wie in FreeBSD
  3. Für Azure Microsoft gehen US-IPv4-Adressen aus

Formel E: Motorsport zum Zuhören
Formel E
Motorsport zum Zuhören

Raspberry B+ im Test: Sparsamer Nachfolger für mehr Bastelspaß
Raspberry B+ im Test
Sparsamer Nachfolger für mehr Bastelspaß
  1. Erweiterungsplatinen Der Raspberry Pi bekommt Hüte
  2. Odroid W Raspberry Pi-Klon für Fortgeschrittene
  3. Eric Anholt Langsamer Fortschritt bei Raspberry-Pi-Grafiktreiber

    •  / 
    Zum Artikel