Makey Makey: Bananen sind die neue Klaviatur
"Wir glauben, dass jeder Mensch kreativ, erfinderisch und einfallsreich ist." (Bild: Makey Makey/Screenshot: Golem.de)

Makey Makey Bananen sind die neue Klaviatur

Sie plantschen sich Musik zusammen und machen Bananen zum Keyboard: Forscher vom MIT machen fast jedes Material zum Eingabegerät für den PC. Mit ihrem Open-Source-Bausatz Makey Makey haben sie bei Kickstarter schon viel mehr Geld zusammen als geplant.

Anzeige

Alternative Eingabegeräte für den PC gibt es viele - Spracherkennung, Lasertastaturen oder Datenhandschuhe zum Beispiel. Jay Silver und Eric Rosenbaum sind zwei Forscher vom MIT und nutzen dagegen alltägliche Gegenstände wie Obst, Knete und Wassereimer. Mit ihrem Open-Source-Bausatz Makey Makey können ihnen andere Tüftler nacheifern.

Wie Makey Makey funktioniert

Alles was benötigt wird, ist eine Platine, die mit den Gegenständen verkabelt wird, ein Draht, der den Schaltkreis schließt und ein Computer, auf dem die Programme laufen, die gesteuert werden sollen.

Wenn der Gegenstand berührt wird, schließt sich der Schaltkreis und das Signal wird über die Platine per USB-Kabel an den Computer übertragen. Dieser erkennt die Leiterplatte als reguläre Tastatur oder Maus und setzt die Befehle um. Auf der Platine sind Eingänge für vier Pfeiltasten untergebracht. Außerdem gibt es noch Eingänge für die Leertaste und die rechte Maustaste.

Eine Grundvoraussetzung gibt es: Die Objekte, die für die Eingabe verwendet werden sollen, müssen leitfähig sein. Notfalls kann aber mit ein wenig Wasser nachgeholfen werden.

Auch für Programmierer interessant

Die Makey-Makey-Platine ist Open-Source-Hardware und wird vom US-Elektronikhersteller Sparkfun gebaut. Auf der Rückseite befinden sich weitere Anschlüsse für sechs Tastaturtasten sowie für einen Mauscontroller. Als Mikrocontroller kommt ein ATMega32u4 zum Einsatz, der auch auf Arduino-Platinen verbaut ist.

Das Makey Makey lässt sich laut Entwicklern auch im Arduino-Modus betreiben. Damit kann ein Motor angetrieben oder LEDs gesteuert werden. Zur Programmierung der Funktionen kann das Arduino-SDK genutzt werden.

  • Platine des Makey Makey von vorne - Quelle: Makemakey.com
  • Platine des Makey Makey von hinten - Quelle: Makemakey.com
  • Tastatur aus Buchstabennudeln - Quelle: Makemakey.com
  • Klaviatur aus Bananen - Quelle: Makemakey.com
  • Pac-Man mit selbstgemaltem Steuerkreuz - Quelle: Makemakey.com
Platine des Makey Makey von vorne - Quelle: Makemakey.com

Tastendruck, Mausklick und Mausbewegung versendet die Platine über das HID-Protokoll. Damit der Kontakt auch über die Haut und andere weniger leitende Materialien geschlossen werden kann, hat die Platine einen Pull-up-Widerstand von 10 bis 50 Mega-Ohm. Die damit entstehenden Störsignale werden per Software herausgefiltert. Die Platine funktioniert mit sämtlichen aktuellen Windows-Versionen, Mac OS X und gängigen Linux-Distributionen.

Die Idee hinter Makey Makey

Die beiden Forscher haben für Makey Makey mit vielen Objekten experimentiert. So wurde aus einer Treppe ein Klavier, aus Wasserbehältern eine Tanzmatte und aus einer Wasserschüssel für die Katze ein Selbstauslöser für die Fotofunktion des Notebooks.

"Wir glauben, dass jeder Mensch kreativ, erfinderisch und einfallsreich ist", schreiben Silver und Rosenbaum. Darum wolle man es den Menschen so einfach wie möglich machen, kreativ sein zu können.

Makey Makey wird über Crowdfunding finanziert

Ihre Idee haben die Forscher bei Kickstarter zur Finanzierung freigegeben. 25.000 US-Dollar wollten die Forscher haben, über 300.000 US-Dollar sind mittlerweile zusammengekommen. Die Aktion läuft noch bis zum 12. Juni 2012.


Chili 01. Jun 2012

Da Eingänge über Megaohm-Widerstände hochgezogen werden, wird es wohl keine Rolle...

bugmenot 01. Jun 2012

Keybord? Da kräuseln sich die Fingernägel bei Tippen auf meinem Keyboard.

Kommentieren



Anzeige

  1. Projektleiter Software Standardisierung (m/w) Schwerpunkt Fördertechnik
    Dürr Systems GmbH, Bietigheim-Bissingen
  2. Produktmanager für digitales Entertainment / Product Owner (m/w)
    Media-Saturn Deutschland GmbH, Ingolstadt
  3. Abteilungsleiter/in
    Robert Bosch GmbH, Renningen
  4. Teamleiter Java Softwareentwicklung (m/w)
    über HRM CONSULTING GmbH, Berlin

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       

  1. Rolling-Release

    Opensuse Factory und Tumbleweed werden zusammengeführt

  2. Project Ara

    Google will nicht nur das Smartphone neu erfinden

  3. Wildstar

    NC Soft entlässt Mitarbeiter

  4. Mozilla

    Einfache Web-Apps auf dem Smartphone erstellen

  5. Civ Beyond Earth Benchmark

    Schneller, ohne Mikroruckler und geringere Latenz mit Mantle

  6. Allview X2 Soul mini

    Sehr dünnes Smartphone im Alu-Gehäuse für 200 Euro

  7. Toybox Turbos

    Codemasters veranstaltet Rennen auf dem Frühstückstisch

  8. Xamarin

    C# dank Mono für die Unreal Engine 4

  9. Tor-Router

    Invizbox will besser sein als die Anonabox

  10. Moore's Law

    Totgesagte schrumpfen länger



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Schenker XMG P505 im Test: Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
Schenker XMG P505 im Test
Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
  1. Getac S400-S3 Das Ruggedized-Notebook mit SSD-Heizung
  2. Geforce GTX 980M und 970M Maxwell verdoppelt Spielgeschwindigkeit von Notebooks
  3. Toughbook CF-LX3 Panasonics leichtes Notebook mit der Lizenz zum Runterfallen

Legale Streaming-Anbieter im Test: Netflix allein macht auch nicht glücklich
Legale Streaming-Anbieter im Test
Netflix allein macht auch nicht glücklich
  1. Netflix-Statistik Die Schweiz streamt am schnellsten
  2. Deutsche Telekom Entertain ab dem 14. Oktober mit Netflix
  3. HTML5-Videostreaming Netflix bietet volle Linux-Unterstützung

Windows 10 Technical Preview ausprobiert: Die Sonne scheint aufs Startmenü
Windows 10 Technical Preview ausprobiert
Die Sonne scheint aufs Startmenü
  1. Build 9860 Windows 10 jetzt mit Info-Center für Benachrichtigungen
  2. Microsoft Neue Fensteranimationen für Windows 10
  3. Windows 10 Microsoft will nicht an das unbeliebte Windows 8 erinnern

    •  / 
    Zum Artikel