Anzeige
Kupferkabel im G.fast-Labor von Intel
Kupferkabel im G.fast-Labor von Intel (Bild: Christoph von Schierstädt/Lantiq)

Letzte Meile: Telekom und Netzbetreiber streiten sich um neue TAL-Miete

Kupferkabel im G.fast-Labor von Intel
Kupferkabel im G.fast-Labor von Intel (Bild: Christoph von Schierstädt/Lantiq)

Die alten Preise für die Miete der Hauptverteiler- und der Kabelverzweiger-TAL gelten bald nicht mehr. Die Telekom will eine Preiserhöhung, der Breko will erheblich weniger zahlen.

Die Deutsche Telekom und Netzbetreiber streiten sich um die Neufestlegung der Miete der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) am Hauptverteiler. Wie der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) mitteilt, gelten die aktuellen TAL-Entgelte noch bis zum 30. Juni 2016 dieses Jahres. Danach hat die Telekom bei der Bundesnetzagentur 11,20 Euro für die Hauptverteiler-TAL und 7,51 Euro für die Kabelverzweiger-TAL beantragt.

Anzeige

Seit Juli 2013 liegen die Entgelte für den Zugang zur letzten Meile bei 10,19 Euro pro Monat für die Anmietung der TAL am Hauptverteiler und 6,79 Euro monatlich bei Anmietung am Kabelverzweiger. Im Juli 2013 hatte die Telekom normale TAL rund 9,5 Millionen Mal vermietet, Kabelverzweiger-TAL rund 140.000-mal.

Breko-Geschäftsführer Stephan Albers schlägt eine neue Berechnungsmethode vor, durch die sich insbesondere das Entgelt für die Kabelverzweiger-TAL verringern würde, was Anreize dafür schaffe, Glasfaserleitungen näher zum Kunden zu bringen. Zudem würde sich auch der Mietpreis der nach wie vor meistgenutzten Hauptverteiler-TAL vergünstigen, "was höhere Investitionen der alternativen Netzbetreiber in ihre eigene Infrastruktur erlauben würde." Die Methode der EU-Kommission sehe vor, die Kosten für Kabelkanäle und -schächte, Rohre, Gräben oder Masten, die im Wesentlichen bereits abgeschrieben seien, bei der Berechnung der fiktiven Wiederbeschaffungskosten abzuziehen.

Telekom begründet Preissteigerung mit Tiefbaukosten

Telekom-Sprecher Philipp Blank sagte Golem.de auf Anfrage: "Wir haben bei der Bundesnetzagentur für die Überlassung der Teilnehmeranschlussleitung eine Erhöhung auf 11,20 Euro pro Monat für die nächsten drei Jahre beantragt, (aktuell 10,19 Euro). Für die kürzere KVz-TAL, dem Netzabschnitt zwischen Kabelverzweigern am Straßenrand und dem Anschluss in der Wohnung, hat die Telekom ein Entgelt von 7,51 Euro pro Monat beantragt. Aktuell sind es 6,79 Euro."

Der Antragspreis spiegle die allgemeine Preisentwicklung wider und orientiere sich an der Empfehlung der EU-Kommission, die sich für stabile TAL-Entgelte als wichtige Voraussetzung für den Breitbandausbau ausgesprochen habe. Blank: "Dabei haben wir in unserem TAL-Antrag die tendenziell steigenden Kosten für den Infrastrukturausbau berücksichtigt. Diesen höheren Investitionswert hat die Telekom der Bundesnetzagentur ausführlich nachgewiesen."

Insbesondere wegen steigender Tiefbaupreise sei eine Anpassung der TAL-Preise erforderlich, um Investitionen in die Netzinfrastruktur und in mehr Glasfaser zu fördern.


eye home zur Startseite
Prinzeumel 11. Feb 2016

Durch neue verlegetechniken würden die kosten sinken? Aber sicher werden die bösen...

M.P. 11. Feb 2016

Und nach einem Nachlass auf die Teilnehmerleitungsmiete werden die Aktionäre rebellisch...

Kommentieren



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über Hanseatisches Personalkontor Stuttgart, Crailsheim
  2. operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt
  3. Trianel GmbH, Aachen
  4. Robert Bosch GmbH, Schwieberdingen


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 159,00€ statt 179,00€

Folgen Sie uns
       


  1. Axon 7

    ZTEs Topsmartphone kommt für 450 Euro nach Deutschland

  2. Medienanstalten

    Analoge TV-Verbreitung bindet hohe Netzkapazitäten

  3. Vorstandard

    Nokia will bereits ein 5G-fähiges Netz haben

  4. Vielfliegerprogramm

    Hacker stehlen Millionen Air-India-Meilen

  5. Funknetz

    BVG bietet offenes WLAN auf vielen U-Bahnhöfen

  6. Curiosity

    Weitere Hinweise auf einst sauerstoffreiche Mars-Atmosphäre

  7. Helium

    Neues Gas aus Tansania

  8. Streaming

    Netflix arbeitet mit Partnern an einer Sprachsuche

  9. Millionenrückzahlung

    Gericht erklärt Happy Birthday für gemeinfrei

  10. Trials of the Blood Dragon im Test

    Motorräder im B-Movie-Rausch



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Geforce GTX 1080/1070 im Test: Zotac kann Geforce besser als Nvidia
Geforce GTX 1080/1070 im Test
Zotac kann Geforce besser als Nvidia
  1. Die Woche im Video Superschnelle Rechner, smarte Zähler und sicherer Spam
  2. Geforce GTX 1080/1070 Asus und MSI schummeln mit Golden Samples
  3. Geforce GTX 1070 Nvidia nennt Spezifikationen der kleinen Pascal-Karte

Prozessor: Den einen Core M gibt es nicht
Prozessor
Den einen Core M gibt es nicht
  1. Elitebook 1030 G1 HPs Core-M-Notebook soll 13 Stunden durchhalten

IT und Energiewende: Fragen und Antworten zu intelligenten Stromzählern
IT und Energiewende
Fragen und Antworten zu intelligenten Stromzählern
  1. Smart Meter Bundestag verordnet allen Haushalten moderne Stromzähler
  2. Intelligente Stromzähler Besitzern von Solaranlagen droht ebenfalls Zwangsanschluss
  3. Smart-Meter-Gateway-Anhörung Stromsparen geht auch anders

  1. Re: "Die dunkle Seite der Wikipedia"...

    Unix_Linux | 20:28

  2. Re: Es gab ja auch bereits spaßige Sabotage...

    ChevalAlazan | 20:27

  3. Re: Zu groß und Cyanogen enttäuscht auf ganzer...

    David64Bit | 20:26

  4. Re: Ich bin gespannt auf Zen (und Bristol Ridge)...

    David64Bit | 20:26

  5. Re: So schwer?

    Moe479 | 20:25


  1. 19:19

  2. 19:06

  3. 18:25

  4. 18:17

  5. 17:03

  6. 16:53

  7. 16:44

  8. 15:33


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel