Lego Mindstorms EV3 Neue Roboterplattform von Lego

Lego hat auf der CES bereits die dritte Generation seiner Roboterplattform Mindstorms vorgestellt. Lego Mindstorms EV3 soll für Kinder einfacher zu handhaben, zugleich aber auch "hackbarer" sein als der Vorgänger NXT.

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Kern des neuen Roboterbaukastens Mindstorms von Lego ist der "EV3 Intelligent Brick" alias P-Brick, der über einen ARM9-Prozessor verfügt. Der Vorgänger NXT arbeitet noch mit einem ARM7-Prozessor. Zudem verfügt die neue Version, die Lego auf der Unterhaltungselektronikmesse CES in Las Vegas vorgestellt hat, mit 16 MByte Flash-Speicher und 64 MByte RAM über mehr Speicher als der Vorgänger. So können die Roboter unabhängig vom Computer agieren. Auch eine Steuerung per iOS- und Android-Smartphone soll möglich sein. Zudem sind ein USB-Port und ein Steckplatz für SD-Karten integriert. Die im EV3-Brick verwendete Firmware basiert auf Linux.

Zum Start soll Lego Mindstorms EV3 Anleitungen zum Bau von 17 Robotern umfassen, darunter auch der humanoide Roboter "Everstorm" und "Spiker", ein Skorpion-Roboter, der nach einem Infrarotsender sucht. Die Roboter lassen sich durch Bausteine aus dem Bereich Lego Technic erweitern.

Erstmals setzt Lego auch auf 3D-Anleitungen. Dazu wurde eine entsprechende App zusammen mit Autodesk entwickelt. Damit können die einzelnen Bauschritte aus allen Perspektiven betrachtet werden.

Lego Mindstorms EV3 soll im zweiten Halbjahr 2013 für 350 Euro auf den Markt kommen.

Education-Version für Schulen

Auf Basis der neuen Plattform bietet Lego auch eine spezielle Version für Schulen an: Das Lego Mindstorms Education EV3 soll im Klassenzimmer zum Einsatz kommen. Schüler sollen damit innerhalb einer Schulstunde von 45 Minuten einen voll funktionsfähigen Roboter bauen und programmieren können. Dazu enthält das Lego Mindstorms Education EV3 Core Set den sogenannten EV3 Brick, Akkus, Sensoren, Motoren, eine Auswahl an Bausteinen, ein Ballrad sowie Instruktionen zur Konstruktion von Robotern. Neu ist dabei auch ein Infrarotsensor.

Zur Programmierung kommt die grafische Entwicklungsumgebung Labview von National Instruments zum Einsatz. Mit einem Erweiterungsset lassen sich zudem größere und komplexere Roboter entwickeln.

Legos neue Roboterplattform ist kompatibel mit dem Vorgänger Mindstorms Education NXT, so dass Sensoren, Motoren und andere Bauteile aus der alten Generation weiterverwendet werden können. Zudem ist es möglich, die alte NXT-Hardware mit der neuen Software zu programmieren.

Die EV3-Plattform umfasst auch digitale Lehrmaterialien, einschließlich eines digitalen Arbeitsheftes, mit dem die Schüler ihre Fortschritte festhalten und Lehrer diesen folgen können. Insgesamt stehen 48 Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Verfügung.

Lego Mindstorms Education EV3 soll in Kürze vorbestellt werden können und rechtzeitig zum Schuljahresbeginn im Herbst ausgeliefert werden. Einen Preis für das Set hat Lego noch nicht genannt.


velo 07. Jan 2013

Bin auch für Lego; viel stabiler! Achsen laufen reibungsfreier und Zahnräder sind...

Feron 07. Jan 2013

Ich kann mich noch gut an meine ersten Versuche mit den frühen Mindstorms Kits von 1999...

qwodge 07. Jan 2013

Sieht man deutlich an der Verpackung und der Form der Sensoren. Bitte die Bezeichnung...

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