Hersteller mobiler Geräte haben ihr Engagement am Linux-Kernel mehr als verdoppelt.
Hersteller mobiler Geräte haben ihr Engagement am Linux-Kernel mehr als verdoppelt. (Bild: M.Zibelius/CC-BY 3.0)

Linux Doppelt so viele Codebeiträge von Mobilgeräteherstellern

Die Hersteller von mobilen Geräten und eingebetteten Systemen haben im vergangenen Jahr zum Linux-Kernel mehr als doppelt so viel Code beigetragen wie zuvor. Das geht aus dem jährlichen Bericht der Linux Foundation hervor. Außerdem will IBM etwa 1 Milliarde US-Dollar in die Kernel-Entwicklung stecken.

Anzeige

Etwa 11 Prozent der Änderungen an Linux 3.2 bis 3.10 stammen von den Herstellern mobiler Geräte und eingebetteter Systeme. Zu den Beitragenden gehören vor allem Samsung und Texas Instruments sowie der Herstellerzusammenschluss Linaro. Im Vorjahr waren es noch etwa 4,4 Prozent. Auch Google hat sein Engagement deutlich gesteigert. Das hat die Linux Foundation in ihrem jährlichen Bericht zur Linux-Entwicklung festgestellt. Insgesamt stieg die Anzahl der Unternehmen, die an der Linux-Entwicklung beteiligt sind, von 191 in Linux 3.0 auf 243 in Linux 3.10.

Die Statistik der Linux Foundation erfasst auch, wie viele Beiträge die Angestellten einer Firma leisten. Dabei werden die E-Mail-Adressen der Entwickler erfasst. Diese Liste führen mit 13,6 Prozent die Entwickler an, die keinem Unternehmen zugeordnet werden können. Danach folgt Red Hat mit 10,2 Prozent, Intel steht an dritter Stelle mit 8,8 Prozent. An vierter Stelle folgt Texas Instruments mit 4,1 Prozent. Samsung und Google sind erstmals unter den ersten 11 mit 2,6 respektive 2,4 Prozent.

Viel Code von Unabhängigen

Die Statistik der Beiträge einzelner Entwickler führt H. Hartley Sweeten mit 2.107 Änderungen (2,3 Prozent) an. Er kümmert sich um das Comdi-Framework für das Linux Control and Measurement Device Interface, über das Messhardware mit dem Linux-Kernel kommunizieren kann. In Linux 3.6 reifte der Code so weit, dass er in den Hauptzweig des Kernels aufgenommen werden konnte.

Ihm folgt Mark Brown mit 1.418 Patches (1,5 Prozent), der für das Audo-Subsystem verantwortlich ist. Ihm folgt Al Viro mit 1.311 Patches (1,4 Prozent). Viro entwickelt für zahlreiche Kernkomponenten des Kernels, darunter das virtuelle Dateisystem VFS oder das Powermanagement-Framework. An vierter Stelle liegt Axel Lin mit 1,2 Prozent und 1.078 Patches. Er arbeitet unter anderem an dem Subsystem für Memory Technology Devices. Insgesamt stieg die Anzahl der unabhängigen Entwickler von 1.131 auf 1.392.

Die Statistik des sogenannten Sign-off-Codes sieht ein wenig anders aus. Dabei zählt die Linux Foundation die Patches, die eingereicht wurden, also teilweise durch die Hände Dritter in den Linux-Kernel gelangen. Hier liegt Red Hat abermals mit 25,7 Prozent vorne, gefolgt von der Linux Foundation mit 12 Prozent. Für die Linux Foundation arbeiten beispielsweise Linus Torvalds und Greg Kroah-Hartman. Torvalds' eigene Beiträge sanken jedoch auf 0,7 Prozent, da er mehr organisatorische Arbeit übernommen hat. Intel liegt mit 9,1 Prozent auf Platz drei, vor allem wegen der Treiber für seine eigene Plattform. Google hat sich mit 5,8 Prozent an die vierte Stelle gesetzt. Suse leistet mit 4,1 Prozent weiterhin seinen Beitrag auf Platz 6, gefolgt von Samsung mit 3,4 Prozent.

1 Milliarde US-Dollar für Linux

IBM will in den nächsten Jahren etwa eine Milliarde US-Dollar in eine sogenannte Entwicklungscloud investieren. Die Virtualisierungsumgebung soll auf seinen eigenen Power-Servern unter Linux laufen. Dort sollen Kunden ihre Linux-Anwendungen testen können. Außerdem will IBM in Informationszentren und Workshops investieren, in denen Kunden mehr über IBMs Entwicklungsumgebung und den Einsatz von Linux erfahren können.


tanren 20. Sep 2013

Warum ist das peinlich und warum sollten sie überhaupt in den Top10 sein? Sollen sie...

bstea 20. Sep 2013

Da hatte wohl jemand Humor.

ein... 19. Sep 2013

Win 8 hat also eine Linux-Kernel? *scnr* Ich würde es so definieren: Alle Geräte die...

George99 19. Sep 2013

Und was sagt dir die Kernel-Version? Meine Linux-Distri läuft mit einem 2.6.32-Kernel...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Projektmanager/-in Systemgestaltung im Arbeitsgebiet Business Intelligence
    Daimler AG, Sindelfingen
  2. Testingenieur (m/w)
    MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Neutraubling, Regensburg
  3. PreMaster (m/w) im Bereich Applikation
    Robert Bosch GmbH, Schwieberdingen
  4. BI Software Engineer (m/w)
    Wacker Chemie AG, München

 

Detailsuche


Blu-ray-Angebote
  1. NEU: Planes + Planes 2 Doppelpack [Blu-ray]
    9,97€
  2. Steelbooks zum Aktionspreis
    (u. a. Spider-Man Trilogie 17,99€, The Dark Knight 11,97€, Batman Begins 11,97€)
  3. 4 Blu-rays für 30 EUR
    (u. a. Grand Budapest Hotel, American History X, Heat, Sieben, Sherlock Holmes, Cloud Atlas)

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Crowdfunding

    Jugend programmiert auf Kickstarter

  2. App Home

    Apple soll mit iOS 9 voll auf Heimautomation setzen

  3. Apple Watch

    Pulsmesser funktioniert nach Update nicht mehr korrekt

  4. HUK-Coburg

    Autoversicherung will Fahrverhalten bei Tarifen berücksichtigen

  5. Unsensible Verschlagwortung

    Flickr sorgt mit Automatik-Tags für Aufregung

  6. BND-Chef Schindler

    "Wir sind abhängig von der NSA"

  7. Electronic Arts

    Neustart für Need for Speed

  8. Spionage

    NSA wollte Android-App-Stores für Ausspähungen nutzen

  9. Massive Ausfälle

    Apples iCloud verdunkelt sich

  10. Large Hadron Collider

    Sie kollidieren wieder - fast mit voller Wucht



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



BND-Selektorenaffäre: Die stille Löschaktion des W. O.
BND-Selektorenaffäre
Die stille Löschaktion des W. O.
  1. NSA Streit um Selektoren-Liste zwischen Gabriel und Steinmeier
  2. Überwachung Kongress will NSA-Bespitzelung in den USA einschränken
  3. BND-Affäre Wikileaks veröffentlicht Protokolle des NSA-Ausschusses

SSD HyperX Predator im Test: Kingstons Mischung ist gelungen
SSD HyperX Predator im Test
Kingstons Mischung ist gelungen
  1. Z-Drive 6300 Neue SSD bietet bis zu 6,4 TByte Speicherplatz
  2. Crucial BX100 und MX200 im Test Mehr SSD pro Euro gibt's derzeit nicht
  3. Plextor M6e Black Edition im Kurztest Auch eine günstige SSD kann teuer erkauft sein

Apps für Googles Cardboard: Her mit der Pappe!
Apps für Googles Cardboard
Her mit der Pappe!
  1. Game of Thrones Auf der Mauer weht ein eisiger Wind
  2. VR im Journalismus So nah, dass es fast wehtut
  3. Deep angespielt "Atme tief ein und tauche durch die virtuelle Welt"

  1. Schon lange bei Car2go und DriveNow

    Dikus | 10:29

  2. Re: Schmarrn

    dabbes | 10:28

  3. Re: FFW angehöhrige werden bestraft

    Prinzeumel | 10:28

  4. Re: Bevor der Shitstorm losgeht ...

    raiden089 | 10:28

  5. keine (großen) Probleme mit ATI hier

    Katsuragi | 10:27


  1. 10:28

  2. 09:54

  3. 09:15

  4. 09:01

  5. 08:50

  6. 20:18

  7. 18:39

  8. 17:48


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel