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Fedora 22 ist erschienen.
Fedora 22 ist erschienen. (Bild: Fedora Project - CC-BY SA)

Linux-Distribution: Fedora 22 ist ein Release für Admins

Fedora 22 ist erschienen.
Fedora 22 ist erschienen. (Bild: Fedora Project - CC-BY SA)

Fedora 22 bietet zwar einige Neuerungen für Desktop-Nutzer, mit der neuen Paketverwaltung und XFS als Standard müssen sich jedoch vor allem Admins umgewöhnen. Das Team bietet zudem Werkzeuge, die die Arbeit erleichtern sollen, aber auch neue Herausforderungen schaffen.

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Ende des vergangenen Jahres erschien Fedora erstmals in der Produktaufteilung Cloud, Server und Workstation. Mit der nun veröffentlichten Version 22 baut das Team der Linux-Distribution hauptsächlich auf den damit eingeführten Änderungen auf, sodass die neue Veröffentlichung nicht radikal anders ist. Die vorhandenen Neuerungen sind dennoch so umfangreich, dass sich Administratoren wohl erst umgewöhnen müssen.

Dateisystem und Paketverwaltung

So verwendet die Server-Variante der Community-Distribution nun genauso wie die Enterprise-Distro von Red Hat das Dateisystem XFS als Standard. Lediglich das Verzeichnis /boot wird aus technischen Gründen noch auf eine Ext4-Partition installiert. Dies gilt alllerdings nur für Neuinstallationen, bei einem Upgrade wird der Wechsel auf XFS nicht zwangsweise vollzogen.

Das Standarddateisystem XFS können die Fedora-Anwender problemlos vermeiden. Mit der neuen Paketverwaltung müssen sie sich aber auf jeden Fall auseinandersetzen. Denn das seit mehr als drei Jahren in Entwicklung befindliche Dandified Yum (DNF) ersetzt das veraltete Yum. GUI-Nutzer sollten davon nichts mitbekommen, für die Paketverwaltung auf der Kommandozeile ändern sich aber einige Details.

Am auffälligsten dabei ist der neue Befehl dnf. Aufrufe von yum werden mit einem entsprechenden Hinweis auf das neue Werkzeug umgeleitet. Zwar hat das Team versucht, die Befehle der Kommandozeile so weit wie möglich zu bewahren. Das Verhalten unterscheidet sich dennoch in Kleinigkeiten, was für Skripte oder Drittanwendungen Probleme verursachen könnte. Deshalb steht eine detaillierte Auflistung dieser Unterschiede zur Verfügung. Das alte Yum kann aber weiterhin benutzt werden, der Befehl lautet allerdings yum-deprecated.

Der Ersatz für Yum ist notwendig geworden, weil dieses Python 2 verwendet, die APIs schlecht dokumentiert sind und der Algorithmus zur Auflösung der Abhängigkeiten als kaputt angesehen wird. Für letzteres greift DNF auf die ursprünglich aus Opensuse stammende Bibliothek Libsolv zurück.

Cloud-Abbilder auch für Vagrant

Für die Cloud-Abbilder stellt das Fedora-Team vor allem Aktualisierungen bereit, etwa für Docker oder den sogenannten Atomic Host. Um die Arbeit mit letzterem zu vereinfachen, kann nun eine Anwendung genutzt werden, die Atomic heißt. Mit der analog zum System benannten Software lassen sich sowohl das System selbst als auch darauf verwendete Docker-Container einfacher verwalten.

Außerdem stehen nun offizielle VirtualBox- sowie KVM-Abbilder für den Einsatz in Umgebungen mit Vagrant bereit. Mit diesem Angebot setzen die Verantwortlich eine oft von der Community angebrachte Forderung um. Zudem steht nun auch Vagrant selbst in den Paketarchiven bereit, sodass das Werkzeug auch für eigene Virtualisierungen genutzt werden kann.

Aktuelle Desktops

Als Standardoberfläche nutzt Fedora das vor etwa zwei Monaten veröffentlichte Gnome 3.16. In diesem ist die zuvor eingesetzte Nachrichtenleiste durch ein Pop-up-Fenster ersetzt worden, das zentral in der oberen Leiste der Gnome-Shell angeordnet ist. Dadurch wird der Umgang mit der Oberfläche wesentlich konsistenter.

Alternativ kann aber auch die KDE-Oberfläche verwendet werden. Wie bereits bei Kubuntu oder Opensuse Tumbleweed wird nun aber die neue Generation der Arbeitsflächen angeboten: Plasma 5. An der grundlegenden Nutzerführung ändert sich damit nichts. Der Wechsel auf Qt5 bei KDE ist abgesehen von den Arbeiten an den Bibliotheken vor allem mit einigen optischen Verbesserungen durch das Theme Breeze verbunden.

Programmierer, die Fedora als Hauptsystem einsetzen, können die GNU Compiler Collection 5.1 zum Erstellen ihrer Software benutzen. Neu in den Paketarchiven ist zudem die freie Suchmaschine Elasticsearch, die von freien Projekten wie Mozilla oder der Wikimedia eingesetzt wird.

Weitere Details zu Fedora 22 liefern die Ankündigung sowie die offiziellen Release-Notes. Die unterschiedlichen Abbilder stehen zum Download über die Projektserver bereit.


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xUser 27. Mai 2015

Damit hebel ich die Konfiguration aus. Mein Frage war eher, warum die Konfiguration...

Wahrheitssager 27. Mai 2015

Das ist nicht XFS spezifisch. Bei ext kannst du das auch so einstellen. Und man kann...

Seitan-Sushi-Fan 27. Mai 2015

In /boot sollte generell wenig rumgeschrieben werden. Da könnte man auch ext2 nutzen.



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