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Yahoo-Chefin Marissa Mayer
Yahoo-Chefin Marissa Mayer (Bild: Elijah Nouvelage/Reuters)

Marissa Mayer: Yahoo erwägt Verkauf von Webgeschäft

Yahoo-Chefin Marissa Mayer
Yahoo-Chefin Marissa Mayer (Bild: Elijah Nouvelage/Reuters)

Yahoos Chefin Marissa Mayer startet einen letzten Versuch zur Rettung des Internet-Urgesteins. Ein Verkauf zentraler Anteile gilt nun als "strategische Alternative". Konkrete Schritte dafür gibt es aber noch nicht.

Mit Stellenstreichungen und einem Firmenumbau hat Marissa Mayer einen wohl letzten Versuch gestartet, das seit Jahren schwächelnde Geschäft des Internetkonzerns Yahoo zu retten. Gleichzeitig sandte Yahoo zur Bekanntgabe wenig positiver Quartalszahlen ein Signal aus, auf das kritische Investoren wohl gehofft hatten. Das Unternehmen zeigte sich offen für Angebote für sein Internetkerngeschäft. Es blieb jedoch unklar, wie aktiv Mayer diesen Verkaufsprozess demnächst betreiben wird.

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Wie bereits am Dienstag berichtet, will Yahoo zunächst mit Hilfe von Stellenstreichungen die Kosten senken. Um jährlich 400 Millionen Dollar zu sparen, sollen 15 Prozent der Mitarbeiter gehen. Ende dieses Jahres soll das Unternehmen dann nur noch 9.000 eigene und 1.000 externe Angestellte haben. Das wären 42 Prozent weniger als noch im Jahr 2012. Der Stellenabbau geht mit der Schließung der Yahoo-Büros in Madrid, Mailand, Dubai, Buenos Aires und Mexiko-Stadt einher. Deutschland wurde dagegen neben USA, Kanada, Großbritannien, Hongkong und Taiwan zu den "Wachstumsmärkten" für Yahoo gezählt.

Milliarden-Abschreibung auf Firmenwert

Die Zahlen für das vierte Quartal 2015 bewiesen wieder einmal, wie schwierig es für das Unternehmen läuft. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um gerade einmal 1,6 Prozent auf gut 1,27 Milliarden Dollar. Es gab einen Verlust von 4,43 Milliarden Dollar nach einem Minus von 166,3 Millionen Dollar im Jahr zuvor. Grund dafür waren Abschreibungen auf den Firmenwert in Höhe von 4,46 Milliarden Dollar auf das Geschäft in Nord- und Lateinamerika sowie in Europa und bei der Bloggingplattform Tumblr.

Auf Tumblr entfielen dabei alleine 230 Millionen Dollar, hieß es in einer Telefonkonferenz. Die Plattform verfehlte ihr Ziel von 100 Millionen Dollar Umsatz pro Jahr. Yahoo hatte unter Mayers Regie im Mai 2013 rund eine Milliarde Dollar für Tumblr bezahlt, um jüngere Nutzer anzulocken.

Strategische Alternativen zu Restrukturierung

Beim Verkauf von Firmenteilen wolle Yahoo Bereiche loswerden, die nicht zum Kerngeschäft gehörten, hieß es. Das könnten etwa einige Patente und Immobilien sein. Dies solle bis Jahresende ein bis drei Milliarden Dollar einbringen.

Außerdem werde über "strategische Alternativen" nachgedacht und der Verwaltungsrat werde "strategische Vorschläge" prüfen, hieß es nach US-Börsenschluss am Dienstag. Damit habe Yahoo gewissermaßen ein Verkaufsschild für sein Internetgeschäft herausgehängt, schrieb das Wall Street Journal. Yahoo Mail und Yahoo News sind laut Comscore zusammen die drittgrößten Websites in den USA mit 210 Millionen Besuchern im Oktober 2015. Yahoo besitzt auch Medienwebsites und neben Tumblr auch die Fotoplattform Flickr.

Keine konkreten Schritte angekündigt

Wie die konkreten Verkaufsschritte aussehen sollen, sei jedoch unklar. Möglicherweise werde ein formaler Verkaufsprozess eingeleitet und ein virtueller Datenraum für Interessenten eingerichtet, schreibt das Wall Street Journal. Es könne auch sein, dass Yahoo selbst auf potenzielle Käufer zugehe oder lediglich auf die Angebote von Interessenten warte.

Die Investoren von Springowl Asset Management zeigten sich daher unzufrieden mit den Plänen. "Es bleibt offen, ob damit ein echter Strategiewechsel verbunden ist", sagte Eric Jackson von Springowl der New York Times. So habe Yahoo nicht erwähnt, dass eine Investmentfirma mit dem Verkaufsprozess betraut worden sei. Der Hedgefonds hatte im vergangenen Dezember gefordert, dass Yahoo 75 Prozent der Beschäftigten entlässt und die Vorstandschefin Marissa Mayer durch einen CEO ersetzt wird, der sich auf das Tagesgeschäft konzentriert.

Weiterhin wird von Yahoo überlegt, wie sich das Unternehmen am besten vom verbliebenen Anteil an der chinesischen Handelsplattform Alibaba trennen kann. Er ist an der Börse fast genauso viel Wert wie ganz Yahoo. Der ursprüngliche Plan war, den Alibaba-Anteil von 15 Prozent steuerfrei abzustoßen und den Erlös an die Aktionäre auszuschütten. Doch der komplexe Deal scheiterte daran, dass aus Sicht der US-Behörden möglicherweise doch Steuern angefallen wären. Aktuell wird erwogen, statt des Alibaba-Anteils nun das bisherige Internetkerngeschäft in eine neue Firma auszulagern. Gehören würde sie den bisherigen Yahoo-Anteilseignern. Der Konzern wolle jedenfalls die Sache mit dem Alibaba-Anteil in diesem Jahr klären, sagte Finanzchef Ken Goldman.


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xxNxx 04. Feb 2016

was ich ja dabei schon seit langem phaszinierend fand, ist die tatsache, dass deren...

quadronom 03. Feb 2016

Die Yahoo Suche gibts doch eh nicht mehr. Die liefern seit einiger Zeit (siehe hier bei...



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