Linux: Release Candidate des Kernels 3.5 veröffentlicht
Der Linux-Kernel 3.5 ist als erster Release Candidate veröffentlicht worden. (Bild: Josh Landis/National Science Foundation, Public Domain)

Linux Release Candidate des Kernels 3.5 veröffentlicht

Linus Torvalds hat den Linux-Kernel 3.5 als ersten Release Candidate freigegeben. Ein neuer Scheduler soll den Netzwerkverkehr weiter optimieren. Hinzugekommen sind auch neue Grafiktreiber.

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Mit der Freigabe von Linux 3.5rc1 hat Linus Torvalds auch das sogenannte Merge-Fenster für den kommenden Linux-Kernel geschlossen. Neue Änderungen werden nur noch in Ausnahmefällen angenommen. Den Entwicklern bleiben nun etwa fünf Wochen Zeit, um die bereits eingereichten Änderungen zu testen.

Torvalds hebt den Paket-Scheduler namens Controlled Delay hervor, der Netzwerkpakete mit einem neuen Algorithmus von Kathleen Nichols und Van Jacobson verwalten soll. Damit soll der Linux-Kernel ein weiteres Werkzeug gegen das sogenannte Bufferbloat erhalten. Bufferbloat wird durch zu großen Datenpuffer für Netzwerkpakete verursacht und führt zu hohen Latenzzeiten und im schlimmsten Fall zu Verbindungsabbrüchen und verlorenen Paketen. Das Problem wurde bereits in früheren Kernel-Versionen von Entwickler David Getty erkannt. Seit Linux 3.3 wurden zahlreiche Lösungen implementiert, die Bufferbloat bekämpfen sollen.

Grafiktreiber

Außerdem wird Linux 3.5 zahlreiche neue Treiber für Grafikchipsätze enthalten, darunter für die aus der 2000er Serie von Aspeed Technologies und der G200-Serie von Matrox, die beide hauptsächlich in Servern zum Einsatz kommen. Der in Qemu verwendete Cirrus-Chipsatz unterstützt ebenfalls die Kernel Mode Settings, die für eine automatisch erkannte Auflösung an der Konsole sorgen.

Zwar werden Intels Haswell-Grafikchipsätze erst ab 2013 auf den Markt kommen, in Kernel 3.5 werden die Treiber dafür aber bereits aktiviert. Sie müssen aber noch optimiert werden. Außerdem gibt es erste Treiber für Intels Valleyview-Chipsätze, die in kommenden Atom-SoCs die bislang verwendeten PowerVR-Chips ersetzen sollen. Der Treiber für Intels GMA500, genannt Poulsbo, unterstützt 1080p.

Der Radeon-Treiber hat eine verbesserte Unterstützung für HDMI-Audio sowie weitere Verbesserungen bei der Speicherverwaltung. Gleichzeitig hat AMD die Unterstützung für Radeon-Chipsätze 2000, 3000 und 4000 aus seinem offiziellen Catalyst-Treiber mit der aktuellen Version 12.4 entfernt. Sie werden künftig nur noch als Legacy-Treiber unterstützt. Linux-Anwender, die Grafikkarten mit solchen Chipsätzen verwenden, müssen künftig auf die Open-Source-Treiber des Linux-Kernels zugreifen oder auf aktuellere Updates verzichten.

Der Quellcode des aktuellen Release Candidates von Linux 3.5 steht unter kernel.org zum Download bereit.


mmind 05. Jun 2012

Dinge immer nur nach Anleitung zu nutzen ist doch aber langweilig. Ausserdem ging es...

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