Ballooning für Hyper-V
Für AArch64 gibt es weitere Verbesserungen. Der 64-Bit-Code für ARM-CPUs erhält zumindest erste Änderungen für eine künftige Unterstützung durch die Kernel Virtual Machine (KVM). Microsofts Hyper-V-Treiber kann künftig mit Ballooning umgehen. Das soll die Nutzung des Arbeitsspeichers durch unter Linux virtualisierte Windows-Systeme optimieren.
Besseres Dateisystem für Flashspeicher
Linux 3.8 unterstützt erstmals das von Samsung für Flash-Datenträger entwickelte Dateisystem F2fs (Flash-Friendly File System). Es lässt sich auf Speichermedien nutzen, die ein Flash Translation Layer (FTL) verwenden, etwa SSDs, USB-Sticks oder Speicherkarten. Mit FTL kann ein Datenträger als SSD angesprochen werden. Außerdem beschreibt FTL Speichermedien gleichmäßig und sorgt so für eine längere Lebensdauer.
Zu den weiteren Neuerungen gehört eine Datenverifizierung im Dateisystem XFS. Btrfs erhält die als Replace bezeichnete Funktion, mit der Daten zügiger von einem Medium auf ein anderes übertragen werden können. Außerdem kann Btrfs mehrere CPUs nutzen und die Latenzen wurden bei Fsync verringert. Sowohl Ext4 als auch Tmpfs nutzen Lseek, bei dem etwa leere Bereiche von Sparse-Dateien erkannt werden, was beispielsweise den Speicherbedarf bei Backups verringert. Die dazu verwendeten Optionen SEEK_HOLE und SEEK_DATA wurden erstmals von ZFS-Entwicklern umgesetzt.
Sicherheit durch File-Discriptor
In Chrome OS sollen aus Sicherheitsgründen Kernel-Module nur dann geladen werden, wenn sie sich auf der verschlüsselten Root-Partition befinden. Gegenwärtig bietet der Aufruf init_module keine Möglichkeit, die Herkunft des Moduls zu verifizieren. Eine Prüfung per Signatur ist zu langsam, deshalb reichte Kees Cook einen Patch ein, der einen neuen Syscall einführt. Über einen File Discriptor kann damit beispielsweise der Ursprung der Datei verifiziert werden.
Der Code des Linux Control and Device Interface (Comedi) wurde ebenso deutlich entschlackt wie der USB-Stack, dessen EHCI-Treiber überarbeitet wurde. Das unter Windows 8 verwendete Multitouch-Protokoll wurde in Linux 3.8 umgesetzt.
DRM für Tegras
Für den Tegra 2 und den Tegra 3 gibt es ein DR-Modul (Direct Rendering Module) und somit erste Treiber für deren GPUs. Zwar bleibt der 3D-Blob noch Closed Source, aber immerhin gibt es jetzt 2D-Funktionen und Unterstützung für HDMI. Neben einigen kleinen Verbesserungen bringt der aktuelle Nouveau-Treiber Z-Kompressionen für GPUs von Nvidia. Außerdem werden Nvidias GK106-Chips unterstützt.
Der aktuelle Linux-Kernel 3.8 ist als Quellcode von der Webseite kernel.org erhältlich. Einen Überblick über alle Änderungen bietet kernelnewbies.org. Dort gibt es auch eine ausführliche Liste aller neuen Treiber.
| Linux 3.8: Ende für die 386er |






*hüstel* Wofür die CPUs suchen, sind nicht unbedingt Systeme, auf die man leichtfertig...
Alles was mit Hardware zutun hat ist zu 100% Kernelsache. Was die Entwickler der Distris...
Vermutlich ist das 386er Board performanter als die Onboard 680x0 CPU. Aber Bridgekarte...
n.T.
"Durch Linux virtualisierte Windows-Systeme" ist doch falsch, oder? Denn wenn die Hyper-V...
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