Mangelnde Nutzerbeteiligung DRadio Wissen will raus aus Google+

Google+ ist eine Geisterstadt? Diese Frage hat DRadio Wissen mit ja beantwortet und will sich aus dem sozialen Netzwerk zurückziehen. Dessen Nutzer sind nicht begeistert.

Anzeige

"Liebe Google+-Community, wir sind raus." Das hat die Redaktion von DRadio Wissen gestern Mittag auf ihrem Google+-Profil geschrieben. Die Begründung: Bisher habe sie das Gefühl gehabt, dass ihre Posts in anderen Kanälen wie Facebook oder Twitter besser angenommen würden. Mit anderen Worten: Die Nutzer beteiligen sich zu wenig an den geposteten Beiträgen der Redaktion.

Über 300 Google+-Nutzer sehen das anders und kommentieren die Entscheidung des Senders unter dem Beitrag meist mit "nicht nachvollziehbar". Ein Nutzer weist den Kölner Sender sogar auf seine Profilangaben bei Facebook hin. Dort hat er angegeben, sich mit Netzthemen auseinandersetzen zu wollen. "G+ ist Netzthema", schreibt Kris Behrendt.

Weniger Energie in Google+ verpulvern

DRadio Wissen beteiligt sich mittlerweile nicht nur online, sondern auch on air an der Diskussion. DRadio-Wissen-Redakteur Thomas Reintjes sagte in einer Sendung am Mittag: "Wenn wir weniger Energie in Google+ verpulvern, dann können wir in anderen sozialen Netzwerken besser werden."

Reintjes verwies auch auf andere Unternehmen wie die Spielehersteller Popcap und Wooga, die sich aus dem sozialen Netzwerk Google+ zurückziehen wollen. Spiegel Online hatte darüber vor wenigen Tagen berichtet. Die Begründung der Spielehersteller: Die Ressourcen seien anderswo besser eingesetzt.

Der 08/15-Auftritt von DRadio Wissen

Philipp Steuer, Autor des Buches "Plus Eins: Das Google+ Buch für Jedermann", macht in seinem Blog die Redaktion von DRadio Wissen für die mangelnde Beteiligung der Nutzer verantwortlich. Im Vergleich zur Facebook-Seite sehe das Profil des Radiosenders auf Google+ "stiefmütterlich behandelt aus". Auf der Seite steche dem Nutzer "direkt der 08/15-Banner ins Auge", schreibt er.

Steuer kritisiert außerdem das mangelnde Engagement der Radiomacher auf ihrer Google+-Seite. "DRadio Wissen ist nie (zumindest in den letzten Beiträgen) nochmal aktiv in den Kommentaren geworden, falls Fragen seitens der User aufkamen." Von nichts komme eben nichts.

"Unsere Ressourcen sind nicht unendlich"

Ob DRadio Wissen seine Entscheidung noch einmal überdenkt? Thomas Reintjes sagte: "Wir sind natürlich nicht unbeeindruckt von dem Feedback. Die Diskussion geht weiter, auch bei uns hier in der Redaktion."

Auf ihrer Seite schreibt die Redaktion: "Andererseits bleibt ein Teil unserer Gründe für den Ausstieg bestehen: Unsere Ressourcen sind nicht unendlich, wir müssen sie gezielt einsetzen."

Um 17 Uhr wollte der Sender live mit seinen Hörern über die Entscheidung diskutieren. Hier geht's zum Livestream.

Nachtrag vom 22. Juni 2012, 17:57 Uhr

DRadio wird weiter mit einem eigenen Profil bei Google+ vertreten sein. Das sagte DRadio-Wissen-Redakteurin Anja Stöcker in einer einstündigen Sendung zum Thema. Man hoffe auf viel Feedback von der Community. "Für uns ist da einiges zu holen. Wir haben den Anspruch, gut zu sein", sagte sie.

In der Sendung gingen die Redakteure zusammen mit Social-Media-Experten auf die Kritik der Nutzer ein.


ThadMiller 28. Jun 2012

Eigentlich NUR damit. Oder was denkst du?

BLi8819 23. Jun 2012

Ich wiederhole mein letzten Satz ;-) "Dann hätten sie nichts für G+ machen müssen und die...

doctorseus 23. Jun 2012

doctorseus schrieb gerade in einem anderen Artikel: Kann man doch ein bisschen was über...

keiner 22. Jun 2012

Mit dir? Warum mit dir? Ah ok, du hast zwei User bei Golem... Hättest du deinen Nutzer...

nicoledos 22. Jun 2012

Welche Ressourcen kosten Social Networks wie G+ und FB? Mal einen Praktikant abstellen...

Kommentieren




Anzeige
  1. Software Development Engineer, Testing Specialist (m/w) Enterprise Search
    Microsoft Deutschland GmbH, Munich
  2. Projekt-Qualitätsmanager (m/w)
    Continental AG, Nürnberg (Reisebereitschaft)
  3. Linux / UNIX-Spezialist (m/w)
    SPIRIT/21, deutschlandweit
  4. IT-Systemadministrator/in IT System Analyst (m/w)
    DE-STA-CO, Oberursel bei Frankfurt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       

  1. Xbox One

    Handel muss Gebrauchtspiele de-registrieren

  2. Lenovo

    "Wir können uns jede Übernahme leisten"

  3. Bundesdatenschützer

    Jobcenter sollen nicht bei Facebook recherchieren

  4. Navigation

    Google Maps erhält Routenplanung per Fahrrad

  5. Test Call of Juarez Gunslinger

    Hör-Spiel im Wilden Westen

  6. Fonic All-Net Flat

    Telefon-, SMS- und Datenflatrate für 25 Euro

  7. Drosselung

    Die Mär vom teuren Traffic oder wie viel kostet ein GByte?

  8. Telekom

    Bundestagspetition gegen Drosselung erreicht 50.000

  9. E-Ink

    Das E-Paper errötet

  10. Security

    WLAN-Suche als Einfallstor bei Android und iOS



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Scanadu Scout: Tricorder für 200 US-Dollar
Scanadu Scout
Tricorder für 200 US-Dollar

Der Scanadu Scout ist ein mobiles Diagnosegerät nach dem Vorbild des Tricorders aus der Star-Trek-Serie. Damit lassen sich Blutdruck, Puls, Körpertemperatur, Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung und ein Elektrokardiogramm anfertigen. Das Handgerät soll 200 US-Dollar kosten.

  1. Quantified Self Alkoholmessgerät für das Smartphone
  2. WLAN-Netzwerk Cubesensors als Heimsensoren für besseres Raumklima

Sony: Die Playstation 4 ist schwarz - und verschwommen
Sony
Die Playstation 4 ist schwarz - und verschwommen

Störfeuer von Sony: Kurz vor der Enthüllung der nächsten Xbox hat Sony ein Video veröffentlicht, das zumindest einen verschwommenen Blick auf das Gehäuse der Playstation 4 gewährt.

  1. Temash, Kabini, Richland AMDs mobile APUs von 4 bis 35 Watt sind da
  2. Electronic Arts Leitender EA-Entwickler bezeichnet Wii U als "Mist"
  3. Lords of the Fallen Witcher-2- und Ankh-Macher arbeiten an Rollenspiel

Windenergie: Google kauft Hersteller von Windkraftwerken
Windenergie
Google kauft Hersteller von Windkraftwerken

Google steigt in das Energiegeschäft ein: Das Unternehmen hat Makani Power gekauft, einen Hersteller von Windturbinen. Makani soll ein Teil von Googles Forschungsabteilung Google X werden.

  1. Santa Clara Google Glass wird von Foxconn in den USA hergestellt
  2. Jeff Huber Auch der Chef von Google Maps tritt zurück

Zum Artikel