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Das bisschen Staub sollte eigentlich keine Ohrhörer stören, außer man nutzt Apples Lightning.
Das bisschen Staub sollte eigentlich keine Ohrhörer stören, außer man nutzt Apples Lightning. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Lightning-Audio im Praxistest: Wenn ein bisschen Staub den Anschluss lahmlegt

"Have yout tried turning it off and on again?" Nach einem Kabelbruch haben wir uns von einem Apple-Store-Verkäufer einen Lightning-Audio-Ohrhörer andrehen lassen. Schon bei geringer Staubbelastung zeigte sich, wie unzuverlässig Lightning verglichen mit dem Klinkenstecker ist.

Mit dem iPhone 7 hat Apple für die iOS-Welt vermutlich das Ende der Klinkenbuchse eingeleitet. Trotz aller Kritik. Abgeschafft wurde damit eine gewisse Redundanz, denn die Lightning-Buchse wurde schon lange als Audiobuchse verwendet, in Dockingstations, mit HDMI-Adaptern oder neuerdings als Klinkenersatz für unterwegs. Die Schnittstelle ist dementsprechend äußerst ausgereift und seit Jahren Bestandteil des Betriebssystems. In der Theorie jedenfalls, Apple musste allerdings schon Bugs beseitigen.

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Apple verkauft über seine Apple Stores bereits Lightning-kompatible Ohrhörer. Ein iPhone 7 ist dafür nicht zwingend notwendig, die neuen Ohrhörer funktionieren auch mit Altgeräten. Zwingend notwendig ist allerdings iOS 10. Ein Test mit iOS 9 funktionierte nicht, was Apple auch so sagt. Uns hat interessiert, wie sich die Buchse damit im direkten Vergleich mit der Klinkenbuchse macht.

  • Apple setzt auf zwei verdrehsichere Stecker: USB Typ C bei Macs und Lightning bei Ohrhörern. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Apple verzichtet bei der neuen Verpackung weitestgehend auf Kunststoff. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Außer dem Lightning-Anschluss gibt es sonst keine äußerlichen Unterschiede. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Lightning und Klinke am iPad Air. Die Fernbedienungen funktionieren immer. Die Audioausgabe beschränkt sich auf ein Gerät. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die kumulierte Menge an Staub, die wir aus dem iPhone holten. Danach änderte sich das Fehlerprofil. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Eine Klinkenbuchse würde von dieser Menge Staub nicht beeindruckt werden.  (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Unser Lightning-Debug-Kit. Die Taschenlampe brauchten wir, um besser in den Anschluss für die Makro-Aufnahmen zu leuchten und die Staubstellen zu erkennen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Wir entschuldigen uns für den nicht gerade appetitlichen Anblick, aber in einem iPhone sammelt sich einiges über die Jahre an. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Erst nach Abblenden und Perspektivenwechsel zu erkennen: Auf der rechten Seite stört noch etwas den Anschluss. Auch mit einer Nadel kamen wir nicht an diese Stelle. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Apple setzt auf zwei verdrehsichere Stecker: USB Typ C bei Macs und Lightning bei Ohrhörern. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)


In unserem Fall war der Kauf notwendig, denn unser alter Ohrhörer hatte einen Kabelbruch. Die Verkäuferin im Apple Store versprach uns, dass die Soundqualität mit Lightning-kompatiblen Ohrhörern deutlich zunehmen würde. Obwohl uns klar war, dass dieses Verkaufsargument Mumpitz ist, schlugen wir zu und nutzten die Gelegenheit herauszufinden, wie sich die neue alte Schnittstelle im Alltag bewährt.

Uns interessierte dabei vor allem, ob sich unsere frühe Analyse zum Klinkenverzicht beim iPhone 7 in der Praxis bestätigen würde oder alles nur halb so schlimm ist - oder alles sogar noch schlimmer ist als gedacht.

Uns interessiert die Mechanik

In erster Linie waren wir mechanisch an dem Anschluss interessiert und wollten wissen, wie er im Alltag gewohnte Handlungsmuster verändert, auf die wir schon seit dem iPhone 3G konditioniert wurden. Aber auch kleinere Dinge wie die Bedienbarkeit und die Frage, wie das Betriebssystem zwischen Klinke und Lightning unterscheidet, sind für uns spannend.

Mit dem angeblich besseren Ton haben wir uns nicht beschäftigt. Da Ohrhörer üblicherweise unterwegs genutzt werden, wird sich eine bessere Qualität bei den Umgebungsgeräuschen - Straßenlärm, sprechende Menschen in Einkaufszentren und Geräusche von U-Bahnen und Flugzeugen - kaum bemerkbar machen. Zudem haben die Miniohrhörer schon rein von der Physik zu viele Einschränkungen. Wer Musik mit hoher Qualität genießen will, sollte das daheim vor einer Anlage oder mit guten großen Kopfhörern tun und nicht mit kleinen Stöpseln, deren Basswiedergabe vergleichsweise schwach ist - selbst bei Apples erstaunlich guten Earpods. So heißen die Ohrhörer offiziell, obwohl sie nicht komplett ins Ohr gesteckt werden wie sogenannte In-Ear-Hörer.

Als Testobjekt wählten wir ein iPhone 6 und ein iPad Air, die jeweils mit iOS 10.0.1 und später 10.0.2 bespielt wurden. Beide Geräte haben noch eine Klinkenbuchse, die bei der iPhone-7-Serie abgeschafft wurde und Apple in die Umstellungsphase gebracht hat.

Was Klinke, Lightning-Ohrhörer und USB-C-Ohrhörer unterscheidet 

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Nikolai 09. Nov 2016

Es gab in der Tat mal eine Zeit in der es nicht sicher war ob ein Bluetooth Gerät...

TechnikSchaaf 05. Nov 2016

Ich hatte bisher immer gedacht es genervte Übertreibungen wenn Bekannte IphoneNutzer...

crazypsycho 03. Nov 2016

Darum nimmt man ja einen um 90° gedrehten Stecker. Der dreht sich mit und es entstehen...

crazypsycho 03. Nov 2016

Ja zusätzlich zur Klinke und weiteren Usb-Ports. Das würde Sinn machen, Platz wäre ja...

crazypsycho 03. Nov 2016

Nur das es keine brauchbaren Kopfhörer dafür gibt und auch nie geben wird. Und in der...



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