Linux Community: Canonical löst Shitstorm aus
Die Linux-Community ist über Canonicals Mir-Projekt verärgert. (Bild: Canonical)

Linux Community Canonical löst Shitstorm aus

Mit seinem Mir-Projekt hat Canonical weite Teile der Linux-Gemeinde in Aufruhr versetzt: KDE-Entwickler kritisieren Canonicals Pläne für Ubuntu scharf, der Compiz-Entwickler kündigt die Zusammenarbeit mit Canonical auf und Mark Shuttleworth schimpft zurück.

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Canonical sieht sich Kritik von mehreren Seiten der Linux Community ausgesetzt, inzwischen auch aus dem KDE-Projekt. Prominente KDE-Entwickler wie Aaron Seigo und Martin Gräßlin schimpfen über Canonicals Pläne für Ubuntu Touch und die Entwicklung des eigenen Displayservers Mir. Sie kritisieren Canonicals Alleingang und befürchten, dass andere Linux-Projekte aus Ubuntu ausgeschlossen werden könnten. Wayland-Entwickler hatten sich bereits über Canonicals Begründung geärgert, die für den Wechsel von Wayland auf Mir angegeben wurde.

Canonicals Hauptargument für die Entwicklung seines Displayservers Mir, für Ubuntu Touch und den neuen Unity-Next-Desktop auf Basis von Qt5 und QML ist die Fokussierung verschiedener Techniken, so dass Ubuntu nahtlos auf allen Plattformen und Geräten läuft.

"Canonicals hochtrabende Pläne"

Damit wolle Canonical eine weitere komplette Infrastruktur erschaffen, die mit bestehenden Projekten wie etwa KDE und Wayland konkurrieren wolle, schreibt Aaron Seigo, Initiator des Plasma-Desktops. Statt mit anderen Projekten zu kooperieren, wolle Canonical ein geschlossenes System schaffen und aus der Linux-Community ausscheren. Denn Canonical könne künftig selbst bestimmen, welche freie Software unter Ubuntu laufen solle, so Seigos Befürchtung.

Er habe sich den gegenwärtigen Stand der Entwicklung von Mir und Unity angesehen und habe kaum neuen Code, sondern nur To-dos mit hochtrabenden Plänen entdeckt, schreibt Seigo weiter. Canonical sei bereits in der Vergangenheit durch seine unstete Entwicklung aufgefallen. Erst vor zwei Jahren habe sich Canonical zu Gnome bekannt und gleichzeitig auf Qt gesetzt, damals mit dem Argument, Ubuntu wolle die Vielfältigkeit und Komplexität der Software aus der Linux-Community unterstützen.

Dass Canonical mehrfach neue Konzepte ausprobiert habe, sei an sich nicht verwerflich, schreibt Seigo. Es sei Teil eines legitimen kreativen Prozesses. Allerdings widerspreche die Realität der Aussage Canonicals, Ubuntu stehe für Beständigkeit.

Hinter verschlossenen Türen 

masteredu 12. Apr 2013

elementary, und sonst NICHTS, OK? Sonst schafft es keine andere Linux Distribution...

posix 12. Mär 2013

Die Äusserung der freien Meinung ist also verboten? Wer jahrelang nur erfolglosen Murks...

Seitan-Sushi-Fan 11. Mär 2013

Unsinn. Canonical hat NVidia kontaktiert, in der Hoffnung, dass es irgendwann mal die...

Ivy_Lego 11. Mär 2013

Vielleicht ist die Entwicklung für den Einen oder Anderen ein Anlaß, sich mal Fedora...

Tapirleader 11. Mär 2013

Ein neues Unternehmen wird nicht benötigt. Canonical soll einfach den Shuttleworth...

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