Abo
  • Services:
Anzeige
Ein Proof-of-Concept aus dem Jahr 2000 soll als Vorbild für die Turla-Malware für Linux dienen.
Ein Proof-of-Concept aus dem Jahr 2000 soll als Vorbild für die Turla-Malware für Linux dienen. (Bild: Screenshot Golem.de)

Malware: Turla gibt es auch für Linux

Ein Proof-of-Concept aus dem Jahr 2000 soll als Vorbild für die Turla-Malware für Linux dienen.
Ein Proof-of-Concept aus dem Jahr 2000 soll als Vorbild für die Turla-Malware für Linux dienen. (Bild: Screenshot Golem.de)

Die Cyberspionagekampagne gegen Regierungen und das Militär in Europa und dem Mittleren Osten wurde auch mit Hilfe von Malware durchgeführt, die unter Linux läuft. Auch dort ist sie sehr schwer aufzuspüren.

Anzeige

Die als Turla bekanntgewordene Cyberspionagekampagne hat eine weitere, bislang unbekannte Komponente bekommen: Zusätzlich zu der verwendeten Malware für Windows gibt es auch eine für Linux. Sie wurde erst vor wenigen Tagen entdeckt und jetzt vom IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky analysiert.

Die Malware erweitere das Einsatzgebiet von Turla enorm, schreibt Kaspersky. Denn die Schadsoftware laufe fast unbemerkt auf Linux-Servern und erlaube dessen Fernsteuerung sowie das Einschleusen von weiterer Schadsoftware, etwa um weitere Rechner im Netzwerk zu infizieren.

Alles ist in einer Datei

Mit herkömmlichen Mitteln lasse sich die Malware nur schwer aufspüren, schreiben die Datenexperten bei Kaspersky. Obwohl die Malware über das Netzwerk von Angreifern gesteuert wird, ist es beispielsweise für Netstat weitgehend unsichtbar. Außerdem sind sämtliche benötigten Werkzeuge in die Binärdatei hineinkompiliert worden samt Parameter, so dass keine Konfigurationsdatei benötigt wird. Dadurch lässt sich die Malware auch nicht an Hand von Zeichenketten aufspüren.

Außerdem wurden beim Kompilieren die Symbole entfernt, was die Analyse der Software zusätzlich erschwert. Kaspersky hat jedoch entdeckt, dass die Bibliotheken Glibc, Openssl und Libpcap in der Binärdatei statisch verlinkt wurden und somit enthalten sind. Als Vorlage soll die bereits im Jahr 2000 entwickelte Proof-of-Concept-Malware Cdoor.c dienen.

Aktiviert durch magische Pakete

Damit der Trojaner überhaupt aktiv wird, schickt der Angreifer Datenpakete an den Server, die vom Pcap-Modul im Trojaner abgefangen werden. Sind in den Datenpaketen bestimmte Zeichenketten enthalten, wird der Trojaner aktiv und öffnet eine Verbindung zu einem C&C-Server, um weitere Befehle zu empfangen. Das funktioniert auch, wenn der Trojaner nur mit Benutzerprivilegien gestartet wird.

In dem Turla-Trojaner ist eine fest codierte IP-Adresse, die zu der Domain news-bbc.podzone[.]org führt, die in Afrika registriert ist. Daran lässt sich der Trojaner erkennen, wenn er aktiv ist. Administratoren können ihren Netzwerkverkehr nach Verbindungen zu der IP-Adresse 80.248.65.183 überprüfen. Anhand der Zeichenketten TREX_PID=%u und Remote VS is empty ! lässt sich die Malware ebenfalls aufspüren.


eye home zur Startseite
bjs 11. Dez 2014

man kann es nicht mit sicherheit, da es bugs auch im kernel gibt.

bjs 11. Dez 2014

das ding braucht fix root rechte. entweder, indem man es als root startet, oder durch...

jt (Golem.de) 11. Dez 2014

SorrydieLeertastewarkaputt. Jetzt ist der Fehler behoben. Danke für den Hinweis.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über Robert Half Technology, Oberhausen
  2. Kontron AG, Augsburg
  3. PME Personal- und Managemententwicklung Horst Mangold, Offenbach
  4. Robert Bosch GmbH, Bühl


Anzeige
Top-Angebote
  1. 299,90€ (UVP 649,90€)
  2. und bis zu 40 Euro Sofortrabatt erhalten
  3. 22,96€

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Kritische Bereiche der IT-Sicherheit in Unternehmen
  2. Potenzialanalyse für eine effiziente DMS- und ECM-Strategie
  3. Mit digitalen Workflows Geschäftsprozesse agiler machen


  1. 3D-Flash-Speicher

    Micron stellt erweiterte Fab 10X fertig

  2. Occipital

    VR Dev Kit ermöglicht Roomscale-Tracking per iPhone

  3. XPG SX8000

    Adatas erste PCIe-NVMe-SSD nutzt bewährte Komponenten

  4. UBBF2016

    Telefónica will 2G-Netz in vielen Ländern abschalten

  5. Mögliche Übernahme

    Qualcomm interessiert sich für NXP Semiconductors

  6. Huawei

    Vectoring erreicht bald 250 MBit/s in Deutschland

  7. Kaufberatung

    Das richtige Solid-State-Drive

  8. Android-Smartphone

    Huawei bringt Nova Plus doch nach Deutschland

  9. Rosetta

    Mach's gut und danke für die Bilder!

  10. Smartwatch

    Android Wear 2.0 kommt doch erst nächstes Jahr



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Microsoft: Das bringt Windows Server 2016
Microsoft
Das bringt Windows Server 2016
  1. Microsoft Windows Server 2016 wird im September fertig

Soziale Netzwerke: Wie ich einen Betrüger aufspürte und seine Mama kontaktierte
Soziale Netzwerke
Wie ich einen Betrüger aufspürte und seine Mama kontaktierte
  1. iOS 10 und WatchOS 3.0 Apple bringt geschwätzige Tastatur-App zum Schweigen
  2. Rio 2016 Fancybear veröffentlicht medizinische Daten von US-Sportlern
  3. Datenbanksoftware Kritische, ungepatchte Zeroday-Lücke in MySQL-Server

Canon vs. Nikon: Superzoomer für unter 250 Euro
Canon vs. Nikon
Superzoomer für unter 250 Euro
  1. Snap Spectacles Snapchat stellt Sonnenbrille mit Kamera vor
  2. MacOS 10.12 Fujitsu warnt vor der Nutzung von Scansnap unter Sierra
  3. Bildbearbeitungs-App Prisma offiziell für Android erhältlich

  1. Re: Wieder dieser SUV Mist

    simpletech | 18:40

  2. Vorgemerkt für DVB-T Umstellung

    Buddhisto | 18:34

  3. Re: Der einzige Grund für die Klage

    Moe479 | 18:30

  4. Android Wear Smartwatch Vergleich

    Logostein | 18:20

  5. Bevor der Tesla fuhr ...

    Tuxianer | 18:19


  1. 18:25

  2. 17:29

  3. 14:07

  4. 13:45

  5. 13:18

  6. 12:42

  7. 12:06

  8. 12:05


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel