Linux vs. Windows Bug #1 ist weg

Der erste Bug in Ubuntus Bugtracker ist beseitigt worden. Er trägt den Titel "Microsoft dominiert den Markt". Grund dafür ist aber nicht, dass die Marktdominanz des Windows-Herstellers auf dem Desktop aufgehoben ist.

Anzeige

Der Bug #1 in Ubuntus Bugtracker Launchpad stammt von Canonical-Mäzen Mark Shuttleworth und wurde bereits im August 2004 erstellt, wenige Monate, bevor die erste Ubuntu-Version 4.10 alias Warty Warthog veröffentlicht wurde. Als Bugfix sollte die Mehrheit der per PCs mit freier Software (Open Source Software, OSS) ausgeliefert werden. Nun hat ihn Shuttleworth als erledigt markiert. Ein Fix soll dafür bereits im Umlauf sein.

Shuttleworth schreibt in seinem Blog, dass er den Bug #1 deshalb geschlossen habe, weil sich seit 2004 der Computermarkt drastisch verändert habe. Inzwischen sei der Desktop-Computer durch eine Vielzahl weiterer Geräte ergänzt worden, etwa Tablets und Smartphones. Dort liefen auch Alternativen zu Windows, etwa iOS oder Android und deshalb habe sich ein gesunder Marktwettbewerb entwickelt, der nicht mehr von Microsoft dominiert sei.

Entgegenkommen

Darüber hinaus habe Microsoft in den vergangenen Jahren viel für die Integration freier Software in seinen Produkten getan, unter anderem etliche Linux-Distributionen in seiner Cloud-Umgebung Azure bereitgestellt, darunter auch Canonicals Linux-Produkt Ubuntu. Dass sei sicherlich auch dem Umbruch im Markt geschuldet, schreibt Shuttleworth. Microsoft habe aber dafür gesorgt, dass Ubuntu unter Azure einwandfrei laufe.

Während das Linux-basierte Betriebssystem Android (74,4 Prozent) und Apples iOS (18,2 Prozent) inzwischen den Markt der mobilen Geräte dominieren, liegt Windows Phone laut Gartner mit 2,9 Prozent an vierter Stelle. Android sei zwar nicht unbedingt das beste Linux, habe aber praktische und ökonomische Vorteile für den Anwender. Der Linux-Desktop hingegen ist mit geschätzten ein bis zwei Prozent nur marginal auf dem Weltmarkt vertreten.

Canonicals Beitrag sei bisher ein sehr kleiner gewesen, aber Ubuntu solle weiterhin dafür sorgen, dass freie Software für Entwickler und Anwender bereitsteht, schließt Shuttleworth seine Begründung.


jkow 03. Jun 2013

Nein, nicht weil sie mir nicht schmeckt, sondern weil ich nach allem was ich erlebt...

soulflare 03. Jun 2013

Ich kanns gut nachvollziehen, wenn man sich diesen Thread nicht komplett antun will.

SaSi 03. Jun 2013

Sind nicht besser, aber zur vorinstallation kommt meist das, was sich gut verkauft. Gibt...

Thaodan 02. Jun 2013

Das Problem ist das diese Punkte mit der Zielgruppe nicht zu tun haben.

posix 01. Jun 2013

Wie ich schonmal sagte es ist egal welches Lager man nimmt: Linuxer, Windows oder Mac...

Kommentieren



Anzeige

  1. Referent (m/w) Lernmanagementsysteme mit Schwerpunkt IT-Fachkonzeption
    Gothaer Finanzholding AG, Köln
  2. IT-Leiter/in
    Silvretta Montafon Bergbahnen AG über TCI Consult GmbH, St. Gallenkirch (Österreich)
  3. Software-Entwickler (m/w)
    Elsner Elektronik GmbH, Gechingen
  4. SAP Inhouse Berater BI (m/w)
    SCHOTT AG, Mainz

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  2. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  3. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  4. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  5. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  6. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen

  7. Lulzsec

    FBI soll von Anonymous-Hacks profitiert haben

  8. Opera Coast 3.0

    Der Gesten-Browser fürs iPhone ist da

  9. Linux 3.13

    Canonical übernimmt erneut Kernel-Langzeitpflege

  10. Klötzchen

    Dänemark in Minecraft nachgebaut



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Conversnitch: Die twitternde Abhörlampe
Conversnitch
Die twitternde Abhörlampe

Conversnitch ist eine kleine Lampe, die unauffällig Gesprächsfetzen aus ihrer Umgebung mitschneidet, online eine Spracherkennung durchführt und den Text auf Twitter postet. Die Kunstaktion soll das Bewusstsein für die alltägliche Überwachung wecken.

  1. Menschenrechte Schärfere Exportkontrollen für Spähprogramme gefordert
  2. NSA-Skandal "Europa ist doch keine Kolonie"
  3. Frankreich Geheimdienst greift auf alle Daten von Orange zu

Microsoft: Remote-Desktop-App für Windows Phone
Microsoft
Remote-Desktop-App für Windows Phone

Microsoft hat eine Remote-Desktop-App für Windows Phone veröffentlicht. Damit kann aus der Ferne von einem Smartphone auf einen anderen Windows-Rechner zugegriffen werden, ohne dass auf diesem eine spezielle Software installiert sein muss.

  1. Cortana im Test Gebt Windows Phone eine Stimme
  2. Smartphones Nokia und HTC planen Updates auf Windows Phone 8.1
  3. Ativ SE Samsungs neues Smartphone mit Windows Phone

Palcohol: Der Cocktail in Pulverform
Palcohol
Der Cocktail in Pulverform

Mit kleinem Gepäck unterwegs und trotzdem nicht auf den abendlichen Drink verzichten? Ein US-Unternehmen hat Rum und Wodka in Pulver verwandelt. Zum Trinken einfach mit Wasser aufgießen - zum Schnupfen jedoch nicht geeignet.

  1. OLED Das merkwürdige Bindungsverhalten organischer Halbleiter
  2. Max-Planck-Institut Quantencomputer werden Silizium-Chips ähnlicher
  3. Kognitionswissenschaft Computer erkennt 21 Gesichtsausdrücke

    •  / 
    Zum Artikel