Linux 3.4 hat bessere Grafikkartenunterstützung und ein 32-Bit-ABI.
Linux 3.4 hat bessere Grafikkartenunterstützung und ein 32-Bit-ABI. (Bild: Giuseppe Zibordi/gemeinfrei)

Linux 3.4 Bessere Grafikunterstützung und neues x32-ABI

Linus Torvalds hat den Linux-Kernel 3.4 freigegeben. Die meisten Änderungen betreffen das Dateisystem Btrfs, das allerdings den Status "experimentell" behält. Neue Funktionen und Treiber für Grafikkarten gibt es ebenfalls.

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Mit zahlreichen Verbesserungen an diversen Grafikkartentreibern sowie am Btrfs-Dateisystem hat Linus Torvalds Linux 3.4 freigegeben. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören das x32-ABI, zahlreiche Verbesserungen am Btrfs-Dateisystem sowie neue Funktionen für Grafikkarten.

x32-ABI für schnellere Anwendungen

Ein neues 32-Bit-ABI soll langfristig den bisherigen 32-Bit-Kompatibilitätsmodus ergänzen und ist in einer ersten, aber noch unfertigen Version in Linux 3.4 aufgenommen worden. Damit sollen 32-Bit-Anwendungen 64-Bit-Register nutzen können, aber dennoch nur mit 32-Bit-Pointern arbeiten und somit weniger Arbeitsspeicher belegen. Das soll vor allem für Embedded-Systeme von Vorteil sein. Allerdings können 32-Bit-Anwendungen nicht die Vorteile des 64-Bit-Modus nutzen, etwa mehr CPU-Register oder die schnelleren Syscall-Instruktionen.

Viel Grafisches

Die Nouveau-Treiber für Grafikkarten mit Nvidia-Chipsatz werden dessen aktuelle GPU mit dem Codenamen Kepler unterstützen, allerdings zunächst ohne 3D-Beschleunigung. Die Open-Source-Treiber für Grafikchipsätze von AMD funktionieren mit Radeon HD 7000.

Außerdem wurde der Code für die Exynos-Chipsätze, die in Samsungs mobilen Geräten zum Einsatz kommen, weiter verbessert, etwa mit der Unterstützung von HDMI-Audio. Auch der Code für die Poulso-Chipsätze von Intel erhielt einen Feinschliff. Sämtliche Direct-Rendering-Manager-Treiber können EDID-Informationen über den I2c schneller auslesen. Externe Firmware kann die bereitgestellten EDID-Informationen des Kernels aufheben. Außerdem bringt Linux 3.4 experimentelle Unterstützung für Intels GMA500-Medfield-Grafikchip, der für mobile Geräte gedacht ist.

Mit einer ersten Implementierung des Frameworks Prime/DMA-Buf soll der Datentausch zwischen verschiedenen Grafikkernen effizienter werden, etwa bei Hybrid-Grafiklösungen wie Optimus von Nvidia. Bislang ist allerdings lediglich das Framework vorhanden. Erst in Linux 3.5 sollen die Treiber Nouveau, i915, Udl, Exynos oder Omap Prime nutzen können. Auch in X.Org ist Prime noch nicht implementiert.

Viele Änderungen in Btrfs 

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