Friedrich Joussen posiert für ein Werbefoto des Unternehmens.
Friedrich Joussen posiert für ein Werbefoto des Unternehmens. (Bild: Vodafone)

LTE Vodafone-Konzernführung spart beim Netzausbau in Deutschland

Friedrich Joussen soll so verärgert über Kürzungen in seinen Investitionsplanungen sein, dass er Vodafone Deutschland verlassen könnte. Der LTE-Ausbau erfolge langsamer als geplant, auch bei Forschung und Entwicklung habe es Kürzungen gegeben. Vodafone hat die Meldung dementiert.

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Die britische Konzernführung soll Vodafone Deutschland zwingen, die geplanten Investitionen in den Mobilfunknetzwerkausbau zu reduzieren. Wie das Nachrichtenmagazin Focus berichtet, ist Landeschef Friedrich Joussen darüber so verärgert, dass sein baldiges Ausscheiden aus dem Unternehmen erwartet wird. Als ein möglicher Nachfolger gilt der aus Deutschland stammende, niederländische Vodafone-Chef Jens Schulte-Bockum.

Joussen ist seit 1988 bei Mannesmann, der Konzern wurde im Jahr 2000 von Vodafone übernommen.

Vodafone Deutschland verzeichnet hohe Gewinne und Umsätze, doch die Konzernführung investiere seit einigen Jahren verstärkt in anderen Ländern, berichtet Focus. Im Februar 2012 erzielte das Düsseldorfer Unternehmen eine Steigerung des Serviceumsatzes gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,7 Prozent auf 2,238 Milliarden Euro, vor allem durch eine Zunahme der mobilen Datendienste um 22,3 Prozent. Joussen betonte dabei besonders die Rolle der deutschen Sparte im Konzernverbund: "Die umsatzstärkste Gesellschaft der Vodafone-Gruppe fährt weiter auf dem richtigen Kurs. In Zukunft werden wir uns noch stärker auf unsere Innovations- und Vertriebskraft konzentrieren."

Vodafone: Rückfall im Vergleichstest

Der verordnete Sparkurs habe sich schon 2011 gezeigt. Im Vergleichstest des Magazins Chip im September 2011 fiel Vodafone zurück: "Im vorigen Netztest musste sich Vodafone der Telekom nur knapp geschlagen geben - dieses Jahr ist der Abstand größer. Dies liegt vor allem an den Messergebnissen zum mobilen Internet." Der LTE-Ausbau erfolge langsamer als geplant, auch bei Forschung und Entwicklung habe es Kürzungen gegeben.

Aus dem Bieterverfahren um die Rechte an der Übertragung der Fußball-Bundesliga im Internet stieg Vodafone aus, weil dem Konzern die Kosten zu hoch waren. "Nach reiflicher Überlegung haben wir vorletzte Woche entschieden, nicht als strategischer Bieter aufzutreten", sagte Joussen der Wirtschaftswoche.

Nachtrag vom 3. März 2012, 16:32 Uhr

Ein Vodafone-Sprecher sagte Golem.de: "Der Vertrag von Friedrich Joussen wurde gerade erst im November 2011 verlängert. Ich denke, das wirft ein deutliches Licht auf den Bericht." Die Investitionen in den Mobilfunknetzausbau seien erhöht worden. 9,5 Millionen Haushalte seien von Vodafone mit LTE abgedeckt und 100.000 Kunden gewonnen. Obwohl erst sechs Monate in der Vermarktung, habe Vodafone TV bereits 100.000 Kunden.


elgooG 05. Mär 2012

/+1 musste auch sofort daran denken. Misswirtschaft ohne Ende auf Kosten der...

striker2009 05. Mär 2012

Ich ärgerte mich ewig darüber, wie schlecht das 3G-Netz ausgebaut ist und dann erschien...

Maxiklin 05. Mär 2012

Sehe ich genauso, zumal die horrenden Kosten natürlich durch uns Kunden aufgefangen...

elknipso 05. Mär 2012

Exakt den Tarif habe ich auch gerade im Auge. Bin aber noch hin und her gerissen...

Maxiklin 05. Mär 2012

Also ich bin bei 1&1 restlos zufrieden was den Support angeht (Vodafone-Netz), die rufen...

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