Laser Motive Drahtlos mit Energie versorgte Drohne fliegt zwei Tage

Eine Drohne, die von einem Laser mit Energie versorgt wurde, ist zwei Tage lang in einem Windkanal geflogen. Normalerweise hält das unbemannte Flugzeug zwei Stunden lang durch.

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Per Laser will das US-Unternehmen Laser Motive den Akku einer Drohne laden und so die Einsatzdauer verlängern. Bei einem Test konnte ein unbemanntes Fluggerät (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) des US-Luftfahrt- und Rüstungskonzerns Lockheed Martin um ein Vielfaches länger in der Luft bleiben als normal.

Wurfdrohne

Stalker ist eine kleine Drohne, die aus der Hand gestartet wird. Das UAV hat eine Spannweite von 3 Metern und wiegt 6 Kilogramm. Es ist gedacht für Aufklärungsmissionen und wird dafür mit verschiedenen Kameras und anderen Sensoren ausgestattet. Die Nutzlast kann etwa 1,3 Kilogramm betragen. Ihre Reichweite beträgt rund 20 Kilometer, die Dauer 2 Stunden.

Mit dem von Laser Motive entwickelten Ladesystem konnte ein Stalker 48 Stunden in der Luft bleiben. Dazu wird eine Drohne mit speziellen Photovoltaikmodulen ausgestattet. Auf dem Boden wird ein Laser angebracht, der nach oben gerichtet ist. Trifft der Laser auf die Zellen, wird das Licht in elektrische Energie umgewandelt.

Zwei Tage im Windkanal

Mehr als zwei Tage schwebte Stalker im Windkanal in der Zentrale von Laser Motive in Kent in US-Bundesstaat Washington. Über eine Distanz von rund 9 Metern versorgte der Laser die Drohne mit Energie. Am Ende des Tests, der bereits Ende Juni durchgeführt wurde, sei der Akku des Drohne voller geladen gewesen als am Anfang, teilte Lockheed Martin mit.

Der Luftfahrtkonzern hatte im vergangenen Jahr die Einsatzdauer des Stalkers schon durch den Einbau einer Brennstoffzelle verlängert. Damit kann die Drohne acht Stunden in der Luft bleiben. Mit dem Lasersystem verlängert sich die Einsatzdauer jedoch dramatisch. "Ein Boden-Luft-Ladesystem wie dieses ermöglicht eine praktisch unbegrenzte Flugdauer, was es ermöglicht, das Spektrum der Einsatzmöglichkeiten für den Stalker zu erweitern."

Test unter freiem Himmel

Der Test wurde drinnen, in einem Windkanal durchgeführt. Lockheed Martin wolle das System aber in absehbarer Zeit unter freiem Himmel testen, erklärte Unternehmenssprecherin Melissa Dalton dem US-Nachrichtensender MSNBC.

Laser Motive hatte mit einem System zuvor schon einen Quadrocopter mehr als einen halben Tag in der Luft gehalten.


hubie 16. Jul 2012

Laserlicht enthält Energiedichten die durchaus im Megawattbereich / cm² liegen können...

HerrMannelig 13. Jul 2012

anstreben kann man viel, es gibt aber keine Solarzellen mit 50% Wirkungsgrad, von daher...

__destruct() 13. Jul 2012

Man muss ja nicht das sichtbare Lichtspektrum nehmen, sondern kann auch eines nehmen, das...

__destruct() 13. Jul 2012

Außerdem verliert sie zu Beginn des Flugs keine Akkuladung und dann zwar irgendwann...

Sebbi 13. Jul 2012

Was bringt eine derartige Luftbetankung bei "Modellfliegern" denn? Selbst wenn der Laser...

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