Michael Meeks
Michael Meeks (Bild: Christian Schmidt-David/Golem.de)

Libreoffice APIs "Wir achten auf die Kompatibilität"

Zwar würden die APIs in Libreoffice ausgemistet und umgebaut, für Entwickler von Erweiterungen und Makros ändere sich aber kaum etwas. Das sagte Libreoffice-Entwickler Michael Meeks in einem Interview mit Golem.de.

Anzeige

Makros und Erweiterungen würden auch künftig in Libreoffice 4.0 noch funktionieren. Die Aufräumarbeiten an den APIs in dem freien Büropaket beträfen vor allem interne UNO-Funktionen, die über andere Schnittstellen realisiert würden. Die bisherigen Schnittstellen werde es weiterhin geben, sie würden nur anders umgesetzt. Entfernt würden aber auch APIs, die nicht mehr gebraucht würden, etwa für Cookie Policies. Das sagte Libreoffice-Entwickler Michael Meeks in einem Gespräch mit Golem.de.

Dass die bisherigen APIs in Zukunft teils grundlegend geändert würden, schließt Meeks aber nicht aus. Erweiterungen in Python würden zwar immer funktionieren. Wer sie in C++ erstelle, sollte aber die Änderungen in den nächsten Versionen von Libreoffice beobachten.

Kaum Auswirkungen auf Kompatibilität zu Openoffice

Diese Änderungen wirkten sich aber genauso auf die Kompatibilität zu Apache Openoffice aus. Bislang müssen Entwickler von Erweiterungen keine Unterschiede zwischen den beiden Bürosuiten berücksichtigen. Allerdings werde sich die Codebasis der gesamten Bürosoftware künftig deutlicher unterscheiden.

Meeks betont auch, dass ihm persönlich keine Funktionen aufgefallen seien, die Libreoffice aus dem Code von Lotus Symphony übernehmen sollte. IBM hatte den Code seiner Version von Openoffice an die Apache Foundation übergeben, damit beide zusammengeführt werden können.

Funktionen in Symphony werden geprüft

Das Libreoffice-Team werde allerdings jede Funktion in Symphony genau prüfen und entscheiden, ob sie in Libreoffice übernommen würden. Das sei auch die Aufgabe der Community. Es gebe auch Probleme mit der Lizenz, sagte Meeks Golem.de. Libreoffice lehnt die Nutzung der Apache Lizenz ab und setzt stattdessen auf die Mozilla Public License (MPL) und die GNU Lesser General Public License (LGPL).

Zwar würden die Assistenten in Libreoffice langfristig von Java auf Python portiert, allerdings werde Libreoffice auch in Zukunft Java unterstützen. Java sei eine großartige Programmiersprache, um plattformunabhängige Erweiterungen zu entwickeln und er sehe keinen Grund, darauf zu verzichten, erklärte Meeks weiter.

Android-Version wird schneller

Die Arbeit an Libreoffice für Android schreite voran, aber noch gebe es keine brauchbare Version. Seit der Vorstellung der Android-Version sei die Reaktionsfähigkeit deutlich erhöht worden. Allerdings gebe es noch viel zu tun, denn in Googles Play Store dürften Apps nicht größer als 50 MByte sein. Er habe bereits an Profiling-Werkzeugen gearbeitet, die auch bei der Entwicklung von Libreoffice für Android eingesetzt werden könnten.

Die von ihm entwickelte Fernsteuerungs-App für Impress-Präsentationen sei eine der bereits funktionsfähigen Produkte aus der Android-Portierung. Außerdem gebe es seit einiger Zeit Viewer für Libreoffice-Dokumente im Play Store.

Arbeiten an der GUI in 4.x

In den kommenden Monaten solle vor allem an der Benutzeroberfläche von Libreoffice 4.x gearbeitet werden. Als Basis diene das neue UI-Framework, das in Libreoffice 4.0 Einzug halte. Es gebe aber Hunderte Dialoge, die noch angepasst werden müssten. Mit dem neuen Framework solle das Erstellen von Themes vereinfacht werden.

Außerdem werde noch an der webbasierten Version von Libreoffice gearbeitet und die Kollaboration in der freien Büroanwendung verbessert.

Freiwillige Entwickler und Übersetzer, die sich zutrauten, die teils deutschsprachigen Kommentare ins Englische zu übertragen, seien willkommen, sagte Meeks. Das mache das Debugging des Codes deutlich einfacher und helfe auch Entwicklern aus anderen Ländern.


VirtuellerForum... 07. Feb 2013

Das ist natürlich DAS Killerargument, wie konnten mir bloß die Überstreichungen durch die...

Doenerwurst 07. Feb 2013

Habe mir heute das neue LibreOffice 4 heruntergeladen und teste seither eifrig. Es sind...

jstaerk 07. Feb 2013

Ich benutze NOA-Libre (http://code.google.com/p/noa-libre/), eine Bibliothek zum...

txt.file 07. Feb 2013

Dann sage denen doch, dass du das gerne hättest. Woher sollen die schließlich wissen, was...

cryptic 06. Feb 2013

Ist technisch machbar, dauert aber seine Zeit. Die sind noch dabei die Android-Version zu...

Kommentieren



Anzeige

  1. Systems Engineer (m/w)
    NetApp Deutschland GmbH, München/Kirchheim
  2. Softwareentwickler (m/w)
    Hectronic GmbH, Bonndorf, Großraum Freiburg im Breisgau
  3. Referent Datenbank (m/w)
    Universitätsklinikum Heidelberg, Heidelberg
  4. Kaufmännischer Sachbearbeiter (m/w) für die Kundenbetreuung im Dokumentenmanagement
    PS Team Deutschland GmbH & Co. KG, Walluf bei Wiesbaden

Detailsuche


Blu-ray-Angebote
  1. NEU: Blu-rays je 8,97 EUR oder günstiger
    (u. a. Who am I, The Amazing Spider-Man, Frankenweenie, Larry Flynt)
  2. NEU: Fast & Furious 7 - Extended Version (inkl. Digital Ultraviolet) [Blu-ray]
    14,99€
  3. TIPP: Heat [Blu-ray]
    4,99€

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Owncloud

    "Warum sollte uns jemand trauen?"

  2. X Rebirth

    Egosoft arbeitet an neuem Weltraumspiel

  3. Snapdragon 820

    Vier Kryo-Kerne sollen Leistung und Effizienz verdoppeln

  4. Smartphones, Tablets und eine Smartwatch

    Asus' Zen-Armada

  5. Set-Top-Box

    Neues Apple TV soll teurer werden, aber Sprachsuche bieten

  6. Kickstarter

    Kultkamera Holga soll digital werden

  7. Elektroauto

    Tesla Model X wird teuer

  8. Lenovo Yoga Tab 3 Pro

    10-Zoll-Tablet mit eingebautem 70-Zoll-Projektor

  9. Smartwatches

    Motorola stellt neue Moto 360 und Moto 360 Sport vor

  10. Umfrage

    Jeder vierte Nutzer hat Probleme beim Streaming



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Snowden-Dokumente: Die planmäßige Zerstörungswut des GCHQ
Snowden-Dokumente
Die planmäßige Zerstörungswut des GCHQ
  1. Macbooks IBM wechselt vom Lenovo Thinkpad zum Mac
  2. Liske Bitkom schließt Vorstandsmitglied im Streit aus
  3. IuK-Kommission Das Protokoll des Bundestags-Hacks

Rare Replay im Test: Banjo, Conker und mehr im Paket
Rare Replay im Test
Banjo, Conker und mehr im Paket
  1. Elite Bundle Xbox One startet ein bisschen schneller
  2. Microsoft Warum Quantum Break nicht für Windows erscheint
  3. Xbox One DVR-Funktion erscheint vorerst nicht in Deutschland

Windows 10 im Upgrade-Test: Der Umstieg von Windows 7 auf 10 lohnt sich!
Windows 10 im Upgrade-Test
Der Umstieg von Windows 7 auf 10 lohnt sich!
  1. Microsoft Neuer Insider-Build von Windows 10
  2. Windows 10 Erfolgreicher als das angeblich erfolgreiche Windows 8
  3. Windows 10 Updates lassen sich unter Umständen 12 Monate aufschieben

  1. Re: Wieso kein Thunderbolt 3?

    TKing | 10:44

  2. Re: mit HTML5 hörten die Probleme auf

    x2k | 10:43

  3. dreiste Kopie

    norinofu | 10:43

  4. Re: Falsche Kombination

    Mixermachine | 10:43

  5. Pulsmesser

    ikso | 10:43


  1. 10:18

  2. 10:09

  3. 09:25

  4. 09:04

  5. 08:38

  6. 08:24

  7. 08:18

  8. 22:20


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel