Mark Shuttleworth: "Der Computer-Desktop hat keine Zukunft"
Mark Shuttleworth will einen einheitlichen Desktop für alle Geräte. (Bild: Golem.de)

Mark Shuttleworth "Der Computer-Desktop hat keine Zukunft"

Das Crowdfunding-Experiment für Ubuntus Mobiltelefon Edge droht zu scheitern. Dennoch will Mark Shuttleworth den Ubuntu-Desktop weiter für mehrere Geräte entwickeln. Denn mit dem Computer-Desktop allein könne Canonical kein Geld verdienen.

Anzeige

Wenn Mark Shuttleworth und Canonical kein Geld mehr in die Entwicklung von Ubuntu als Desktop-Distribution investieren würden, wäre Canonical ein profitables Unternehmen, das hat Shuttleworth Arstechnica gesagt. Mit Serversystemen, Cloud-Angeboten und Support generiert Canonical genügend Umsatz, um schwarze Zahlen zu schreiben. Dennoch investiert Shuttleworth weiterhin sein eigenes Vermögen in die Entwickler von Ubuntu Touch. Er ist davon überzeugt, dass die Zukunft des Linux-Desktops auch bei Tablets und Smartphones liegt. Auch wenn die Konkurrenz durch Googles Android und Apples iOS unüberwindbar scheint.

Shuttleworth habe bereits bei der Gründung von Canonical 2004 seinen Angestellten gesagt, sie müssten sich zwei Jahre lang keine finanziellen Sorgen machen. Und sie müssten es zehn Jahre später immer noch nicht. Denn Shuttleworth will seine Vision weiter verfolgen, einen Desktop für möglichst viele Geräte zu entwickeln.

Keine konkreten Zahlen

Da Canonical ein privates Unternehmen ist, gibt es keine genauen Zahlen zum Umsatz. Bekannt ist, dass gegenwärtig weltweit etwa 500 Menschen für das Unternehmen mit Sitz in London arbeiten. 2009 soll der Umsatz 30 Millionen US-Dollar betragen haben. Shuttleworth wollte auch jetzt nicht verraten, ob die Desktopsparte nicht doch für sich allein profitabel wäre, etwa durch Supportverträge oder Angebote für Endanwender. Laut Canonical-Vize Kyle MacDonald soll auf etwa 20 Millionen Rechnern weltweit Ubuntu laufen. Diese Zahlen seien durch die Anzahl der Zugriffe auf Ubuntu-Server für den Download von Updates ermittelt worden, sagte MacDonald.

Experten gehen jedoch davon aus, dass Canonical eher mit Servern und mit Cloud-Angeboten Umsatz generiert. Laut Shuttleworth setzen zahlreiche Telekommunikationsunternehmen Openstack auf der Servervariante von Ubuntu ein. Damit tritt Canonical in Konkurrenz zu Red Hat, das allerdings mit einem jährlichen Milliardenumsatz weit vorne liegt. Canonical habe sich aber einen Vorteil verschafft, indem es Openstack so umgerüstet habe, dass es nicht nur auf der Kernel Virtual Machine (KVM) laufe, sondern auch auf Hypervisoren von VMware oder Xen, sagte Shuttleworth.

Er würde auch die Entwicklung in einigen Bereichen wieder aufgeben, wenn er darin keine Zukunft sähe, sagte Shuttleworth Arstechnica. Ob er das Scheitern des Crowdfunding-Projekts als Anlass dazu nehmen wird, Pläne für Ubuntu Phone aufzugeben, verriet er nicht. Allerdings hielt er weiter an seiner Vision eines Desktops auf allen Geräten für alle Nutzer fest.


throgh 21. Aug 2013

Im Kern gebe ich dir Recht: Der Desktop wird weiter Bestand haben und damit meine ich...

Milber 16. Aug 2013

Wenn ich ehrlich bin war diese Meldung so, dass ich mich zum ersten Mal für Ubuntu...

Thaodan 15. Aug 2013

Das ganze hat, abgesehen von der Schaltfläche in der das Menü dargestellt wird nichts...

Thaodan 15. Aug 2013

Windows booten, Partitionen löschen. Windows DVD Booten hier: http://pcsupport.about.com...

Juge 15. Aug 2013

Ich bin Berater und Verkaufe u.a. virtuelle Desktop-Infrastrukturen (VDI). Man kann...

Kommentieren



Anzeige

  1. Enterprise Architekt IT (m/w)
    Daimler AG, Sindelfingen
  2. IT-Spezialist (m/w) Schwerpunkt Support
    medienfabrik Gütersloh GmbH, Gütersloh
  3. Systemarchitekt CarSharing Fahrzeugbackend und -prozesse (m/w)
    Daimler AG, Leinfelden-Echterdingen
  4. Kaufmännischer Sachbearbeiter (m/w) im Bereich Zahlungsverkehr
    LogPay Financial Services GmbH, Eschborn

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. iFixit

    Amazon Fire Phone ist nur schlecht zu reparieren

  2. Entwicklerstudio

    Crytek räumt finanzielle Probleme ein

  3. M-net

    Über 390 Kilometer Glasfaserkabel verlegt

  4. Bioelektronik

    Pilze sind die besten Zellschnittstellen

  5. Deanonymisierung

    Russland bietet 83.000 Euro für Enttarnung von Tor-Nutzern

  6. MyGlass

    Google-Glass-App offiziell in Deutschland verfügbar

  7. Google

    Youtube und der falsche Zeitstempel

  8. Western Digital

    Erste günstige 6-TByte-Festplatten sind verfügbar

  9. Projekt Baseline

    Google misst den menschlichen Körper aus

  10. IMHO

    Share Economy regulieren, nicht verbieten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Überwachungssoftware: Ein warmes Mittagessen für den Staatstrojaner
Überwachungssoftware
Ein warmes Mittagessen für den Staatstrojaner
  1. Ex-CIA-Deutschlandchef Wir konnten Schröder leider nicht abhören
  2. Überwachung NSA-Ausschuss erwägt Einsatz mechanischer Schreibmaschinen
  3. Kontrollausschuss Die Angst der Abgeordneten, abgehört zu werden

Smartphone-Hersteller Xiaomi: Wie Apple, nur anders
Smartphone-Hersteller Xiaomi
Wie Apple, nur anders
  1. Flir One Wärmebildkamera fürs iPhone lieferbar
  2. Per Smartphone Paypal ermöglicht Bezahlen in Restaurants landesweit
  3. Datenübertragung Smartphone-Kompass spielt Musik durch Magnetkraft

Nvidia Shield Tablet ausprobiert: Schnelles Spiele-Tablet für Android mit WLAN-Controller
Nvidia Shield Tablet ausprobiert
Schnelles Spiele-Tablet für Android mit WLAN-Controller
  1. Tegra K1 Start von Nvidias Shield Tablet zeichnet sich ab
  2. GM200 und GM204 Nvidias große Maxwell-GPUs zeigen sich beim Zoll
  3. Dual-GPU-Grafikkarte EVGA macht Titan-Z schmaler und leiser als Nvidia

    •  / 
    Zum Artikel