Leistungsschutzrecht geändert "Kleinste Textausschnitte" doch in Suchmaschinen erlaubt

Das Leistungsschutzrecht ist offenbar entschärft worden. Kleinste Textausschnitte dürfen weiterhin bei Suchmaschinen erscheinen. Was das genau bedeutet und was das Gesetz dann noch bewirken können soll, werden Gerichte zu klären haben.

Anzeige

Der Gesetzentwurf zum umstrittenen Leistungsschutzrecht ist umformuliert worden. Demnach könnten Suchmaschinen nun doch kleinste Textausschnitte von Presseverlagen bei ihren Suchtreffern anzeigen. "Einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte", wie es jetzt neu im Gesetzentwurf heißt, dürften demnach nicht nur vom "Hersteller eines Presseerzeugnisses (...) zu gewerblichen Zwecken öffentlich zugänglich" gemacht werden - sondern eben auch von Suchmaschinen. Das berichtet die Tageszeitung Die Welt aus Koalitionskreisen.

Das Blog Netzpolitik.org hat den Bericht bestätigt: Demnach heißt es nun im Gesetzestext: "Der Hersteller eines Presseerzeugnisses (Presseverleger) hat das ausschließliche Recht, das Presseerzeugnis oder Teile hiervon zu gewerblichen Zwecken öffentlich zugänglich zu machen, es sei denn, es handelt sich um einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte."

Damit werden Gerichte zu klären haben, was "kleinste Textausschnitte" genau sind. Google hat Anfragen zu den Änderungen im Gesetzestext nicht beantwortet.

Die Verabschiedung der Änderung des Urheberrechts steht für kommenden Freitag auf der erneut geänderten Tagesordnung des Bundestages. Das teilte eine Sprecherin der Pressestelle des Bundestages Golem.de am 25. Februar 2013 mit. "Sollte die Regierungskoalition am Mittwoch im Rechtsausschuss einen geänderten Gesetzestext vorlegen, werde ich von dem Recht, eine weitere Sachverständigen-Anhörung zu beantragen, Gebrauch machen", sagte Jerzy Montag, Berichterstatter der Bundestagsfraktion der Grünen, der Welt.


JP 28. Feb 2013

Dann wird halt geklagt! Die Verlagen denken (und hoffen) doch, dass Google verpflichtet...

JP 28. Feb 2013

Ja das lässt ein mulmiges Gefühl in einem zurück. Ein Gesetz dessen Sinn und Zweck nicht...

Sysiphos 27. Feb 2013

"Einzelne Wörter" oder "Kleinste Textausschnitte" ... was zum Geier soll denn das? Das...

AndyMt 27. Feb 2013

Genau. Aber solange noch kein Gesetz in Kraft ist, muss Google gar nichts tun. Falls...

AndyMt 27. Feb 2013

Das Verrückte ist ja, dass Google am Schluss eben wie im Fall YouTube in Deutschland...

Kommentieren


Pottblog / 27. Feb 2013

Links anne Ruhr (27.02.2013)



Anzeige

  1. DB2 Senior Consultant (m/w)
    ORDIX AG, Wiesbaden, Köln oder Neu-Ulm
  2. Tagungstechniker/IT Supporter/IT Techniker (m/w)
    BB onsite GmbH, München
  3. Informatiker/in
    Lechwerke AG, Augsburg
  4. Entwicklungsingenieur/in Hands Free Akustik
    Daimler AG, Sindelfingen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Vic Gundotra

    Chef von Google Plus verlässt das Unternehmen

  2. Quartalsbericht

    Amazon weiter mit hohem Umsatz und etwas Gewinn

  3. Quartalsbericht

    Microsofts Gewinn und Umsatz fallen

  4. Element

    Schenkers Windows-Tablet ab 350 Euro - aber ohne Tastatur

  5. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  6. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  7. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  8. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  9. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  10. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Conversnitch: Die twitternde Abhörlampe
Conversnitch
Die twitternde Abhörlampe

Conversnitch ist eine kleine Lampe, die unauffällig Gesprächsfetzen aus ihrer Umgebung mitschneidet, online eine Spracherkennung durchführt und den Text auf Twitter postet. Die Kunstaktion soll das Bewusstsein für die alltägliche Überwachung wecken.

  1. Menschenrechte Schärfere Exportkontrollen für Spähprogramme gefordert
  2. NSA-Skandal "Europa ist doch keine Kolonie"
  3. Frankreich Geheimdienst greift auf alle Daten von Orange zu

Microsoft: Remote-Desktop-App für Windows Phone
Microsoft
Remote-Desktop-App für Windows Phone

Microsoft hat eine Remote-Desktop-App für Windows Phone veröffentlicht. Damit kann aus der Ferne von einem Smartphone auf einen anderen Windows-Rechner zugegriffen werden, ohne dass auf diesem eine spezielle Software installiert sein muss.

  1. Cortana im Test Gebt Windows Phone eine Stimme
  2. Smartphones Nokia und HTC planen Updates auf Windows Phone 8.1
  3. Ativ SE Samsungs neues Smartphone mit Windows Phone

Palcohol: Der Cocktail in Pulverform
Palcohol
Der Cocktail in Pulverform

Mit kleinem Gepäck unterwegs und trotzdem nicht auf den abendlichen Drink verzichten? Ein US-Unternehmen hat Rum und Wodka in Pulver verwandelt. Zum Trinken einfach mit Wasser aufgießen - zum Schnupfen jedoch nicht geeignet.

  1. OLED Das merkwürdige Bindungsverhalten organischer Halbleiter
  2. Max-Planck-Institut Quantencomputer werden Silizium-Chips ähnlicher
  3. Kognitionswissenschaft Computer erkennt 21 Gesichtsausdrücke

    •  / 
    Zum Artikel