MacGyver-Algorithmus: US-Forscher wollen Robotern das Improvisieren beibringen
Roboter Golem Krang: erkennen, wozu ein Objekt genutzt werden kann (Bild: Josh Meister/Georgia Tech)

MacGyver-Algorithmus US-Forscher wollen Robotern das Improvisieren beibringen

Roboter können zwar Gegenstände in ihrer Umgebung erkennen - im Normalfall aber nur als Hindernis, um das herum sie navigieren. Ein US-Robotiker will sie lehren, mit den Gegenständen auch etwas anzufangen - einen Besenstiel als Hebel oder einen Stuhl als Leiter zu benutzen.

Anzeige

Ein Schweizer Messer, Klebeband und vor Ort vorhandenes Material - das reichte dem Filmhelden MacGyver aus, um sich aus den verzwicktesten Situationen zu befreien. Der US-Robotiker Mike Stilman will Robotern diese Fähigkeit zur Werkzeugnutzung verleihen.

  • Mike Stilman will Robotern beibringen, zu improvisieren... (Foto: Josh Meister/Georgia Tech)
  • ...und vorhandene Objekte als Werkzeug zu benutzen. (Foto: Josh Meister/Georgia Tech)
  • Stilman und der von ihm entwickelte Roboter Golem Krang (Foto: Josh Meister/Georgia Tech)
Mike Stilman will Robotern beibringen, zu improvisieren... (Foto: Josh Meister/Georgia Tech)

Roboter sollen zwar dort eingesetzt werden, wo es für Menschen zu gefährlich ist - etwa bei einem Brand oder in einem eingestürzten Haus. Doch selbst die am weitesten entwickelten heutigen Roboter seien kaum in der Lage, sich aus einer kritischen Situation zu befreien, indem sie improvisieren und beispielsweise mit einem Trümmerteil eine Tür aufhebeln, bemängeln die Forscher vom Georgia Institute of Technology. Sie wollen es den Robotern beibringen.

Zweck erkennen

Dazu will Stilman einen Algorithmus entwickeln, der es einem Roboter ermöglicht, Gegenstände in einem Raum zu erkennen, zu ermitteln, welchen Zweck sie haben können und dann dieses Objekt als Werkzeug zu nutzen. Zudem braucht er Kenntnisse über die Mechanik fester Körper und über einfache Maschinen, um die mechanischen Eigenschaften des Objekts zu erkennen und einen Plan zu entwickeln, wie er dieses einsetzen kann. Wäre er in einem brennenden Raum gefangen, müsste er beispielsweise einen Gegenstand finden, den er als Hebel einsetzen kann, um die Tür zu öffnen, oder einen, auf den er klettern kann, um durch das Fenster zu entkommen.

Das Projekt baut auf Stilmans früheren Arbeiten auf: Er hat Robotern beigebracht, bewegliche Hindernisse zu erkennen und sie aus dem Weg zu räumen, um zu einem vorgesehenen Ziel zu gelangen.

Den Weg freimachen

Objekte einzusetzen, um einen Weg freizumachen, sei aber etwas anderes, als sie nur aus dem Weg zu räumen, erklärt Stilman. "Forscher auf dem Gebiet der Roboterbewegungsplanung nutzen üblicherweise Computersehen, um Objekte in einer ungeordneten Umgebung zu erkennen, um Wege ohne Kollision zu planen. Aber diese Systeme liefern keinerlei Informationen über die Funktion dieser Objekte", sagt Stilman.

Stilmans Projektwebsite heißt übrigens Golems.org. Der von ihm entwickelte humanoide Roboter trägt den Namen Golem Krang. Der Roboter ist etwa mannshoch, hat zwei Arme und fährt auf einem Segway-artigen Chassis. An diesem Roboter will Stilamn seinen MacGyver-Algorithmus ausprobieren.


Charles Marlow 12. Okt 2012

Da wird das Thema KI in den nächsten Jahren besonders brisant werden. http...

Moe479 11. Okt 2012

ihr ketzer ... deutelt gefälligst nicht an userem idol rum, oder wir machen euch mit nem...

Aerouge 11. Okt 2012

Das Problem besteht auch eher für die Menschen innerhalb des brennenden Raumes die dann...

Kommentieren



Anzeige

  1. Manager (m/w) Softwareentwicklung
    WTS Group AG Steuerberatungsgesellschaft, Erlangen (Raum Nürnberg)
  2. Software-Entwickler Java / JavaScript (m/w)
    TONBELLER AG, Bensheim
  3. Produktmanager für digitales Entertainment / Product Owner (m/w)
    Media-Saturn Deutschland GmbH, Ingolstadt
  4. SAP-Modulbetreuer (m/w) Rechnungswesen und Controlling
    HiPP-Werk Georg Hipp OHG, Pfaffenhofen (Raum Ingolstadt)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Nocomentator

    Filterkiste blendet Sportkommentare aus

  2. Gameworks

    Nvidia rollt den Rasen aus

  3. Rolling-Release

    Opensuse Factory und Tumbleweed werden zusammengeführt

  4. Project Ara

    Google will nicht nur das Smartphone neu erfinden

  5. Wildstar

    NC Soft entlässt Mitarbeiter

  6. Mozilla

    Einfache Web-Apps auf dem Smartphone erstellen

  7. Civ Beyond Earth Benchmark

    Schneller, ohne Mikroruckler und geringere Latenz mit Mantle

  8. Allview X2 Soul mini

    Sehr dünnes Smartphone im Alu-Gehäuse für 200 Euro

  9. Toybox Turbos

    Codemasters veranstaltet Rennen auf dem Frühstückstisch

  10. Xamarin

    C# dank Mono für die Unreal Engine 4



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Spacelift: Der Fahrstuhl zu den Sternen
Spacelift
Der Fahrstuhl zu den Sternen
  1. Raumfahrt Mondrover Andy liefert Bilder für Oculus Rift
  2. Geheimmission im All Militärdrohne X-37B nach Langzeiteinsatz gelandet
  3. Raumfahrt Indische Sonde Mangalyaan erreicht den Mars

3D-Druck ausprobiert: Internetausdrucker 4.0
3D-Druck ausprobiert
Internetausdrucker 4.0
  1. Niedriger Schmelzpunkt 3D-Drucken mit metallischer Tinte
  2. Deltadrucker Magna Japanisches Unternehmen zeigt Riesen-3D-Drucker
  3. 3D-Technologie US-Armee will Sprengköpfe drucken

Qubes OS angeschaut: Abschottung bringt mehr Sicherheit
Qubes OS angeschaut
Abschottung bringt mehr Sicherheit

    •  / 
    Zum Artikel