Abo
  • Services:
Anzeige
Fehlende Informationen machen das Kompilieren des Kernels schwerer.
Fehlende Informationen machen das Kompilieren des Kernels schwerer. (Bild: Michael Van Woert, Noaa Nesdis, Ora/Public Domain)

Linux: Fehlende Kconfig-Details verärgern Distro-Maintainer

Entwickler bei Linux-Distributionen müssen oft raten, welche Linux-Module sie brauchen. Ursache sind unvollständige Informationen zu Treibern und der von ihnen benötigten Architekturen. Jetzt gibt es Beschwerden.

Anzeige

Jean Delvare bei Suse hat sich über fehlende oder ungenaue Informationen in den Konfigurationsdateien für den Linux-Kernel beschwert. Er richtete in der Kernel-Mailingliste einen Appell an die Kernel-Entwickler, mehr Details zu Treibern - unter Linux Module genannt - zu liefern. Denn Linux hat Tausende Treiber - Tendenz steigend. Viele davon werden beispielsweise nur für spezielle Plattformen benötigt, etwa ARM.

Delvare zufolge muss er die Linux-Kernel so konfigurieren, dass sie für die einzelnen Architekturen geeignet sind. Dafür müssen Treiber in dem Konfigurationswerkzeug Kconfig deaktiviert werden. Andere erhalten den Status "m", sie werden also nicht direkt in den Kernel hineinkompiliert. Der Linux-Kernel besteht aus einer einzigen Binärdatei, die meist so klein wie möglich gehalten wird, und deshalb nur die für den Start eines Systems nötigen Treiber enthält. Optionale Treiber liegen als einzelne Dateien bei, meist im Verzeichnis /lib/modules.

Reichlich Optionen

Kconfig hat mittlerweile über 6.000 Optionen, die alle durchgegangen werden müssen, wenn ein vollkommen frischer Kernel kompiliert werden soll. Sämtliche Einträge enthalten weitergehende Informationen zu den Modulen, die normalerweise auch darüber Auskunft geben, für welche Architektur sie gedacht sind. Das ist aber offensichtlich nicht immer der Fall, wie Delvare jetzt bemerkt haben will. Oft wird erst in einem Untermenü klar, ob ein Modul geeignet ist oder nicht.

Letztendlich könnte ein Kernel auch mit sämtlichen Modulen kompiliert werden. Der Speicherbedarf würde zumindest auf Rechnern nicht übermäßig steigen. Da Module nur dann geladen werden, wenn das entsprechende Geräte angeschlossen ist, wird auch der Arbeitsspeicher nicht knapp.

Bessere Infos und schnellere Rechner

Anders auf eingebetteten Systemen; hier müssen Linux-Kernel meist so wenig Ballast wie möglich mitbringen. Auch für Linux-Distributionen, die oft mehrere verschiedene Kernel erstellen müssen, ist es mühsam, jedes Mal die Konfigurationsdatei durchzugehen. Ein angepasster Kernel ist hingegen schneller kompiliert, auch wenn Kernel-Entwickler Greg Kroah-Hartman darauf hinweist, dass sein herkömmlicher Laptop den gesamten Kernel in etwa 20 Minuten kompiliere.

Zwar gibt es den Befehl make oldconfig, bei dem die bestehende Konfigurationsdatei für eine neuere Kernel-Version übernommen wird. Wegen unzureichender Informationen in den Treibern muss sich Delvare nach eigenen Angaben mit Fragen herumschlagen, die oft irrelevant sind.

Delvare schlägt vor, dem jeweiligen Treiber-Code zumindest mehr COMPILE_TEST-Abhängigkeiten hinzuzufügen, die die benötige Architektur des Treiber ausweisen. Außerdem sollten die Abhängigkeiten in Kconfig klarer definiert werden. Der Fedora-Entwickler Josh Boyer pflichtet ihm ebenso bei wie Kroah-Hartman, der allerdings auch empfiehlt, schnellere Rechner fürs Kompilieren zu besorgen.


eye home zur Startseite
Mikrotherion 16. Apr 2014

Ich hatte noch nie ein Problem mit den proprietären NVidia-Treibern, obwohl ich meine...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Media-Saturn E-Business Concepts & Services GmbH, Ingolstadt
  2. DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Oberpfaffenhofen bei München
  3. T-Systems International GmbH, Bonn
  4. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Folgen Sie uns
       


  1. International E-Sport Federation

    Alibaba steckt 150 Millionen US-Dollar in E-Sport

  2. Kartendienst

    Daimler-Entwickler Herrtwich übernimmt Auto-Bereich von Here

  3. Killerspiel-Debatte

    ProSieben Maxx stoppt Übertragungen von Counter-Strike

  4. Mehr Breitband für mich (MBfm)

    Telekom-FTTH kostet über 250.000 Euro

  5. Zuckerbergs Plan geht auf

    Facebook strotzt vor Kraft und Geld

  6. Headlander im Kurztest

    Galaktisches Abenteuer mit Köpfchen

  7. Industrie- und Handelskammern

    1&1 Versatel bekommt Großauftrag für Glasfaser

  8. Chakracore

    Javascript-Engine von Edge-Browser läuft auf OS X und Linux

  9. Kinderroboter Myon

    Einauge lernt, Einauge hat Körper

  10. Passwort Manager

    Lastpass behebt kritische Lücke



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Huawei Matebook im Test: Guter Laptop-Ersatz mit zu starker Konkurrenz
Huawei Matebook im Test
Guter Laptop-Ersatz mit zu starker Konkurrenz
  1. Netze Huawei steigert Umsatz stark
  2. Huawei Österreich führt Hybridtechnik ein
  3. Huawei Deutsche Telekom testet LTE-V auf der A9

Xiaomi Mi Band 2 im Hands on: Fitness-Preisbrecher mit Hack-App
Xiaomi Mi Band 2 im Hands on
Fitness-Preisbrecher mit Hack-App
  1. Xiaomi Hugo Barra verkündet Premium-Smartphone
  2. Redmi 3S Xiaomis neues Smartphone kostet umgerechnet 95 Euro
  3. Mi Band 2 Xiaomis neues Fitness-Armband mit Pulsmesser kostet 20 Euro

Amoklauf in München: De Maizière reanimiert Killerspiel-Debatte
Amoklauf in München
De Maizière reanimiert Killerspiel-Debatte

  1. Re: Abgesoffen vs. überstrahlt

    David64Bit | 18:23

  2. Re: Warum sollte die Telekom so einen...

    taig | 18:23

  3. Re: jede firma, die noch im profisport...

    Rulf | 18:23

  4. "Der Preis dürfte viele Fotografen allerdings...

    DebianFan | 18:23

  5. Re: Faszinierend

    henryanki | 18:23


  1. 17:23

  2. 15:58

  3. 15:42

  4. 15:31

  5. 14:42

  6. 14:00

  7. 12:37

  8. 12:29


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel