Manwin: Youporn-Chef mit Auslieferung nach Deutschland einverstanden
Im Gefängnis Leuven Hulp (Bild: Gefängnis)

Manwin Youporn-Chef mit Auslieferung nach Deutschland einverstanden

Fabian T. versucht nicht, über belgische Gerichte seine Auslieferung nach Deutschland zu verzögern. In den nächsten zwei Wochen soll der Chef von Youporn und MyDirtyHobby in Köln eintreffen.

Anzeige

Manwin-Chef Fabian T. wird nicht versuchen, seine Auslieferung nach Deutschland zu verhindern. Das berichtet die Tageszeitung Die Welt unter Berufung auf eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft der belgischen Stadt Leuven. Damit könne T. in den nächsten zwei Wochen nach Köln überstellt werden, wo ein Amtsgericht den Haftbefehl erlassen hatte.

"Er wurde am Dienstag von einem Staatsanwalt vernommen und hat eingewilligt, nicht gegen seine Auslieferung vorzugehen", sagte die Sprecherin. T. habe darauf verzichtet, ein belgisches Gericht anzurufen.

Der 34-Jährige ist im Gefängnis Leuven Hulp rund 30 Kilometer östlich von Brüssel untergebracht. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung.

T. wurde am Dienstag vergangener Woche im Brüsseler Vorort Kraainem festgenommen. Zeitgleich durchsuchten Steuerfahndung und Polizei den Wohnsitz und das Hamburger Tochterunternehmen seiner Firmengruppe Manwin. Die Steuerfahndung Koblenz ermittle bereits seit Ende 2010 gegen den Deutschen, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Köln sagte.

Manwin betreibt große Tube-Seiten und andere Pornoangebote wie Youporn, Pornhub, Reality Kings, Brazzers, XTube, Extremetube, MyDirtyHobby, Wicked Pictures, Digital Playground und Mofos. Die verschiedenen Manwin-Gesellschaften haben ihren Sitz in Luxemburg, Deutschland, Kanada, Zypern, USA und Irland.

Manwin macht laut Firmenchef einen "mittleren dreistelligen Millionenumsatz". Die Marge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen liege bei rund 30 Prozent. Operativ schreibe Manwin schwarze Zahlen, zu fast gleichen Teilen aus Onlinewerbung von Drittanbietern und eigenen kostenpflichtigen Angeboten. Die Manwin-Seiten hätten monatlich etwa 300 Millionen User, die 16 Milliarden Seitenaufrufe generierten. Etwa jeder tausendste Besucher nutze zahlungspflichtige Inhalte. Manwin besitze inzwischen auch die auf seinen Tube-Seiten gezeigten Inhalte.

Nachtrag vom 14. Dezember 2012, 14:40 Uhr

Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Köln Golem.de sagte, wurde Fabian T. bereits am 13. Dezember 2012 von Belgien nach Deutschland überstellt und befindet sich in Haft. Berichte, er befinde sich in Köln, bezeichnete der Sprecher als "Spekulation". Ebenso ist noch unklar, ob es zu einer Kautionsverhandlung kommen wird, damit T. die Feiertage nicht in Haft verbringen muss.


aktenwaelzer 14. Dez 2012

Du willst uns mal die Details geben. Mit dieser schwammigen Beschreibung kann alles...

hairetic 14. Dez 2012

Japp, mal abgesehen davon, dass diese Seiten wirklich recht unterschiedlichen content...

ultrawipf 13. Dez 2012

im Artikel steht monatlich ;) Trotzdem noch ziemlich viel^^

jarod1701 13. Dez 2012

Gibt bestimmt ein "Daumen" hoch ;-)

Kommentieren



Anzeige

  1. Planungsingenieurin / Planungsingenieur
    Deutsche Welle, Bonn
  2. IT Customer Support Officer (m/w)
    FLO-CERT GmbH, Bonn
  3. IT-Mitarbeiter (m/w)
    SRH Dienstleistungen GmbH, Heidelberg
  4. SAP-System-Manager (m/w) SAP-Basis-Betreuung
    MBDA Deutschland, Schrobenhausen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Microsoft

    Enhanced Mitigation Experience Toolkit 5.0 freigegeben

  2. Turbofan

    Googles neuer V8-Compiler für Chrome

  3. Mobile Betriebssysteme

    Android läuft auf fast 85 Prozent aller Smartphones

  4. Ubiquiti Networks

    Mit Android-Telefonen gegen Cisco

  5. Nahrungsmittel

    Trinken statt Essen

  6. Mars 2020

    Curiosity-Zwilling soll unter die Mars-Oberfläche schauen

  7. Ubisoft

    Rayman-Erfinder Michel Ancel gründet neues Studio

  8. Recht auf Vergessen

    Bundesverfassungsrichter kritisiert EuGH-Urteil

  9. VDSL

    1&1 unterbietet Vectoring-Preis der Telekom

  10. Google Barge

    Google verschrottet einen seiner Schwimmpontons



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Oneplus One im Test: Unerreichbar gut
Oneplus One im Test
Unerreichbar gut
  1. Oneplus One Eigenes ROM mit Stock Android 4.4.4 vorgestellt
  2. Oneplus One-Update macht verkürzte Akkulaufzeit rückgängig
  3. Oneplus One könnte ab dem dritten Quartal vorbestellbar sein

Überwachungssoftware: Ein warmes Mittagessen für den Staatstrojaner
Überwachungssoftware
Ein warmes Mittagessen für den Staatstrojaner
  1. Ex-CIA-Deutschlandchef Wir konnten Schröder leider nicht abhören
  2. Überwachung NSA-Ausschuss erwägt Einsatz mechanischer Schreibmaschinen
  3. Kontrollausschuss Die Angst der Abgeordneten, abgehört zu werden

Smartphone-Hersteller Xiaomi: Wie Apple, nur anders
Smartphone-Hersteller Xiaomi
Wie Apple, nur anders
  1. Smartphone-Markt wächst Samsung verkauft weniger Smartphones
  2. Flir One Wärmebildkamera fürs iPhone lieferbar
  3. Per Smartphone Paypal ermöglicht Bezahlen in Restaurants landesweit

    •  / 
    Zum Artikel