Anzeige
So sehen die gefälschten MMS-Mails aus.
So sehen die gefälschten MMS-Mails aus. (Bild: Screenshot Golem.de)

Malware Neuer E-Mail-Wurm tarnt sich als MMS von T-Mobile

Seit Dezember 2012 verbreiten sich vermeintliche MMS-Nachrichten, die von Vodafone-Anschlüssen kommen sollen. Jetzt sind die mit Malware verseuchten Mails auch mit T-Mobile-Logo versehen. Der angehängte Wurm wird nun von den meisten Virenscannern erkannt.

Anzeige

Diesmal helfen gegen die neue Malware nur die üblichen Regeln: Mails mit einem Anhang von einem unbekannten Absender sollten mit größter Vorsicht behandelt werden. Wie Golem.de anhand von Mustern des neuen Wurms ausprobieren konnte, wird er von den Scannern Eset Smart Security 5 und Norton Antivirus 2013 mit aktuellen Signaturen vom Nachmittag des 30. Januar 2013 nicht erkannt.

Der Wurm verbreitet sich über E-Mails, die eine MMS von einem T-Mobile-Handy vortäuschen. Allein die Tatsache, dass der Anhang eine ZIP-Datei ist, die in dem uns vorliegenden Fall " foto_{SYBOL}.zip" heißt, ist ungewöhnlich. Per Handy auf Mailaccounts verschickte MMS enthalten in der Regel ein nicht in ein Archiv verpacktes JPEG-Foto. In dem ZIP steckt, wie nicht anders zu erwarten, auch ein Programm. Unser Exemplar heißt "foto96905.jpg.exe"

  • Nur wenige Scanner entdeckten den Wurm am 30. Januar ...
  • ... am Morgen des 31. Januar sind es alle großen AV-Hersteller. (Scan: Virustotal, Screenshot: Golem.de)
Nur wenige Scanner entdeckten den Wurm am 30. Januar ...

Auch in dem Dateinamen verbirgt sich ein recht alter Trick von Malware-Verbreitern, denn in den Standardeinstellungen von Windows wird die Namenserweiterung ausgeblendet, der unbedarfte Anwender sieht also nur "foto96905.jpg" und denkt leicht, er hätte ein Bild vor sich, das nur noch angeklickt werden muss. Dass das Icon auf ein Programm hinweist oder die Namenserweiterung .jpg auf solchen Systemen gar nicht sichtbar sein sollte, fällt manchen Nutzern nicht sofort auf. Spätestens beim Doppelklick auf das vermeintliche Bild sollten aber die Warnfenster von Windows zum Ausführen eines unbekannten Programms stutzig machen.

Viele namhafte Virenscanner erkennen den Wurm noch nicht

Wer auch das ignoriert, kann sich nur noch auf seinen Virenscanner verlassen - aber bisher nur auf sehr wenige der verbreiteten Programme. Unser Muster, das wir bei Virustotal hochgeladen haben, wird nach einer Analyse des Dienstes nur von 8 von 46 Scannern erkannt. Neben Eset und Norton erkennen die Engines von Avast, AVG, Bitdefender, F-Secure und Kaspersky den Schädling bisher nicht. Antivir (Avira) und F-Prot sollen den Wurm laut der Analyse von Virustotal finden. Der folgende Link bezieht sich auf die Untersuchung unseres Musters, die Einträge dort können sich ändern, wenn mehr Scanner den Schädling erkennen.

Die Verfolgung der Namen des Wurms, der beispielsweise von AhnLab als "Worm/Win32.Stekct" bezeichnet wird, führt immerhin zu einem Malware-Eintrag von Microsoft, der den Schädling beschreibt - ob es sich wirklich um eine neue Variante des Schädlings handelt, der auch als "Skype Worm" bekannt ist, ist damit nicht sicher. Als wahrscheinlich kann das aber gelten, denn schon die seit Dezember 2012 als vermeintliche MMS von Vodafone verbreitete Malware basierte auf diesem seit Anfang 2012 bekannten Programm.

Der Wurm verteilt sich über Schwachstellen in alten Versionen von Instant-Messengern wie AIM, ICQ, Skype, Windows Live Messenger und Yahoo Messenger, sowie zusätzlich über Facebook. Dazu schickt er Nachrichten über die betroffenen Dienste an Einträge aus dem Adressbuch des Anwenders, die einen Link zu einem Download der Malware enthalten. Verbreitung und Tarnung durch Beenden von manchen Sicherheitsprozessen sind die einzigen Funktionen dieser bisherigen Version, dass inzwischen auch mehr Schaden angerichtet wird, ist nicht auszuschließen.

Ebenso ist gut möglich, dass sich hinter den in den Mails angegebenen deutschen Handynummern nichts Positives verbirgt. Wer eine solche Mail erhält, sollte also der Versuchung eines Anrufs widerstehen. Zumindest Werbeanrufe oder die Verwendung der eigenen Nummer für weitere Wurmmails sind recht wahrscheinlich, falls die in den Mails angegebenen Anschlüsse den Malware-Autoren gehören.

Nachtrag vom 31. Januar 2013, 9:35 Uhr

Inzwischen erkennen die am häufigsten eingesetzten Scanner den Wurm. Es handelt sich nicht, wie zuerst gemeldet, um den Skype-Wurm, sondern um eine meist als "Bebloh" bezeichnete Malware. Im deutschen Trojaner-Board wird der Wurm "Backdoor.Andromeda" genannt. Laut einer Analyse von Symantec verbreitet sich das Schadprogramm nicht selbst weiter, ändert aber Einstellungen des Internet Explorers und öffnet eine Backdoor, über die weitere Programme nachgeladen werden können.


Ben Dover 06. Feb 2013

Und hier werden auch von Profis die Artikel verfasst, die nicht merken das der wurm auf...

Kommentieren



Anzeige

  1. Softwareentwickler AUTOSAR (m/w)
    MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Stuttgart
  2. IT-Architekt (m/w)
    Commerz Finanz GmbH, München
  3. Datenbankadministrator (m/w)
    Deutsche Rückversicherung AG Verband öffentlicher Versicherer, Düsseldorf
  4. Ingenieur/in für Avionik-Rigbau / Rig-Betreuung
    ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, Fürstenfeldbruck

Detailsuche


Blu-ray-Angebote
  1. Blu-rays je 7,97 EUR
    (u. a. Homefront, 96 Hours Taken 2, Sieben, Das Bourne Ultimatum, Virtuality - Killer im System)
  2. NEU: Das Leben des Brian - The Immaculate Edition [Blu-ray]
    7,90€
  3. Fast & Furious 7 - Extended Version [Blu-ray]
    12,90€

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. AVM

    Fritzboxen für Supervectoring, G.fast und Docsis 3.1 kommen

  2. Einsteins Vorhersage bestätigt

    Forscher weisen erstmals Gravitationswellen nach

  3. Datenschmuggel

    Alte USB-Sticks als Geheimwaffe gegen Nordkorea

  4. Remedy Entertainment

    Hardware-Anforderungen für Quantum Break veröffentlicht

  5. Paket-Ärger.de

    Die meisten Beschwerden über nicht ausgehändigte Pakete

  6. ÖPNV in San Francisco

    Die meisten Überwachungskameras sind nur Attrappen

  7. Snapdragon

    Qualcomm zeigt neuen 14nm-FinFET-Chip und ein Wearable-SoC

  8. Overload

    Descent-Macher sammeln Geld für neues Projekt

  9. Snapdragon X16

    Qualcomms neues LTE-Modem schafft 1 GBit pro Sekunde

  10. Social Media

    Bleib bescheiden, Twitter



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Time Machine VR angespielt: Wir tauchen mit den Monstern der Tiefe
Time Machine VR angespielt
Wir tauchen mit den Monstern der Tiefe
  1. Unreal Engine4 Epic baut virtuelle Welt in virtueller Welt
  2. Unmandelboxing Markus Persson fliegt durch VR-Fraktaltunnel
  3. Spectrevision Elijah Wood macht Horror-VR mit Ubisoft

Tails 2.0 angeschaut: Die Linux-Distribution zum sicheren Surfen neu aufgelegt
Tails 2.0 angeschaut
Die Linux-Distribution zum sicheren Surfen neu aufgelegt

Asteroidenbergbau: Verblendet vom Platinrausch
Asteroidenbergbau
Verblendet vom Platinrausch
  1. Escape Dynamics Firma für mikrowellenbetriebene Raumschiffe ist bankrott
  2. Raumfahrt SpaceX und Orbital bauen Triebwerke für das US-Militär
  3. Dream Chaser Mini-Shuttle darf zur ISS fliegen

  1. Re: Was schliessen wir daraus?

    oliver.n.h | 06:45

  2. Re: Das kostet weit mehr als 20 ¤

    stip00n | 06:42

  3. Re: Ehemalig Xbox One Exclusive...

    Neutrinoseuche | 06:28

  4. Re: "i7 4790 oder ähnlicher AMD" *LOL*

    Neutrinoseuche | 06:24

  5. Re: Ich bin zufrieden...

    devman | 06:20


  1. 19:17

  2. 17:03

  3. 16:25

  4. 15:55

  5. 15:49

  6. 15:38

  7. 15:28

  8. 14:59


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel