LHC Cern-Forscher entdecken neue Materie-Asymmetrie

Forscher haben ein weiteres Elementarteilchen entdeckt, das sich beim Zerfall anders verhält als sein Antiteilchen. B-Mesonen mit Strangeness sind erst das vierte Teilchen, bei dem ein solches Verhalten nachgewiesen wurde.

Anzeige

Eigentlich hätte nach dem Urknall Materie und Antimaterie in gleicher Menge entstehen müssen. Doch wir leben in einem Universum aus Materie. Die Natur zieht offensichtlich Materie der Antimaterie vor. Cern-Forscher haben einen weiteren Hinweis auf diese Asymmetrie gefunden.

Die Forscher des Experiments Large Hadron Collider beauty (LHCb) haben eine Asymmetrie beim Zerfall von einem weiteren Elementarteilchen festgestellt. B-Mesonen mit Strangeness verhalten sich beim Zerfall anders als ihr Antimaterie-Pendant.

Präferenz von Materie gegenüber Antimaterie

Sie hätten "eine Präferenz von Materie gegenüber Antimaterie beobachtet", erklären die Cern-Forscher. CP-Verletzung (C steht Charge, Ladung, oder Charge Conjugation. Ladungskonjugation, P für Parity, Parität) heißt die Verletzung der Annahme, dass sich Materie und Antimaterie gleich verhalten sollten.

Hinweise auf diese Asymmetrie hätten sie schon 2011 entdeckt, sagt die britische Physikerin Tara Shears der britischen Ausgabe des Technologiemagazin Wired. Bis dato hätten aber nicht genug Daten vorgelegen, um sicher zu sein. Durch die Auswertung weiterer Daten liege die statistische Signifikanz dieser Resultate bei 5 Sigma. Ein Ergebnis von 5 Sigma gilt als Entdeckung.

Viertes Elementarteilchen

Es sei die erste Beobachtung einer CP-Verletzung bei diesen B-Mesonen, schreiben die LHCb-Forscher in einem Aufsatz, der als Preprint auf dem Dokumentenserver Arxiv abrufbar ist. Die B-Mesonen mit Strangeness sind die vierten Elementarteilchen, bei denen ein solches Verhalten nachgewiesen worden ist.

Die Erforschung von CP-Verletzungen soll Aufschluss geben über das Rätsel, weshalb es nicht mehr Antimaterie im Universum gibt. Die Abweichung, die sie festgestellt hätten, sei jedoch nicht groß genug, um das zu erklären, sagt LHCb-Sprecher Pierluigi Campana.


kwisatz79 26. Apr 2013

Gott sei Dank sind die Universitäten in Deutschland unabhängig und es gibt keinen...

Emulex 26. Apr 2013

Wenn du schon an Wahrscheinlichkeiten denkst, dann bedenke auch dass die...

IT.Gnom 25. Apr 2013

Wir reden nicht von Wochen, schon gar nicht von Milliarden Jahre sondern von 1s bzw. max...

elitezocker 25. Apr 2013

Die Musik ist völlig normal. Nichts ungewöhnliches. Sie ist nicht zu laut oder...

Kommentieren



Anzeige

  1. Informatiker/in
    Lechwerke AG, Augsburg
  2. Trainee (m/w) für Telematik-Anwendungen im After Sales
    Daimler AG, Stuttgart
  3. Java Entwickler (m/w)
    Siemens AG, Erfurt
  4. Business Analyst / Projekt Manager (m/w)
    Parts Europe GmbH, Wasserliesch bei Trier

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Vic Gundotra

    Chef von Google Plus verlässt das Unternehmen

  2. Quartalsbericht

    Amazon weiter mit hohem Umsatz und etwas Gewinn

  3. Quartalsbericht

    Microsofts Gewinn und Umsatz fallen

  4. Element

    Schenkers Windows-Tablet ab 350 Euro - aber ohne Tastatur

  5. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  6. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  7. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  8. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  9. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  10. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Energieversorgung: Forscher übertragen Strom drahtlos über 5 Meter
Energieversorgung
Forscher übertragen Strom drahtlos über 5 Meter

Südkoreanische Wissenschaftler haben einen Fernseher aus 5 Metern Entfernung ohne Kabel mit Strom versorgt. Sie träumen von öffentlichen Bereichen, in denen Nutzer ihre Geräte drahtlos laden können - vergleichbar mit heutigen öffentlichen WLANs.

  1. Genetik Forscher wollen Gesicht aus Genen rekonstruieren
  2. Leslie Lamport Turing-Award für LaTeX-Erfinder
  3. Bionik Pimp my Plant

LG LED Bulb ausprobiert: LED-Leuchtmittel als Ersatz für 100- und 150-Watt-Glühlampen
LG LED Bulb ausprobiert
LED-Leuchtmittel als Ersatz für 100- und 150-Watt-Glühlampen

Light + Building Zur vergangenen Lichtmesse in Frankfurt hat LG zwei LED-Lampen angekündigt, die vor allem Philips Konkurrenz machen werden. Mit 20 und 33 Watt zieht LG mit Philips gleich beziehungsweise überholt die Niederländer sogar. Wir konnten uns das 20-Watt-Exemplar bereits anschauen.

  1. Rückruf durch ESTI Schweizer Starkstrominspektorat warnt vor Billig-LED-Lampen
  2. Power over Ethernet Philips will Lichtsysteme mit Netzwerkkabeln versorgen
  3. Intelligentes Licht von Osram Lightify als Hue-Konkurrent

Test The Elder Scrolls Online: Skyrim meets Standard-MMORPG
Test The Elder Scrolls Online
Skyrim meets Standard-MMORPG

Es ist so groß wie mehrere Rollenspiele zusammen und bietet auch Soloabenteurern Unterhaltung für Wochen und Monate. Vieles in The Elder Scrolls Online erinnert an Skyrim - und leider noch mehr an das altbekannte Strickmuster gängiger MMORPGs.

  1. The Elder Scrolls Online Zenimax deaktiviert umstrittene Bezahlmethoden
  2. Abopflicht Verbraucherschützer mahnen The Elder Scrolls Online ab
  3. Zenimax Online The Elder Scrolls Online ohne Server-Schlangen gestartet

    •  / 
    Zum Artikel