Abo
  • Services:
Anzeige
Linux 3.17 ist freigegeben.
Linux 3.17 ist freigegeben. (Bild: Richard Giddins, CC BY 2.0)

Linux-Kernel: Mehr Zufall in Linux 3.17

Mit neuen Generatoren für Zufallszahlen, einer Prüfung für Firmware sowie einem schnelleren Block Layer für SSDs und USB im Netzwerk ist Linux 3.17 freigegeben worden.

Anzeige

Linus Torvalds hat den Linux Kernel 3.17 freigegeben. Es seien weniger aufregende Änderungen eingeflossen als in seinen Vorgänger, heißt es in einer E-Mail zu Beginn der Testphase. Das sei wohl der Sommerpause in der nördlichen Hemisphäre geschuldet. Durch das Entfernen von 14 ungepflegten Treibern im Staging-Bereich wurden 250.000 Zeilen Code eingespart. Damit sei Linux 3.17 kleiner als sein direkter Vorgänger. Das sei bisher nur einmal, bei Linux 2.6.36, der Fall gewesen, schreibt Lwn.net.

Mehr Knoten für die Grafik

Die bereits in Linux 3.12 eingeführten Render-Nodes im Direct Rendering Manager (DRM) sind ab dieser Kernel-Version standardmäßig aktiviert. Damit können Anwendungen über mehr als einen Knotenpunkt im Linux-Kernel auf Grafikeinheiten zugreifen. So kann beispielsweise der Xserver auch mit einfachen Benutzerrechten laufen und darf trotzdem die Bildschirmauflösung auf dem Grafikchip ändern. Zudem sollen zwei Xserver parallel laufen, die jeweils einen eigenen Monitor mit eigener Auflösung ansteuern können.

Firmware-Prüfung

Nachdem es einige Probleme mit der dynamischen Energieverwaltung für Grafikkarten von AMD gegeben hatte, ist diese für die Cayman-, Barts-, Caicos- und Turks-Chipsätze wieder standardmäßig aktiviert. Zusätzlich wurde die Unterstützung für Radeon-Karten R9 290 und 290X mit dem Hawaii-Chipsatz aktiviert, für die der Code zwar bereits in Linux 3.16 übernommen worden war, auf Grund diverser Fehler aber deaktiviert blieb. Künftig soll die Integration von neuen Firmware-Versionen für den Radeon-Treiber einfacher werden. Dafür haben die Entwickler ein neues Format umgesetzt. Außerdem wurde das Security-Subsystem um die Funktion kernel_fw_from_file() erweitert, mit der sich künftig die Integrität von Firmware überprüfen lässt.

Im i915-Treiber für Grafikchips von Intel gibt es zahlreiche Änderungen, die den Leistungsverbrauch senken sollen. Ab Linux 3.17 wird der Energiesparmodus PM Runtime für Display Power Management Signaling (DPMS) auch dann eingeschaltet, wenn DPMS deaktiviert wird und nicht nur, wenn es komplett ausgeschaltet ist. Ferner wurde Panel Self Refresh (PSR) für Haswell- und Broadwell-Chipsätze aktiviert, nachdem die Entwickler noch zahlreiche Codeoptimierungen beigetragen haben. Mit PSR wird das aktuelle Bild in den Speicher kopiert und für einen Refresh verwendet, wenn sich der Bildinhalt nicht ändert. Dadurch kann die GPU entlastet und in einen niedrigeren Energiemodus versetzt werden.

Mehr Ruhezustände für Intel-Chipsätze

Der neue Ruhezustand S0ix, der mit Intels Haswell eingeführt worden war, wurde umgesetzt. Dabei wird die vom Kernel bereitgestellte Infrastruktur Runtime Power Management für Intels neuen Ruhezustand verwendet, der Systeme weitestgehend betriebsbereit hält. Zudem haben die Entwickler bei Intel beim Backlighting und dem Power Sequencer einige Reparaturen durchgeführt.

Damit die Interprozesskommunikation (IPC) leistungsfähiger wird, kann Linux 3.17 mit Dateideskriptoren arbeiten statt die Daten selbst zwischen Speicherbereichen zu kopieren. Dafür wurde der neue Funktionsaufruf memfd_create() eingeführt. Damit die Daten dabei nicht verändert werden können, werden sie durch das sogenannte File Sealing versiegelt. Das soll vor allem beim Verarbeiten großer Datenmengen für mehr Leistung sorgen. Insbesondere der neue IPC-Dienst Kdbus werde diese Funktionen nutzen, sie sollten aber auch dem Grafikserver Waylang zu Gute kommen, schreibt Initiator David Herrmann in einem Blogpost.

Mehr Zufallszahlen 

eye home zur Startseite
Vanger 06. Okt 2014

Als derart speziell sehe ich persönlich das Scanner-Setup gar nicht... Insbesondere für...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Continental AG, Markdorf
  2. über OPTARES GmbH & Co. KG, Großraum München
  3. Neoperl GmbH, Müllheim
  4. T-Systems International GmbH, Münster


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 54,85€
  2. 349,99€

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Mit digitalen Workflows Geschäftsprozesse agiler machen
  2. Potenzialanalyse für eine effiziente DMS- und ECM-Strategie
  3. Tipps für IT-Engagement in Fernost


  1. Observatory

    Mozilla bietet Sicherheitscheck für Websites

  2. Teilzeitarbeit

    Amazon probiert 30-Stunden-Woche aus

  3. Archos

    Neues Smartphone mit Fingerabdrucksensor für 150 Euro

  4. Sicherheit

    Operas Server wurden angegriffen

  5. Maru

    Quellcode von Desktop-Android als Open Source verfügbar

  6. Linux

    Kernel-Sicherheitsinitiative wächst "langsam aber stetig"

  7. VR-Handschuh

    Dexta Robotics' Exoskelett für Motion Capturing

  8. Dragonfly 44

    Eine Galaxie fast ganz aus dunkler Materie

  9. Gigabit-Breitband

    Google Fiber soll Alphabet zu teuer sein

  10. Google-Steuer

    EU-Kommission plädiert für europäisches Leistungsschutzrecht



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Lernroboter-Test: Besser Technik lernen mit drei Freunden
Lernroboter-Test
Besser Technik lernen mit drei Freunden
  1. Kinderroboter Myon Einauge lernt, Einauge hat Körper
  2. Landwirtschaft 4.0 Swagbot hütet das Vieh
  3. Künstliche Muskeln Skelettroboter klappert mit den Zähnen

Mobilfunk: Eine Woche in Deutschland im Funkloch
Mobilfunk
Eine Woche in Deutschland im Funkloch
  1. Netzwerk Mehrere regionale Mobilfunkausfälle bei Vodafone
  2. Hutchison 3 Google-Mobilfunk Project Fi soll zwanzigmal schneller werden
  3. RWTH Ericsson startet 5G-Machbarkeitsnetz in Aachen

No Man's Sky im Test: Interstellare Emotionen durch schwarze Löcher
No Man's Sky im Test
Interstellare Emotionen durch schwarze Löcher
  1. No Man's Sky für PC Läuft nicht, stottert, nervt
  2. No Man's Sky Onlinedienste wegen Überlastung offline
  3. Hello Games No Man's Sky bekommt Raumstationsbau

  1. Re: "Könnte [...] ernüchternd sein[...]"

    sic | 12:18

  2. Re: 30 Stunden auf Abruf ?!?

    derKlaus | 12:12

  3. Re: Passwort geändert und Konto gelöscht

    eXXogene | 12:09

  4. Re: 350 Mio User

    eXXogene | 12:01

  5. Re: Handzeichen ist trotzdem Pflicht

    daniel_m | 12:00


  1. 11:34

  2. 15:59

  3. 15:18

  4. 13:51

  5. 12:59

  6. 15:33

  7. 15:17

  8. 14:29


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel