Lodsys Oracle geht gegen Patenttroll vor

Der Datenbankanbieter Oracle wehrt sich gegen das Vorgehen des Patentverwalters Lodsys vor Gericht. Lodsys hatte Oracle-Kunden wegen vier Patenten abgemahnt, die die Firma verwaltet. Oracle will, dass sie für ungültig erklärt werden.

Anzeige

Oracle hat den Patentverwalter Lodsys vor einem Bezirksgericht im US-Bundesstaat Wisconson verklagt. Lodsys bedrohe seine Kunden durch Abmahnungen. Es geht um vier Patente, die sich im Besitz der texanischen Firma Lodsys befinden. Der Patentverwalter hatte mehreren Kunden Abmahnungen geschickt und Lizenzgebühren für die vier Patente verlangt. Oracle will erreichen, dass alle Patente für ungültig erklärt werden.

Es handelt sich dabei um die US-Patente 5,999,908, 7,133,834, 7,222,078 und 7,620,565, die unter anderem die elektronische Interaktion mit Kunden und Kundengruppen, die Verwaltung von Produktinformationen und das Sammeln von Informationen über Waren über das Netzwerk beschreiben.

Laut Oracles Anklageschrift hat Lodsys am 10. Mai 2012 Klagen gegen einige Oracle-Kunden vor einem Bezirksgericht in Texas eingereicht.

Oracle führt darin an, dass Lodsys keines der fraglichen Patente selbst einsetzt oder die Technologien entwickelt hat. Lodsys wolle lediglich Lizenzgebühren erheben. Deshalb beantragt Oracle auch, dass die Patente für ungültig erklärt werden.

Lodsys hatte sich bereits in einem Streit mit iOS-Entwicklern den Ruf als Patenttroll erworben. Dabei geht die Firma bislang immer gegen Kunden einer Firma vor und nicht gegen die Firma selbst. Apple schaltete sich damals ein und erstritt zunächst einen Sieg vor Gericht, gegen den Lodsys allerdings Berufung einlegte. Apple zahlt aber im Unterschied zu Oracle bereits Lizenzgebühren an Lodsys. Die betroffenen iOS-Entwickler hatten sich ebenfalls zusammengeschlossen, um gemeinsam gegen Lodsys vorzugehen.

Auch Google zahlt an Lodsys Lizenzgebühren. Nichtsdestotrotz geht Lodsys auch gegen Android-Entwickler vor. Deshalb hatte Google im August 2011 beim US-Patentamt beantragt, die beiden Patente 7,222,078 und 7,620,565 für ungültig zu erklären.


xviper 05. Jun 2012

oder "Es kann nur Gewinner geben"

Hassashin 05. Jun 2012

Äh, gehts noch? Das wäre ja ungefähr so, als ob Daimler gegen BMW-Fahrer klagen würde...

Tantalus 05. Jun 2012

Man kann Oracle aber zumindest zu gute halten, dass sie die Patentierten Techniken auch...

Atrocity 05. Jun 2012

Auf grund der letzten News zum Thema Oracle, Java, Android usw. hätte ich persönlich...

Kommentieren




Anzeige
  1. Help Desk Techniker / Help Desk Technikerin
    Scheidt & Bachmann System Service GmbH, Mönchengladbach
  2. Research Scientist (m/w) - 2D/3D Machine Vision
    Siemens AG, München
  3. Development / Operations Administrator (m/w)
    dm-drogerie markt GmbH + Co. KG, Karlsruhe
  4. Entwicklungsingenieur/in Firmware
    Hexagon Metrology GmbH, Wetzlar

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. 40 gefährliche Sicherheitslücken

    Aktueller Patch von Oracle nur für Java 7

  2. Hands On

    Huawei Ascend P6 ist schick und schlank

  3. Letzte Meile

    Bundesnetzagentur senkt Preise für TAL am Schaltverteiler

  4. Prism

    Wie der BND das Netz überwacht

  5. Socl

    Microsofts soziales Netzwerk wird zum Meme-Generator

  6. XMP-Profile

    Kompatibilitätslisten zu DDR3-Modulen für Haswell

  7. Datenbrille

    Datenschützer halten Google Glass für nicht EU-tauglich

  8. We are Watching You

    Widerstand gegen Kinect-Überwachung in den USA

  9. Netflix und Dreamworks

    Shrek & Co. bald in neuen Streaming-Serien

  10. LC-90LE757

    Sharp bringt 90-Zoll-TV für 13.000 Euro



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Computerspiele: Atari-Gründer warnt vor Onlinezwang
Computerspiele
Atari-Gründer warnt vor Onlinezwang

Der Atari-Gründer Nolan Bushnell warnt die Spielebranche: Sie tue nichts, um dafür zu sorgen, dass heutige Spiele auch in Zukunft verfügbar bleiben. Besonders der heute oft übliche Onlinezwang mache ihm Sorgen.


Verlängerung der Löschphase: Denic will Domain-Grabbing verhindern
Verlängerung der Löschphase
Denic will Domain-Grabbing verhindern

Die Denic will bei der Löschung von Domains eine Übergangsfrist einführen. Im Februar waren einige Firmendomains versehentlich gelöscht und zur Registrierung freigegeben worden.

  1. Domainrecht Schweizer Switch schaltet Domain wegen Malware ab

In eigener Sache: Was auf unseren Adblocker-Aufruf folgte
In eigener Sache
Was auf unseren Adblocker-Aufruf folgte

Zusammen mit einigen anderen Websites haben wir vor rund einem Monat unsere Leser gebeten, ihren Adblocker auf unseren Seiten abzuschalten. Ein Resümee.

  1. In eigener Sache Bitte schalte deinen Adblocker aus!

Zum Artikel