Lockpicking Schlüssel aus dem 3D-Drucker öffnet Polizei-Handschellen

Der Lockpicking-Spezialist Ray hat mit Nachschlüsseln, die er mit Rapid-Prototyping-Methoden gefertigt hat, Handschellen aus dem Arsenal der Polizei geöffnet.

Anzeige

Im Film befreien sich Bösewichte gern mit einer Büroklammer von Handschellen, die ihnen angelegt wurden. Ganz so einfach sind moderne Sicherheitshandschellen nicht zu öffnen. Der Lockpicking-Spezialist Ray habe in New York Konferenz aber vorgeführt, dass auch diese geknackt werden können, berichtet das US-Wirtschaftsmagazin Forbes.

Auf der Konferenz Hackers On Planet Earth zeigte er, wie Handschellen der Hersteller Bonowi und Chubb geknackt werden können. Beide Modelle werden von der Polizei eingesetzt. Das grundlegende Problem sei, dass es einen Einheitsschlüssel für die Handschellen gebe, damit ein Beamter die Handschellen, die ein anderer einem Verdächtigen angelegt habe, öffnen könne, erklärte Ray. Solange Handschellen keine individuellen Schlüssel hätten, könnten diese kopiert werden.

Geheimer Schlüssel bei eBay

Ray hatte für die Konferenz Schlüssel mit einem 3D-Drucker aufgebaut sowie mit einem Laser aus Kunststoff ausgeschnitten. Zwar wollen die Hersteller die Schlüssel tunlichst geheimhalten. Dennoch konnte sie sich Ray besorgen: Den Schlüssel zu den Handschellen von Chubb habe er über eBay gekauft, erzählte er. Woher der zweite Schlüssel stammte, wollte er nicht sagen. Von diesen Schlüsseln erstellte er digitale 3D-Modelle, die er dann ausdrucken und ausschneiden konnte.

An einem dritten Modell sei er gescheitert: Er habe einen Schlüssel für Handschellen des Herstellers Clejuso aus Plexiglas ausgeschnitten. Dieser sei aber nicht stark genug gewesen, um den Schließmechanismus zu öffnen.

Aufmerksamkeit für Schwachstelle

Polizisten würden zwar darauf geschult, einen Gefesselten ständig im Auge zu behalten. Doch vergäßen sie diese Regel zuweilen. Diese Tendenz sei um so stärker, je mehr sie glaubten, der Schlüssel sei geheim. Er wolle deshalb Aufmerksamkeit dafür erregen, dass die Schlüssel doch nicht so geheim seien - zumal auch Kriminelle diese Schwachstelle kennen.

Ray ist ein erfahrener Lockpicker, der sich seit längerem mit Handschellen beschäftigt. Er berät auch die Polizei.


deezee 08. Aug 2013

da gibts ne high Tech methode.... nennt sich schere :P

HerrMannelig 18. Jul 2012

an jeder Ecke nachmachen lassen? Oder sind die Schlüssel dafür zu speziell? Versteh das...

highpablo 18. Jul 2012

Nur mal so am Rande bevor da jemand drauf los druckt. Ich habe eine Zeitlang auch bei...

h.reindl 17. Jul 2012

gehts dir jetzt besser und wenn ja warum fällt dir in den Ferien nichts besseres ein?

Maxiklin 17. Jul 2012

Digitale Handschellen ? ;) Ist da ein Display integriert, wo man dann u.a. die Zahl der...

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior System Architect (m/w)
    PAYBACK GmbH, Munich
  2. Senior Softwareentwickler (m/w) Java EE
    Faktor Zehn AG, München und Köln
  3. Ingenieur (m/w) Materialflusssimulation / Intralogistiksysteme
    BEUMER Maschinenfabrik GmbH & Co. KG, Beckum (Raum Münster, Dortmund, Bielefeld)
  4. Mitarbeiter/in im Bereich Informationstechnologie/IT Service
    Toho Tenax Europe GmbH, Heinsberg-Oberbruch und Wuppertal

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. 25 Jahre Gameboy

    Nintendos kultisch verehrter Elektroschrott

  2. Digitalkamera

    Panono macht Panoramen im Flug

  3. Nach EuGH-Urteil

    LKA-Experten wollen weiter Vorratsdatenspeicherung

  4. MPAA und RIAA

    Film- und Musikindustrie nutzte Megaupload intensiv

  5. F-Secure

    David Hasselhoff spricht auf der Re:publica in Berlin

  6. "Leicht zu verdauen"

    SAP bietet Ratenkauf und kündigt vereinfachte GUI an

  7. Test The Elder Scrolls Online

    Skyrim meets Standard-MMORPG

  8. AMD-Vize Lisa Su

    Geringe Chancen für 20-Nanometer-GPUs von AMD für 2014

  9. Bärbel Höhn

    Smartphone-Hersteller zu Diebstahl-Sperre zwingen

  10. Taxi-App

    Uber will trotz Verbot in weitere deutsche Städte



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Robotik: Humanoide lassen sich mit dem Gehirn steuern
Robotik
Humanoide lassen sich mit dem Gehirn steuern

Der Roboter Geminoid soll bald nur durch Gedanken bewegt werden. Aber bei den Experimenten im Labor von Hiroshi Ishiguro geht es um mehr: Ishiguro will zeigen, dass Brain-Computer-Interfaces besser funktionieren, wenn das gesteuerte Objekt humanoid ist.

  1. Human Robots Roboter, menschengleich

Radeon R9 295X2 im Test: AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile
Radeon R9 295X2 im Test
AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile

Hybridkühlung, 50 Ampere auf der 12-Volt-Schiene - AMDs neue Dual-GPU-Grafikkarte ist ein kompromissloses Monster. In gut ausgestatteten High-End-PCs läuft sie dennoch problemlos und recht leise, und das so schnell, dass auch 4K-Auflösung mit allen Details spielbar wird.

  1. Schenker XMG P724 17-Zoll-Notebook mit Grafikleistung einer GTX 780 Ti
  2. Eurocom M4 13,3-Zoll-Notebook mit 3.200 x 1.800 Pixeln und i7-4940MX
  3. Nvidia Maxwell Geforce GTX 750 und GTX 750 Ti im Februar

Samsung Galaxy Note Pro 12.2 im Test: Groß, schwer, aber praktisch
Samsung Galaxy Note Pro 12.2 im Test
Groß, schwer, aber praktisch

Mit Stiftbedienung, viel Leistung und großem Display ist das Samsung Galaxy Note Pro 12.2 vor allem für den Business-Alltag entwickelt worden. Doch auch für Schüler und Studenten kann das Tablet interessant sein.

  1. Apple vs. Samsung 102 US-Dollar für die Autokorrektur
  2. Smartphones Die seltsame Demo des 30-Sekunden-Ladegeräts
  3. Apple vs. Samsung Apples Furcht vor großen Bildschirmen

    •  / 
    Zum Artikel