Abo
  • Services:
Anzeige
WLAN-Installationen können durch wilde Access Points gestört werden.
WLAN-Installationen können durch wilde Access Points gestört werden. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Marriott-Pläne: Microsoft und Google sind gegen WLAN-Sabotage in Hotels

Die Hotelkette Marriott will laut einer Petition wilde Access-Points in ihren Gebäuden stören. Sowohl Google als auch Microsoft wenden sich gegen diese Pläne. Netzwerkhersteller sehen dagegen die Möglichkeit, Pornografie über wilde Access Points zu unterbinden.

Anzeige

Microsoft und Google positionieren sich gegen Pläne einer besonderen Regulierung von WLAN-Bändern an bestimmten Orten. Laut Recode haben sich die beiden Unternehmen der Lobbygruppe FCC angeschlossen, die das Vorhaben von Marriott und anderen Hotels in der American Hospitality & Lodging Association (AHLA) verhindern will, fremde WLAN-Access-Points zu blockieren. Recode beruft sich auf öffentlich einsehbare Dokumente der FCC.

Marriott hatte sich mit der FCC zuvor über eine Beschwerde von WLAN-Teilnehmern während einer Veranstaltung in einem der Marriott-Häuser gestritten. Dabei wurden persönliche Access Points blockiert. Die Teilnehmer konnten das Hotel-WLAN für eine Gebühr von zwischen 250 und 1.000 US-Dollar nutzen. Es kam zu einer Einigung mit der FCC durch eine Zahlung von 600.000 US-Dollar und weitere Auflagen. Doch damit ist das Verfahren noch nicht komplett abgeschlossen.

Die Hotelgruppe und die AHLA verteidigen mit ihren Plänen das Vorgehen: Zum einen soll ein problemloser Betrieb möglich sein, ein exklusiv nutzbares Frequenzband ohne Konkurrenz sei leichter zu versorgen. Und zum anderen werde das Schutzbedürfnis der Gäste gewahrt, etwa gegen Cyberattacken oder Identitätsdiebstahl.

Microsoft sieht bewusstes und illegales Stören von WLAN-Teilnehmern

Microsoft argumentiert gegen dieses Vorgehen. Die geforderten und eingesetzten Werkzeuge für Wifi Network Management - Management schreibt Microsoft in Anführungsstrichen - hätten keine rechtliche Grundlage. Es handele sich um eine bewusste Störmaßnahme, die nicht erlaubt sei. Microsoft unterstütze aber, dass Hotelbetreiber ihr Hotel-WLAN beobachten. Dabei stellt das Unternehmen jedoch klar: Ein WLAN-Access-Point eines Gäste-Smartphones sei nicht Teil der Hotel-WLAN-Infrastruktur.

Mit Pornografieargumenten für das Eindämmen unautorisierter Access Points

Aruba und Ruckus Wireless sprechen sich hingegen für Verteidigungsmechanismen von WLAN-Systemen aus und wünschen sich, dass die FCC die Regeln klarer formuliert. Beide Unternehmen sind Anbieter von WLAN-Infrastruktur und insbesondere bei großen Installationen aktiv. Sie beschreiben im Abschnitt "To maintain "G"-Rated Airspace" ihre Sorge, dass etwa in Schulen mit sogenannten unautorisierten Access Points Internetfilter umgangen werden könnten. So könnten Kinder etwa Zugang zu pornografischen Inhalten auf dem Schulgelände erlangen. Das gelte auch für Unternehmen mit Filtersoftware. Mit sogenanntem AP Containment, also dem Blocken fremder Access Points, könnten Mitarbeiter und Schüler daran gehindert werden, auf pornografische Inhalte zuzugreifen. Die Netzwerkspezialisten Aruba und Ruckus übersehen dabei allerdings, dass ein unautorisierter Access Point eines Smartphones in der Regel den Internetzugang über Mobilfunk bereitstellt. Die Schüler oder Mitarbeiter könnten sich also über diese Internetverbindung trotzdem pornografische Inhalte herunterladen.

Mit diesen Argumenten verteidigen die beiden Netzwerkhersteller die Verwendung von Deauthentication Frames, um potenziell schädliche Access Points einzudämmen. Was Microsoft als Ausnutzung des Wifi-Protokolls darstellt, ist für Aruba und Ruckus zudem Teil des WLAN-Standards. Damit sei es keine Störung von Netzteilnehmern, da es sich um Layer 2 Management Frames handele: "The transmission of deauthentication frames does not result in interference". Es gibt allerdings Angriffe für Unternehmensnetzwerke, die auf solche Deauthentication Frames setzen.

Google lehnt Marriotts Blockiermaßnahmen klar ab 

eye home zur Startseite
LordGurke 26. Dez 2014

Außerdem läufst du natürlich Gefahr, dass der Störsender doch bis nach nebenan reicht und...

centerspeaker 26. Dez 2014

Oder die Gäste zum Telefonieren vor die Tür schicken. Kurz danach kommt dann wohl noch...

Anonymer Nutzer 25. Dez 2014

Ist das nicht immer der Beweggrund kommerzieller Anbieter?

thewayne 25. Dez 2014

Es werden keine Bänder blockiert oder gejammed. Die scannen nach fremden AP und senden...

wire-less 25. Dez 2014

ist in der Regel eine Zumutung. Die letzten male waren die sch...langsam. Dann sperren...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  2. über BOYDEN global executive search, Norddeutschland
  3. Daimler AG, Esslingen-Mettingen
  4. Dirk Rossmann GmbH, Burgwedel


Anzeige
Top-Angebote
  1. (nur in den Bereichen "Mainboards", "Smartphones" und "TV-Geräte")
  2. 29,99€
  3. 18,00€ (ohne Prime bzw. unter 29€-Einkauf zzgl. 3€ Versand)

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Mehr dazu im aktuellen Whitepaper von Freudenberg IT
  2. Sicherheitsrisiken bei der Dateifreigabe & -Synchronisation


  1. taz

    Strafbefehl in der Keylogger-Affäre

  2. Respawn Entertainment

    Live Fire soll in Titanfall 2 zünden

  3. Bootcode

    Freie Firmware für Raspberry Pi startet Linux-Kernel

  4. Brandgefahr

    Akku mit eingebautem Feuerlöscher

  5. Javascript und Node.js

    NPM ist weltweit größtes Paketarchiv

  6. Verdacht der Bestechung

    Staatsanwalt beantragt Haftbefehl gegen Samsung-Chef

  7. Nintendo Switch im Hands on

    Die Rückkehr der Fuchtel-Ritter

  8. Raspberry Pi

    Compute Module 3 ist verfügbar

  9. Microsoft

    Hyper-V bekommt Schnellassistenten und Speicherfragmente

  10. Airbus-Chef

    Fliegen ohne Piloten rückt näher



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Glasfaser: Nun hängt die Kabel doch endlich auf!
Glasfaser
Nun hängt die Kabel doch endlich auf!
  1. Fake News Für Facebook wird es hässlich
  2. Nach Angriff auf Telekom Mit dem Strafrecht Router ins Terrorcamp schicken oder so
  3. Soziales Netzwerk Facebook wird auch Instagram kaputt machen

Western Digital Pidrive im Test: Festplatte am Raspberry Pi leicht gemacht
Western Digital Pidrive im Test
Festplatte am Raspberry Pi leicht gemacht
  1. Audio Injector Octo Raspberry Pi spielt Surround-Sound
  2. Raspberry Pi Pixel-Desktop erscheint auch für große Rechner
  3. Raspberry Pi Schutz gegen Übernahme durch Hacker und Botnetze verbessert

Autonomes Fahren: Wenn die Strecke dem Zug ein Telegramm schickt
Autonomes Fahren
Wenn die Strecke dem Zug ein Telegramm schickt
  1. Fahrgastverband "WLAN im Zug funktioniert ordentlich"
  2. Deutsche Bahn WLAN im ICE wird kostenlos
  3. Mobilfunk Telekom baut LTE an Regionalbahnstrecken aus

  1. Re: NPM zeigt auf, wie schlecht die StdLib von JS...

    lestard | 18:11

  2. Re: ob das klappt?

    BLi8819 | 18:10

  3. Re: VW kooperiert in dem Bereich

    Niaxa | 18:10

  4. Re: Und wen kann man nun wählen?

    /mecki78 | 18:07

  5. Was ist mit Blackouts?

    simotroon | 18:07


  1. 18:02

  2. 17:38

  3. 17:13

  4. 14:17

  5. 13:21

  6. 12:30

  7. 12:08

  8. 12:01


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel