Linux Kernel 3.11 stopft das Sommerloch

Linux 3.11 erhält zahlreiche Änderungen im Grafikstack. Außerdem lassen sich der Swapspeicher und die Initram komprimieren. Mit einem Patch laufen Windows-RT-Apps mit Wine. Die Änderungen sind allerdings recht überschaubar.

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Nicht ganz pünktlich zum 22. Geburtstag des freien Betriebssystems hat Linus Torvalds den Linux-Kernel 3.11 veröffentlicht. Die Änderungen darin sind überschaubar. Die meiste Arbeit haben die Entwickler in Aufräumarbeiten gesteckt.

Grafik

Änderungen am Grafikstack des Linux-Kernels betreffen in erster Linie die Radeon-Treiber für Grafikchips von AMD. Mit einer dynamischen Energieverwaltung lassen sich künftig die Taktrate und die Voltzahl für solche Chipsätze je nach Bedarf anpassen. Das soll unter anderem AMD-GPUs zugutekommen, die beim Systemstart eine niedrigere Taktfrequenz aufweisen als die, mit der sie später laufen.

Außerdem soll der neue Patch die Leistungsaufnahme von AMD-GPUs in Linux-Systemen generell deutlich verringern. Die Anpassungen sollen auch im Multi-Monitor-Betrieb funktionieren und insgesamt annähernd den gleichen Funktionsumfang haben wie der proprietäre Catalyst-Treiber von AMD. Die Änderungen funktionieren mit GPUs ab der Radeon-R600-Reihe, gelten aber noch als experimentell und sind deshalb in Linux 3.11 noch nicht standardmäßig aktiviert, sondern müssen mit der Option radeon.dpm=1 beim Systemstart eingeschaltet werden.

Nouveau für Videos

Der freie Nouveau-Treiber für Grafikchips von Nvidia kann künftig mit H.264 und MPEG-2 codierte Videos auf einigen GPUs abspielen und nutzt dafür deren VP2-Erweiterung - auch Purevideo HD 2 genannt. Damit lassen sich DVDs und Blu-rays abspielen, deren Decodierung vor allem die GPU übernimmt. Der dafür benötigte Code wurde auch in Mesa 9.2 eingebaut, gilt aber noch als unreif.

Nvidias GK110-Grafikkern, der unter anderem auf der Geforce Titan zum Einsatz kommt, lässt sich mit dem Nouveau-Treiber und dem Binär-Blob hardwarebeschleunigt nutzen. Allerdings hinkt die 3D-Leistung der freien Grafiktreiber noch weit hinter der Leistung der proprietären Treiber hinterher, wie Benchmarks der Webseite Phoronix ergeben haben.

Der von Intel beigesteuerte Treiber für seine Grafikeinheiten erhält ebenfalls Verbesserungen für den Haswell-Chipsatz, darunter für die Stromsparfunktionen des Grafikkerns. Der Treiber unterstützt jetzt eine Farbtiefe von 30 Bit. Außerdem wurde die Unterstützung für die Valley View oder Bay Trail genannte Grafikeinheit in Intels kommenden Atom-SoCs nochmals überarbeitet und verbessert, so dass sie als weitgehend funktionsfähig gilt. Der Exynos-Treiber für Samsungs Grafikeinheiten wurde um die Unterstützung für den S3C64XX-SoC erweitert und Nvidias DRM-Treiber erhielt zahlreiche Bugfixes.

Systemänderungen, Kompression, Dateisysteme, Netzwerk 

Steffo 04. Sep 2013

Abgekündigt heißt, dass die Kernel-Entwickler diese nicht mehr unterstützen, aber nicht...

pythoneer 03. Sep 2013

Ja leider, die Idee ist doch klasse!

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