Linux 3.8: Code für i386 wird ausgemistet
Die Kernel-Entwickler misten Code in Linux 3.8 aus. (Bild: Giuseppe Zibordi, Michael Van Woert, Noaa Nesdis, ORA)

Linux 3.8 Code für i386 wird ausgemistet

Der Linux-Kernel 3.8 wird keine Prozessoren der 386er-DX- oder -SX-Klasse mehr unterstützen. Der Code wurde entfernt. Insgesamt sind bereits 3.800 Änderungen von Linus Torvalds aus dem Linux-Next-Zweig übernommen worden. Dort liegen so viele Änderungen wie noch nie.

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Nur wenige Tage nach der Freigabe von Linux 3.7 hat Linus Torvalds begonnen, die Änderungen für den nächsten Linux-Kernel 3.8 abzusegnen. Es sollten mehr Commits sein als je zuvor, schreibt der Maintainer des Code-Zweigs linux-next Stephen Rothwell. Torvalds will spätestens am 24. Dezember 2012 das Merge-Fenster für Linux 3.8 schließen. Die Unterstützung für 386-Prozessoren wurde bereits entfernt. Die Entscheidung war auf dem Linux-Summit 2012 diskutiert worden.

Linux 3.8 wird künftig auf Rechnern mit CPUs der 386er-DX- oder -SX-Klasse nicht mehr laufen. Kernel-Hacker Ingo Molnar hat die Änderungen eingereicht, nicht ohne augenzwinkernd darauf hinzuweisen, dass damit 386-DX33-Rechner von 1991 nicht mehr mit einem aktuellen Linux-Kernel laufen werden. Torvalds zeigte sich unerbittlich und übernahm die Änderungen, die aus 56 Einfügungen und 425 Entfernungen bestehen. Tatsächlich erleichtert dieser Schritt die Arbeit der Kernel-Entwickler enorm, denn Änderungen am SMP-Code mussten auch immer an den 386-Code angepasst werden.

Torvalds schlägt indes vor, auch das Entfernen der FPU-Emulation zumindest in Erwägung zu ziehen.

CPU0 mit Hotplugging

Zu den neu unterstützten CPUs gehört unter anderem auch Samsungs Exynos 5440 mit Cortex-A15-Kernen, der in Samsungs nächstem großem Smartphone Galaxy S4 zum Einsatz kommen soll. Außerdem lässt sich Linux 3.8 mit den SoCs BCM281XX von Broadcom und A1X von Allwinner nutzen.

Durch Änderungen im x86-Code kann künftig auch die CPU0, die zum Start des Betriebssystems benötigt wurde, im laufenden Betrieb ein- und ausgeschaltet werden (Hotplugging).

Der Code des Linux Control and Device Interface (Comedi) wurde ebenso deutlich entschlackt wie der USB-Stack, dessen EHCI-Treiber überarbeitet wurde.

Virtualisierung

Für AArch64 gibt es weitere Verbesserungen. Der 64-Bit-Code für ARM-CPUs erhält zumindest erste Änderungen für die eine künftige Unterstützung durch die Kernel Virtual Machine (KVM). Microsofts Hyper-V-Treiber kann künftig mit Ballooning umgehen. Das soll die Nutzung des Arbeitsspeichers durch unter Linux virtualisierte Windows-Systeme optimieren.

Das Devfreq-Subsystem kann Hardware in den Idle- oder Suspended-Modus unabhängig vom restlichen System versetzen, sofern die Geräte das unterstützen.

Zu den weiteren Neuerungen gehört eine Datenverifizierung im Dateisystem XFS. Außerdem können Anwendungen über die Schnittstellen Mmap und SysV IPC die Größe der angeforderten Hugemaps im Arbeitsspeicher selbst bestimmen.


Granini 14. Dez 2012

CD muss nicht viel heißen. Ich habe auch schon 286er mit CD-Laufwerk gesehen. :-D

Kaiser Ming 14. Dez 2012

geht aber

nobs 14. Dez 2012

Lass uns Linux auf Z80 portieren! ;) 'jetzt erst recht'

bitshift 14. Dez 2012

Gibt es schon, Beispiel 468SX (also ohne FPU): http://bifferos.co.uk/ Es gibt wohl auch...

Anonymer Nutzer 13. Dez 2012

So langsam waren die Dinger garnicht, wenn man mal vergleicht, dass bei dauerndem...

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