Linux-Desktops: Compiz wird nicht auf Wayland portiert
Compiz soll nicht für Wayland portiert werden. (Bild: Compiz-Projekt)

Linux-Desktops Compiz wird nicht auf Wayland portiert

Compiz soll nicht auf Wayland portiert werden. Das gab der Compiz-Entwickler Sam Spilsbury bekannt. Es werde lediglich Bugfixes für den Compositing Manager geben. Spilsbury sieht die Fragmentierung unter Linux als großes Problem.

Anzeige

Der Hauptentwickler des Compiz-Projekts Sam Spilsbury hat in seinem Blog betont, er werde Compiz nicht auf Wayland portieren. Auch eine Weiterentwicklung des Compositing Managers lehnt Spilsbury ab. Da Compiz aber noch häufig genutzt werde, solle es weiterhin Updates geben. In dem Blogpost beklagt Spilsbury die Fragmentierung von Software unter Linux. Sie erfordere einen zu großen technischen und personellen Aufwand.

Er sehe keinen Grund, eine weitere Compositing Engine und einen weiteren Window Manager für Wayland zu portieren, nur um wenige populäre Funktionen bereitzustellen, schreibt Spilsbury. Er könne es nicht verantworten, etwas zu entwickeln, was zur Fragmentierung beitragen würde und sogar zu unnötigen Auseinandersetzungen zwischen Entwicklern führen würde. Er rate auch jedem davon ab.

Ubuntu setzt noch auf Compiz

Wayland ist ein Protokoll, mit dem ein Compositing Manager mit Clients kommuniziert. Er kann als eigenständiger Displayserver auf die Kernel-Treiber zugreifen. Teil des Wayland-Projekts ist ein Compositor namens Weston, der als Referenz dient. Die erste stabile Version von Wayland wurde Ende Oktober 2012 veröffentlicht.

Compiz dient als Basis für den Unity-Desktop, den Canonical entwickelt hat und der vor allem bei Ubuntu zum Einsatz kommt. Canonical will allerdings langfristig auf Wayland setzen und hat als eine der ersten Linux-Distributionen seit Ende 2011 mehr oder minder funktionstüchtige Entwicklerversionen von Wayland bereitgestellt.

Nie vollendete Kunstwerke

Freie Software sei jedoch nie ganz fertig, ein niemals vollendetes Kunstwerk, schreibt Spilsbury. Wenn ein Maintainer weiterziehe, gebe es andere, die an dem Kunstwerk arbeiteten oder Teile davon für andere Projekte verwendeten. Er befürworte deshalb, die Funktionen, die den Anwendern gefallen, in bestehenden Projekten umzusetzen.

Die Fragmentierung unter Linux sei ein großes Problem, schreibt der ehemalige Ubuntu-Angestellte Spilsbury. Dort würden Entwickler oft nicht nur "das Rad in verschiedenen Versionen neu erfinden, sondern gleich das ganze Auto dazu." Das sei keine Stärke von freier Software. Er könne aus Erfahrung sagen, dass Fragmentierung zu viele personelle Ressourcen binde und damit Innovationen verhindere. "Ich glaube, dass wir gegenwärtig zu sehr miteinander wetteifern und deshalb zu ineffizient sind."


dakira 09. Jan 2013

Was bist du denn für ein Vogel? Haste gerade deinen ersten xkcd-comic gelesen? Wie oben...

PyCoder 08. Jan 2013

Sowas machste in wenigen Zeilen mittels PyQt und Phonon ;)

PyCoder 08. Jan 2013

Compiz ist doch schon länger tot... Vorallem da die grossen Desktops mit KWin oder Mutter...

Fairy Tail 08. Jan 2013

Wieso? Was ist an guter Konfigurierbarkeit schlecht? Nie ausprobiert, huh? Starre...

Wahrheitssager 08. Jan 2013

Gibt doch mit KWin, XFWM4, e17 und vielen anderen genügend alternativen. Zudem wirds...

Kommentieren



Anzeige

  1. Softwareentwickler / -innen .NET
    Dataport, Hamburg
  2. Mitarbeiter (m/w) für die Implementierung von Softwarelösungen
    DAN Produkte Pflegedokumentation GmbH, Siegen
  3. Anwendungsentwickler (m/w) Meldewesen
    Aareal Bank AG, Wiesbaden
  4. Produktmanager Digital (m/w)
    Commerz Finanz GmbH, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. SEO

    Google entfernt Autorenhinweise in Suchergebnissen

  2. ARD.connect

    HbbTV-Angebote über Smartphone oder Tablet steuern

  3. Administrationswerkzeug

    HPs Oneview wird auf Racks, Tower und Netzwerk erweitert

  4. Ortsnetze

    Telekom startet Vectoring für 200.000 Haushalte

  5. HP Proliant DL160 und 180

    Mit neuen Einstiegsservern gegen Huawei und Supermicro

  6. Zoff in Wikipedia

    Foundation lenkt im Streit mit deutscher Community ein

  7. Olympus Pen E-PL7

    Systemkamera für Selfies

  8. Virtual Reality

    Leap Motion setzt auf Hände und Augen

  9. KDE

    Plasma Active auf Frameworks 5 portiert

  10. Urheberrecht

    E-Book-Anbieter dürfen Weiterverkauf von Dateien untersagen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



IPv6: Der holprige Weg zu neuen IP-Adressen
IPv6
Der holprige Weg zu neuen IP-Adressen
  1. Containerverwaltung Docker 1.2 erlaubt Regelung von Containerneustarts
  2. Stellenanzeige Facebook will Linux-Netzwerkstack wie in FreeBSD
  3. Für Azure Microsoft gehen US-IPv4-Adressen aus

Formel E: Motorsport zum Zuhören
Formel E
Motorsport zum Zuhören

Raspberry B+ im Test: Sparsamer Nachfolger für mehr Bastelspaß
Raspberry B+ im Test
Sparsamer Nachfolger für mehr Bastelspaß
  1. Erweiterungsplatinen Der Raspberry Pi bekommt Hüte
  2. Odroid W Raspberry Pi-Klon für Fortgeschrittene
  3. Eric Anholt Langsamer Fortschritt bei Raspberry-Pi-Grafiktreiber

    •  / 
    Zum Artikel