Massenmörder: Anders Breivik hat mit Call of Duty trainiert
Anders Behring Breivik vor Gericht (Bild: Reuters)

Massenmörder Anders Breivik hat mit Call of Duty trainiert

Der Attentäter Anders Breivik hat mit einer holographischen Zielhilfe und Call of Duty: Modern Warfare für den Massenmord auf der Insel Utøya im Juli 2011 trainiert. Das hat Breivik vor Gericht ausgesagt. Bei dem Attentat auf der Insel kamen 69 Menschen ums Leben.

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Anders Breivik hat sich mit Call of Duty: Modern Warfare auf das von ihm verübte Massaker vorbereitet, sagte er vor Gericht. Er nutzte beim Training des Attentats eine holographische Zielhilfe. Das schule die eigene Zielgenauigkeit, so der Attentäter laut Guardian.

Call of Duty bestehe aus Hunderten einzelner Aufgaben, von denen einige mit einer realen Attacke verglichen werden könnten, so Breivik. Daher werde das Spiel auch weltweit vom Militär zu Übungszwecken genutzt, behauptet er. Ihm habe das Training geholfen, den Umgang mit Sichtsystemen zu erlernen.

Der Staatsanwalt fragte Breivik, ob er sich bewusst sei, wie seine Ausführungen auf die Angehörigen wirken, die durch seine Tat ihre Kinder verloren haben. Dazu sagte Breivik: "Sie reagieren wahrscheinlich ganz natürlich, mit Ekel und Horror."

Zwischen Sommer 2006 und 2007 hatte sich Breivik nach eigenen Angaben eine Auszeit genommen und sich ausgiebig mit World of Warcraft beschäftigt. Er spielte bis zu 16 Stunden pro Tag, während er bei seiner Mutter wohnte. WoW habe aber nichts mit seinem Attentat zu tun gehabt. Er habe seiner Mutter vielmehr vorgemacht, süchtig nach den Spielen zu sein, um seine Vorbereitungen auf den Massenmord zu tarnen.

Bereits in seinem im Internet veröffentlichten, rund 1.500 Seiten umfassenden Manifest hatte sich Breivik auf Call of Duty bezogen: "Ich habe gerade das Spiel Modern Warfare 2 gekauft. Es ist wahrscheinlich der beste erhältliche Militärsimulator und eines der heißesten Spiele dieses Jahres", schreibt er. Darin rät er auch, Onlinerollenspiele als Tarnung für eigene Attentate zu nutzen: Man könne Freunden oder Kollegen erzählen, dass man spielesüchtig sei und sich für ein paar Monate in die virtuelle Welt zurückziehen.

Breivik tötete bei zwei Anschlägen am 22. Juli 2011 77 Menschen, hält sich aber für unschuldig, da er in Notwehr gehandelt habe, um eine Islamisierung Norwegens zu verhindern. Den Prozess versucht Breivik als Bühne zu nutzen, um der Welt seine Ideologie darzulegen. In Staatsanwältin Inga Bejer Engh hat er jedoch eine Gegnerin, die sein idealisiertes Selbstbild laut verschiedenen Presseberichten ruhig, aber bestimmt zerlegt. Dass Breivik dabei eher wie ein Kind von ihr behandelt wird, soll Teil ihres Plans sein.


HerrMannelig 23. Apr 2012

So in Quatsch. Wir hatten damals in der Schule so ne Diskussion mit unserem...

chriskoli 22. Apr 2012

Natürlich sind nicht alle Spieler von Egoshootern potentielle Mörder/Serien...

Salzbretzel 21. Apr 2012

Ich glaube du bist wirklich auf dem Holzweg mit deiner Tetris überlegung. Ich habe noch...

Servicemensch 21. Apr 2012

Eigentlich sollte jedem hier klar sein dass Militärshooter keine Massenmörder ausbilden...

aroddo 21. Apr 2012

Mag ja sein dass man anhand eines Spiels nicht mit Schusswaffen verbessern kann und mag...

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