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Schematische Darstellung von Vmkernel im Linux-Kernel.
Schematische Darstellung von Vmkernel im Linux-Kernel. (Bild: Software Freedom Conservancy - CC-BY-SA 3.0 US)

Lizenzrecht: Linux-Entwickler verklagt VMware wegen GPL-Verletzung

Schematische Darstellung von Vmkernel im Linux-Kernel.
Schematische Darstellung von Vmkernel im Linux-Kernel. (Bild: Software Freedom Conservancy - CC-BY-SA 3.0 US)

Der Linux-Entwickler Christoph Hellwig wirft VMware eine Verletzung der GPL vor und verklagt das Unternehmen nun nach gescheiterten Gesprächen. Technisch ist die Sache aber kompliziert.

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Bereits seit 2007 wirft der langjährige Linux-Entwickler Christoph Hellwig VMware Verletzungen der GPL vor. Seit 2012 verhandelt die Software Freedom Conservancy (SFC) eigenen Angaben zufolge mit dem Unternehmen, bei der Analyse half auch Hellwig. Der Programmierer stellte dabei offenbar fest, dass VMware mit ESXi seine eigenen Urheberrechte verletze. Da die Verhandlungen mit dem Virtualisierungspezialisten aber scheiterten, verklagt Hellwig das Unternehmen nun vor dem Hamburger Landgericht.

  • Schematische Darstellung des Aufbaus von Esxi aus Sicht von Hellwig<br>(Bild: Software Freedom Conservancy - CC-BY-SA 4.0)
Schematische Darstellung des Aufbaus von Esxi aus Sicht von Hellwig<br>(Bild: Software Freedom Conservancy - CC-BY-SA 4.0)

Hellwig und die SFC, die weitere Linux-Entwickler rechtlich berät und vertritt, werfen VMware vor, dass das Unternehmen Linux-Code mit dem eigenen proprietären Bestandteil Vmkernel kombiniere, ohne den entsprechenden Quellcode bereitzustellen, wie dies von der GPL gefordert wird.

Abgeleitetes Werk?

In einer kurzen technischen Analyse schreibt Jonathan Corbet bei LWN.net, dass Vmkernel nicht einfach nur ein proprietäres Kernelmodul sei, das eine der Kernelschnittstellen verwende. Es zeige sich eher, dass VMware große Teile des Linux-Codes für eigene Zwecke verändert habe und darauf mit Vmkernel zugreife.

Damit könnte Vmkernel als abgeleitetes Werk gelten, das im Sinne der Copyleft-Lizenz GPL wiederum unter GPL lizenziert werden müsste. Da die Veränderungen von VMware Teile betreffen, an denen Hellwig die Urheberrechte hält, darf dieser das Unternehmen auch auf die Einhaltung der Lizenz verklagen.

Die genaue Argumentation in dem Fall ist aber nicht bekannt, da die Dokumente des Verfahrens gemäß deutschem Recht nicht öffentlich zugänglich sind. Auf eine Veröffentlichung müssten sich beide Seiten einigen und diese selbst durchführen. In den USA ist der Schriftverkehr von Prozessen standardmäßig öffentlich.

Rechtlich vertreten wird Hellwig durch den Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht Till Jaeger. Der Anwalt hat in der Vergangenheit in ähnlichen Verfahren bereits Harald Welte vertreten. Unterstützt wird der Prozess durch die SFC, die um Spenden bittet, um diesen finanzieren zu können. In einem FAQ fasst die SFC weitere Details zusammen.

VMware hält die Klage für unbegründet, wie das Unternehmen mitteilte. VMware beteilige sich in der Open-Source-Community und fühle sich dieser gegenüber verpflichtet. Zudem werde davon ausgegangen, dass VMware den Prozess gewinne.


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mnementh 01. Apr 2015

Löwenanteil? Und ehrlich gesagt: als Entwickler fände ich eine solche Anwendung auch...

schily 06. Mär 2015

Die GPL fällt unter den Bereich von Verträgen, für die die Regeln für allgemeine...

schily 06. Mär 2015

Bei Torvalds ist es eher Dummheit. Torvalds hat ja Anfang 2005 die Behauptung...

Geistesgegenwart 06. Mär 2015

Den Firmen stünde es ja frei, *BSD als Kern zu nehmen, den Sie dann nicht...



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