Linux: Open-Source-Treiber für Exfat erhältlich
Für das auf SDVC-Karten verwendete Dateisystem Exfat gibt es einen freien Treiber für Linux und Mac OS X. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Linux Open-Source-Treiber für Exfat erhältlich

Eine freie Version des Exfat-Treibers für Linux und Mac OS X ist in Version 1.0 veröffentlicht worden. Der Treiber funktioniert mit Fuse. Da das Exfat-Dateisystem von Softwarepatenten belastet ist, wird der Treiber vermutlich nicht mit Linux-Distributionen ausgeliefert.

Anzeige

Nach dreijähriger Entwicklungszeit hat der Hacker Andrew Nayenko den freien Exfat-Treiber in Version 1.0 freigegeben. Er wird unter der GPLv3 veröffentlicht. Bislang gibt es nur proprietäre Varianten, etwa von Tuxera oder Paragon. Microsoft besitzt Patente auf das Exfat-Dateisystem. Daher wird die freie Version des Treibers vermutlich nicht in Distributionen ausgeliefert. Interessierte müssen ihn selbst installieren. In Deutschland sind Microsofts Exfat-Patente anerkannt.

Der freie Exfat-Treiber entstand ausschließlich durch Reverse Engineering. Er nutzt das Fuse-Subsystem des Linux- oder Mac-OS-X-Kernels, das auch von Dateisystemen genutzt wird, die wegen ihrer Lizenzen gegen die GPL des Linux-Kernels verstoßen, etwa ZFS. Linus Torvalds bezeichnete jüngst das Fuse-Subsystem als "Spielerei".

Lesen, schreiben, formatieren

Mit dem freien Exfat-Treiber lassen sich Daten sowohl lesen als auch schreiben. Außerdem lassen sich SDXC-Karten auch formatieren. Dazu kann das Paket Exfat-utils mit den entsprechenden Anwendungen verwendet werden.

Nayenko hat in der aktuellen Version des Exfat-Treibers nach eigenen Angaben die Übertragungsgeschwindigkeit durch das Schreiben von großen Blöcken optimiert. Unter Mac OS X nutzt der freie Treiber künftig nicht mehr das obsolete Macfuse, sondern das aktuelle OSXFuse. Außerdem wurde auf 64-Bit-Inode-Nummern umgestellt.

Der Quellcode des Treibers sowie der dazugehörigen Werkzeugsammlung steht auf der Webseite des Projekts zum Download bereit. Dort erläutert auch ein Howto die Nutzung.

Die Entwicklung eines offiziellen Treibers für den Linux-Kernel wurde 2009 diskutiert und eine erste lesende Version entwickelt. Er wurde aber wegen Softwarepatenten wieder aufgegeben.


Atalanttore 25. Jan 2013

Bei einem Patentamt nennt man das dann wohl Korruption.

Lala Satalin... 24. Jan 2013

Wie gut, dass ich für die Verwendungszwecke für SDXC nur Windows nutze.

k.dummann 22. Jan 2013

Nein das stimmt nicht, es geht hier ausschließlich um die Verteilung der...

jt (Golem.de) 22. Jan 2013

Jetzt auch der.

Kommentieren



Anzeige

  1. Softwareentwickler (m/w)
    ZF Friedrichshafen AG, Passau
  2. Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik
    Universität Passau, Passau
  3. Technischer Leiter (m/w)
    wenglor sensoric gmbh, Tettnang
  4. IT-Techniker (m/w)
    Dänisches Bettenlager GmbH & Co. KG, Handewitt (bei Flensburg)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Air Food One

    Post liefert online bestelltes Lufthansa-Essen nach Hause

  2. Threshold

    Microsoft China scherzt über Startmenü in Windows 9

  3. Lieferdrohnen

    Nasa entwickelt Leitsystem für Flugroboter

  4. Radeon R9 285

    Die schnellste Grafikkarte mit nur zwei 6-Pol-Anschlüssen

  5. Bitcoin

    Charles Shrem will sich schuldig bekennen

  6. Mozilla

    Firefox 32 verbessert Werkzeuge und Leistung

  7. Shiro Games

    Evoland 2 soll Hommage an Rollenspiel-Genre werden

  8. Gegen Vectoring

    Tele Columbus erhöht auf 150 MBit/s

  9. Libdrm

    Mesa bekommt erste Android-Unterstützung

  10. Die Sims 4

    Erster Patch macht Zäune zu Zäunen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Test Infamous First Light: Neonbunter Actionspaß
Test Infamous First Light
Neonbunter Actionspaß
  1. Infamous Erweiterung First Light leuchtet Ende August 2014

Test Bioshock für iOS: Unterwasserstadt für die Hosentasche
Test Bioshock für iOS
Unterwasserstadt für die Hosentasche
  1. Unter Wasser Bioshock auf iOS-Geräten

Überschall-U-Boot: Von Schanghai nach San Francisco in 100 Minuten
Überschall-U-Boot
Von Schanghai nach San Francisco in 100 Minuten

    •  / 
    Zum Artikel