Abo
  • Services:
Anzeige
Luftschiff als Raumschiff: leichter als Luft in 50 Kilometern Höhe
Luftschiff als Raumschiff: leichter als Luft in 50 Kilometern Höhe (Bild: Nasa/ Langley Research Center)

Luftschiff: Zeppeline für die Zukunft

Luftschiff als Raumschiff: leichter als Luft in 50 Kilometern Höhe
Luftschiff als Raumschiff: leichter als Luft in 50 Kilometern Höhe (Bild: Nasa/ Langley Research Center)

Die Ära der Zeppeline liegt fast 80 Jahre zurück. Ihre Zeit schien vorbei, doch jetzt werden sie wieder gebaut. Und zwar keine Retrofluggeräte, sondern moderne Maschinen, die sogar in der Raumfahrt eingesetzt werden sollen.

Vor knapp 80 Jahren explodierte das Luftschiff LZ 129 Hindenburg bei der Landung in Lakehurst im US-Bundesstaat New Jersey. Obwohl das Luftschiff zu der Zeit Hochtechnologie war, war seine Zeit damit zu Ende. Doch sie kommen wieder, die fliegenden Giganten.

Anzeige
  • Der Zeppelin NT - das neue Luftschiff aus Friedrichshafen ist ein halbstarres Luftschiff. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Seine Struktur trägt Leitwerke, Gondel und die schwenkbar gelagerten Motoren, gibt dem Zeppelin aber nicht seine Form. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Zeppelin NT ist nicht leichter als Luft. Seine Motoren bringen ihn nach oben. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Flugerlebnis unterscheidet sich sehr vom Flugzeug. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Gondel hat große Fenster, durch die ein Passagier die Landschaft unter sich hinwegziehen sieht. (Foto: Michael Häfner/Zeppelin)
  • In die Gondel passen 12 bis 13 Passagiere und 2 Piloten. (Foto: Achim Mende/Zeppelin)
  • Auch Wissenschaftler schätzen die Vorzüge des Zeppelins - hier 2012 im Projekt Pegasos. (Foto: Felix Kästle/FZ Jülich)
  • Außerdem dient der Zeppelin als Werbeträger. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Der Zeppelin NT - das neue Luftschiff aus Friedrichshafen ist ein halbstarres Luftschiff. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

In Friedrichshafen werden wieder Luftschiffe gebaut, die auch als Technologieträger eingesetzt werden. In Großbritannien plant ein Unternehmen fliegende Schwerlasttransporte. Und einige Wissenschaftler der US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) wollen gar einen anderen Planeten mit einem Luftschiff erkunden.

Mit dem Luftschiff über die Venus

High Altitude Venus Operational Concept nennen die Nasa-Forscher das Konzept, kurz: Havoc, Chaos. Als solches könnte sich das Unterfangen durchaus erweisen. Schon allein die Bedingungen auf der Venus sind chaotisch: Auf der Oberfläche des Planeten herrscht ein Druck von 92 Bar - so viel wie bei uns in einer Wassertiefe von 900 Metern. Außerdem ist es etwa 500 Grad heiß. In 50 Kilometern Höhe beträgt der Druck nur noch ein Bar, aber es ist immer noch 75 Grad heiß.

Aber gerade weil die Atmosphäre der Venus viel dichter ist als unsere, eignet sie sich gut für Luftschiffe. Das Luftschiff soll mit Helium gefüllt sein, betrieben wird es mit Sonnenenergie. Es soll etwa 50 Kilometer über der Planetenoberfläche fliegen und Daten sammeln. Zu Anfang soll es autonom fliegen, später sollen Menschen folgen. Bis zu einem Monat lang sollen sie damit durch Venus-Atmosphäre kreuzen.

Die Logistik für Havoc wäre jedoch aufwendig. Es wären zwei Raumschiffe nötig. Eines transportiert das Luftschiff, die Mannschaft folgt mit einem zweiten. Dieses wird unbemannt in den Orbit geschossen. Dann fliegt die Mannschaft in einer Orion-Raumfähre zum Venus-Raumschiff, dockt an, die Astronauten steigen um und fliegen zur Venus.

Rendezvous im Venus-Orbit

In der Venus-Umlaufbahn treffen sich der Raumtransporter mit dem Luftschiff und die Fähre mit der Mannschaft. Die Astronauten steigen in das Raumschiff mit dem Luftschiff und beginnen den Abstieg. In der richtigen Höhe wird die Verkleidung des Raumschiffs abgeworfen. Das Luftschiff entfaltet sich, wird aufgepumpt und der Flug in der Venus-Atmosphäre beginnt.

  • Luftschiff und schwebende Stadt in den Wolken: So könnte eine Venus-Mission der Nasa aussehen. (Bild: Nasa/ Langley Research Center)
  • Größenvergleich des Venus-Luftschiffs mit anderen Luft- und Raumfahrzeugen. (Bild: Nasa/ Langley Research Center)
Luftschiff und schwebende Stadt in den Wolken: So könnte eine Venus-Mission der Nasa aussehen. (Bild: Nasa/ Langley Research Center)

Nach dem Ende der Mission wird die Gondel, in der die Mannschaft gewohnt hat, vom Luftschiff getrennt und fliegt zurück zur Mannschaftsfähre im Orbit. Mit ihr fliegen die Astronauten zur Erde zurück. Dort steht ihnen ein letztes Rendezvous bevor: Sie steigen wieder eine Orion-Kapsel, die sie zur Erde bringt.

Sehr viel Aufwand, sehr viele Fehlerquellen, nur um mit einem Luftschiff über der Venus zu kreuzen. Andererseits ist eine Fahrt mit dem Luftschiff etwas Besonderes - auch auf der Erde.

Luftschiffe vom Bodensee 

eye home zur Startseite
Auric 12. Aug 2015

Zitat Wikipedia: Eine Explosion ist der physikalische Vorgang des plötzlichen...

Missoni 12. Aug 2015

Also wenn man diese Zeppelin NT mit den alten vergleicht, dann merkt man das es nur ein...

Dwalinn 04. Aug 2015

Stimmt weil man lieber einen Zeppelin baut statt einfach einen Wetterballon zu nehmen...

Dwalinn 04. Aug 2015

Und den Rohstoff den der Drucker benötigt druckt man einfach?

Dwalinn 04. Aug 2015

Freue mich schon auf den zweiten teil... habe schon lange nicht mehr geguckt wie weit die...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Syna GmbH, Frankfurt am Main
  2. BfS Bundesamt für Strahlenschutz, Berlin-Karlshorst
  3. zooplus AG, München
  4. Fresenius Medical Care Deutschland GmbH, Bad Homburg


Anzeige
Top-Angebote
  1. (alle Angebote versandkostenfrei, u. a. UFC 2 für 19,99€ u. Der Hobbit 1, 2 & 3 Steelbook für...
  2. 368,99€
  3. 680,54€

Folgen Sie uns
       


  1. Automute

    Stummschalten beim Ausstöpseln der Kopfhörer

  2. Neue Hardwaregeneration

    Tesla-Autopilot 2.0 nur bis 72 km/h aktiv

  3. Digitale Assistenten

    LG hat für das G6 mit Google und Amazon verhandelt

  4. Instant Tethering

    Googles automatischer WLAN-Hotspot

  5. 5G-Mobilfunk

    Netzbetreiber erhalten Hilfe bei Suche nach Funkmastplätzen

  6. Tinker-Board

    Asus bringt Raspberry-Pi-Klon

  7. Privatsphäre

    Verschlüsselter E-Mail-Dienst Lavabit kommt wieder

  8. Potus

    Donald Trump übernimmt präsidiales Twitter-Konto

  9. Funkchips

    Apple klagt gegen Qualcomm

  10. Die Woche im Video

    B/ow the Wh:st/e!



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Donald Trump: Ein unsicherer Deal für die IT-Branche
Donald Trump
Ein unsicherer Deal für die IT-Branche
  1. USA Amazon will 100.000 neue Vollzeitstellen schaffen
  2. Trump auf Pressekonferenz "Die USA werden von jedem gehackt"
  3. US-Wahl US-Geheimdienste warnten Trump vor Erpressung durch Russland

Begnadigung: Danke, Chelsea Manning!
Begnadigung
Danke, Chelsea Manning!
  1. Verwirrung Assange will nicht in die USA - oder doch?
  2. Nach Begnadigung Mannings Assange weiter zu Auslieferung in die USA bereit
  3. Whistleblowerin Obama begnadigt Chelsea Manning

Shield TV (2017) im Test: Nvidias sonderbare Neuauflage
Shield TV (2017) im Test
Nvidias sonderbare Neuauflage
  1. Wayland Google erstellt Gamepad-Support für Android in Chrome OS
  2. Android Nougat Nvidia bringt Experience Upgrade 5.0 für Shield TV
  3. Nvidia Das Shield TV wird kleiner und kommt mit mehr Zubehör

  1. Re: Und jetzt? Wird W10 jetzt endlich verboten?

    Vielfalt | 07:29

  2. Re: Dreh und Angelpunkt: Treiber & Software...

    sodom1234 | 07:14

  3. Re: Hyperloop BUSTED!

    Alexspeed | 07:05

  4. Re: "Derzeit suchen viele Bundesbehörden...

    sodom1234 | 06:38

  5. Re: Nicht nur auf dem Land

    Spaghetticode | 06:28


  1. 07:26

  2. 07:14

  3. 11:29

  4. 10:37

  5. 10:04

  6. 16:49

  7. 14:09

  8. 12:44


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel