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Das Entwicklungsschema von Opensuse-Factory
Das Entwicklungsschema von Opensuse-Factory (Bild: Opensuse)

Linux-Distributionen: Ein Puzzlespiel mit Tausenden Teilen

Das Zusammenstellen einer Linux-Distribution ist ein sehr komplexes Unterfangen. Über die Vorgehensweise und die Probleme bei Opensuse hat Golem.de mit Release-Manager Stephan Kulow und Open-Build-Service-Entwickler Hendrik Vogelsang gesprochen.

Bei technischen Fragen bei der Entwicklung von Opensuse hat Stephan Kulow das letzte Wort. Der Release-Manager ist für die Veröffentlichungen von neuen Versionen verantwortlich und betreut den Entwicklungszweig Factory. "Integration-Engineer" nennt er sich selbst. Golem.de hat er auf der Opensuse-Konferenz in Prag erklärt, warum sein Job ziemlich schwer ist.

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Ein Puzzle mit vielen kleinen Teilen

Eine Linux-Distribution besteht aus Tausenden einzelnen Softwarepaketen. Die Hauptaufgabe von Kulow besteht darin, dieses Puzzle richtig zusammenzusetzen beziehungsweise die dazu notwendige Arbeit zu koordinieren. Theoretisch hat jedes Paket einen Betreuer, sogenannte Maintainer, die sich um das Kompilieren des Quellcodes und das Bauen des Pakets kümmern.

Fertige Pakete werden von den Betreuern dann in den Entwicklungszweig Factory eingepflegt, um die Distribution zusammenzubauen. Aus dem Factory-Zweig werden derzeit im Rhythmus von acht Monaten die stabilen Opensuse-Versionen abgezweigt.

Doch erst nach dem Einreichen der Pakete merkt Kulow meist, ob alles in Ordnung ist oder eben nicht. Im Zusammenspiel verschiedener Pakete können unerwartete Fehler auftreten, die verhindern, "dass ein Paket baut". Die Fehler versucht Kulow, zusammen mit einem kleinen Team zu beheben. Bei schwierigen Fehlern, für die der Quellcode näher betrachtet werden muss, verweist Kulow die Pakete zurück an die Betreuer.

Software wird notfalls rausgeworfen

Es kann aber auch vorkommen, dass sich die Betreuer nicht mehr um die Pakete kümmern können, etwa weil sie nicht mehr genügend Zeit dazu haben - oder weil sich ihre Interessen verlagern. Auf einer entsprechenden Mailingliste sucht das Opensuse-Projekt dann nach einem neuen Betreuer. Findet sich dieser nicht, bleibt nichts anderes übrig, als das Paket aus der Distribution zu entfernen.

Dieser Fall tritt aber vergleichsweise selten ein. Bei den meisten Paketen, etwa bei jenen für Gnome oder KDE, gibt es ein Betreuerteam, dessen Mitglieder sich die Verantwortung und auch die Arbeit teilen. Wenn zum Beispiel einer der Betreuer im Urlaub ist, können die anderen seine Arbeit übernehmen. Gibt es hingegen nur einen, kann es vorkommen, dass das Paket "ein paar Wochen liegenbleibt".

Der Open-Build-Service als Hilfe 

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peacemaker 25. Okt 2012

Ach so. Wie wertvoll ist Luft für Dich? Oder Sonnenlicht? ;)



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