Leistungsschutzrecht: VG Wort möchte Zahlungen für Verlage eintreiben
Axel-Springer Hauptsitz in Berlin: "Ein Geschenk an Springer" (Bild: Fabrizio Bensch/Reuters)

Leistungsschutzrecht VG Wort möchte Zahlungen für Verlage eintreiben

Die Verwertungsgesellschaft Wort möchte für die Verleger Zahlungen aus dem Leistungsschutzrecht eintreiben. Auch die Autoren bekämen dann etwas davon ab.

Anzeige

Die VG Wort bietet sich an, die Forderungen aus dem neuen Leistungsschutzrecht für die Rechteinhaber durchzusetzen und dabei auch die Autoren zu berücksichtigen. Das gab die Verwertungsgesellschaft am 19. September 2013 bekannt (PDF). Dazu soll es eine außerordentliche Mitgliederversammlung Ende November 2013 in München geben.

Falls von den Rechteinhabern gewünscht, sollen die Wahrnehmungsverträge erweitert werden, damit in Zukunft das Leistungsschutzrecht der Presseverleger und der Beteiligungsanspruch der Urheber durch die VG Wort wahrgenommen werden können. Eine solche gemeinsame Rechtewahrnehmung innerhalb einer Verwertungsgesellschaft biete sich an, um das neue Recht effektiv durchsetzen zu können. "Eine zukünftige Wahrnehmung des Leistungsschutzrechts der Presseverleger würde diese Rechtewahrnehmung sinnvoll ergänzen. Gleichzeitig würde sichergestellt werden, dass auch die Urheber angemessen an den Einnahmen beteiligt werden", sagte Robert Staats, geschäftsführender Vorstand der VG Wort.

Am 1. August 2013 trat ein geändertes Urheberrecht in Kraft und damit das Leistungsschutzrecht für Presseverlage. Google zeigt seit dem 1. August nur noch Inhalte jener Verlage in seiner Nachrichtensuche an, die ihr Einverständnis für eine kostenlose Nutzung erklärt haben.

Volker Beck, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen, hatte im März 2013 erklärt, das Leistungsschutzrecht sei ein schwarz-gelbes Lobbyprodukt, das auch noch "handwerklich völliger Pfusch" sei. "Es ist ein Geschenk an Springer und ein Verlust für die Pressevielfalt", erklärte Beck.

Ursprünglich sollte das Leistungsschutzrecht sogar kleinste Textausschnitte schützen. Doch kurz vor der Abstimmung im Bundestag wurde der Gesetzentwurf verändert. Danach hieß es: "Der Hersteller eines Presseerzeugnisses (Presseverleger) hat das ausschließliche Recht, das Presseerzeugnis oder Teile hiervon zu gewerblichen Zwecken öffentlich zugänglich zu machen, es sei denn, es handelt sich um einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte." Was unter "kleinste Textausschnitte" zu verstehen ist, definiert das Gesetz nicht.


Bernd Rubel 19. Sep 2013

Dann hätte ich gerne als Autor/Urheber die Möglichkeit, dies nicht zu nutzen. Es gibt...

divStar 19. Sep 2013

Verwertungsgesellschaften und deren Mitarbeiter sowie - insbesondere - deren Chefs sind...

caldeum 19. Sep 2013

Ich ... äh ... öhh ... umm ... bin dann ...... mal Zigaretten holen :O

Charles Marlow 19. Sep 2013

Fast schon erstaunlich. ;)

Himmerlarschund... 19. Sep 2013

Fand das auch übelst lieb, als ich den Satz gelesen hab.

Kommentieren



Anzeige

  1. Manager (m/w) of End User Support Services
    CSM Deutschland GmbH, Bremen
  2. IT Software Specialist (m/w) Patent Annuities Department
    Dennemeyer Group, Howald (Luxembourg)
  3. Consultant Software Asset Management (SAM) für Microsoft (m/w)
    FRITZ & MACZIOL group, deutschlandweit
  4. Inhouse Consultant (m/w) RightNow (Oracle Service Cloud)
    MS E-Business Concepts & Services GmbH, Ingolstadt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Amazon Fire TV

    Nicht funktionierende Pin-Abfrage verärgert Nutzer

  2. iPad Air 2 Benchmark

    Apples A8X überrascht mit drei Prozessor-Kernen

  3. Makesmith CNC

    CNC-Fräse als Bausatz für 300 US-Dollar

  4. Sony

    Kamerasensor für mondlose Nächte

  5. Google Security Key

    Einfache Zwei-Faktor-Authentifizierung für Google-Dienste

  6. Festgelötetes RAM

    Apple verhindert Aufrüstung des Mac Mini

  7. Hoverboard

    Schweben wie Marty McFly

  8. Nepton 120XL und 240M

    Cooler Master macht Wasserkühlungen leiser

  9. Deutsche Telekom

    Umstellung auf VoIP oder Kündigung erst ab 2017

  10. HTC

    Desire 820 Mini mit Quad-Core-Prozessor und 5-Zoll-Display



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



IT-Gipfel 2014: De Maizière nennt De-Mail "nicht ganz zufriedenstellend"
IT-Gipfel 2014
De Maizière nennt De-Mail "nicht ganz zufriedenstellend"
  1. Digitale Verwaltung 2020 E-Mail soll Briefe und Amtsbesuche ersetzen
  2. Digitale Agenda Ein Papier, das alle enttäuscht
  3. Webmail Web.de kritisiert langsame De-Mail-Einführung der Regierung

3D-Druck ausprobiert: Internetausdrucker 4.0
3D-Druck ausprobiert
Internetausdrucker 4.0
  1. Niedriger Schmelzpunkt 3D-Drucken mit metallischer Tinte
  2. Deltadrucker Magna Japanisches Unternehmen zeigt Riesen-3D-Drucker
  3. 3D-Technologie US-Armee will Sprengköpfe drucken

iMac mit Retina 5K angeschaut: Eine Lupe könnte helfen
iMac mit Retina 5K angeschaut
Eine Lupe könnte helfen
  1. Apple Tonga-XT-Chip mit 3,5 TFLOPs für den iMac Retina
  2. iFixit iMac mit Retina-Display ist schwer zu reparieren
  3. Apple iMac Retina bringt mehr als 14 Megapixel auf das Display

    •  / 
    Zum Artikel