Anzeige
Kollision von Bleiionen mit Protonen, aufgenommen vom Experiment  Alice: unterschiedliche Geschwindigkeit, unterschiedliche Bahnen
Kollision von Bleiionen mit Protonen, aufgenommen vom Experiment Alice: unterschiedliche Geschwindigkeit, unterschiedliche Bahnen (Bild: Alice/Cern)

Large Hadron Collider Wissenschaftler lassen Bleiionen und Protonen kollidieren

Im LHC sind erstmals unterschiedliche Teilchen aufeinandergeprallt: Die Forscher ließen Protonen statt mit ihresgleichen mit Bleiionen kollidieren. Die Teilchenphysiker machen sich unterdessen Gedanken darüber, wie es weitergeht, wenn der LHC ausgedient hat.

Anzeige

Zum ersten Mal haben Wissenschaftler unterschiedliche Teilchen im Beschleuniger Large Hadron Collider (LHC) eingesetzt: Sie ließen Protonen mit Bleiionen kollidieren. Bisher waren Kollisionen nur mit gleichen Teilchen - also Protonen mit Protonen oder Bleiionen mit Bleiionen - durchgeführt worden.

  • Kollision von Protonen mit Bleiionen, aufgenommen vom Experiment LHCb am 13. September 2012 (Bild: LHCb/Cern)
  • Eine ebensolche Kollision im Experiment Alice (Bild: Alice/Cern)
  • Um die Kollisionen durchzuführen, waren einige Arbeiten am LHC nötig. (Foto: Cern)
Kollision von Protonen mit Bleiionen, aufgenommen vom Experiment LHCb am 13. September 2012 (Bild: LHCb/Cern)

Um 1:26 Uhr am Morgen des 13. September 2012 seien die ersten Teilchenstrahlen im LHC kollidiert, berichtet das europäische Kernforschungszentrum Cern. Die Kollisionen seien der Auftakt für eine Experimentenreihe mit Protonen und Schwerionen, die Anfang 2013 stattfinden soll. Die Kollisionen am Donnerstagmorgen sowie weitere, die für diese Woche geplant sind, dienen der Vorbereitung dieser Versuche, für die der Beschleuniger selbst sowie dessen vier Detektoren angepasst werden müssen.

Strahlen mit verschiedenen Teilchen

Strahlen mit verschiedenen Teilchen durch den LHC zu jagen und aufeinanderprallen zu lassen, stelle die Forscher vor einige Schwierigkeiten, erklärt John Jowett, der für die Kollisionen der Bleiionen zuständig ist. Die Kollisionen seien in der Energie asymmetrisch, was die vier Experimente vor Schwierigkeiten stellt.

Zudem bewegen sich Protonen und Bleiionen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit - obwohl sie beide beinahe mit Lichtgeschwindigkeit durch die 27 Kilometer lange Röhre jagen. Um den Unterschied auszugleichen, mussten die Magnetfelder, die die Teilchen beschleunigen, so modifiziert werden, dass die Bahn der Protonen in der Röhre etwas anders ist als die der Ionen.

Im Januar und Februar 2013 wollen die Forscher im LHC Protonen und Schwerionen miteinander kollidieren lassen. Danach wird die Anlage zur Wartung und Instandsetzung eine Zeit lang stillgelegt.

Higgs nachgewiesen?

Der LHC ist derzeit der leistungsfähigste Teilchenbeschleuniger der Welt. Eine der wichtigsten Aufgaben der rund 5 Milliarden Euro teuren Anlage war die Suche nach dem Higgs-Teilchen, einem Elementarteilchen, dessen Existenz der schottische Physiker Peter Higgs in den 1960er vorhergesagt hatte, das aber noch experimentell nachgewiesen werden musste. Das ist inzwischen möglicherweise gelungen.

Der LHC soll noch bis in die 2020er Jahre in Betrieb bleiben. Inzwischen machen sich die Teilchenphysiker bereits Gedanken über die Zeit danach. Auf einem Symposium, das Anfang der Woche in Krakau stattfand, haben sie über die Langzeitstrategie ihrer Wissenschaft beraten. Dazu könnte der Bau eines neuen Beschleunigers zählen. Die neue Röhre könnte 80 Kilometer lang werden.


eye home zur Startseite
Ultronkalaver 17. Sep 2012

Sie verkaufen danach den Teilchenbeschleuniger an den Iran damit die alles auch noch...

Vollstrecker 17. Sep 2012

Computerstimme: "Willkommen im Golem Forum." :D

neocron 14. Sep 2012

eher angepasst, korrigiert wuerde heissen sie war falsch ... war sie ja aber nicht, nur...

Sheldor 14. Sep 2012

Hab ich das was auch Youtube verpasst? Einen Tag Urlaub und schon ist man raus...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Controller/in für das IT-Performancemanagement
    Daimler AG, Stuttgart
  2. Senior Experte AT (m/w) Developer Evangelist Connected Home
    Deutsche Telekom AG, Darmstadt
  3. Solution Architect/Lösungsarchit- ekt (m/w)
    BCT Technology AG, Willstätt
  4. Linux-Systemadministrator (m/w)
    energy & meteo systems GmbH, Oldenburg

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       


  1. Smartphones

    Huawei verklagt Samsung wegen LTE-Patenten

  2. Oracle vs. Google

    Wie man Geschworene am besten verwirrt

  3. Dell P4317Q

    43-Zoll-Display mit 4K für extreme Multitasker

  4. Logos

    Google Maps bekommt Werbung im Kartenmaterial

  5. Fahrdienstvermittler

    VW plant für die Zukunft, in der Autobesitz uncool ist

  6. Services

    HP Enterprise gründet weiteren Konzernteil aus

  7. Toshiba OCZ RD400

    Schnelle Consumer-M.2-SSD mit Extender-Karte

  8. Hyperloop

    HTT will seine Rohrpostzüge aus Marvel-Material bauen

  9. Smartwatches

    Pebble 2 und Pebble Time 2 mit Pulsmesser

  10. Kickstarter

    Pebble Core als GPS-Anhänger für Hacker und Sportler



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Gardena Smart Garden im Test: Plug and Spray mit Hindernissen
Gardena Smart Garden im Test
Plug and Spray mit Hindernissen
  1. Smart Home Homekit soll in iOS 10 zentrale App bekommen
  2. Revolv Google macht Heimautomatisierung kaputt
  3. Intelligentes Heim Alphabet könnte sich von Nest trennen

Zerotouch im Hands on: Logitechs Smartphone-Halterung fürs Auto fehlt etwas
Zerotouch im Hands on
Logitechs Smartphone-Halterung fürs Auto fehlt etwas
  1. Logi Base Logitechs iPad-Pro-Dock lädt über den Smart Connector
  2. Logitech G900 im Test Die erste Maus mit Wireless-Kabel

Aquaris M10 Ubuntu Edition im Test: Ubuntu versaut noch jedes Tablet
Aquaris M10 Ubuntu Edition im Test
Ubuntu versaut noch jedes Tablet
  1. Snap Ubuntus neues Paketformat ist unter X11 unsicher
  2. Xenial Xerus Ubuntu will weiter mit Alleingängen punkten
  3. Xenial Xerus Ubuntu 16.04 verzichtet auf proprietären AMD-Treiber

  1. Re: Preisfrage

    GrandmasterA | 11:07

  2. Re: Ist das nicht Schwachsinn? Weil...

    Destroyer2442 | 11:06

  3. Akkulaufzeit 1 Woche reißt es doch ggü. schöneren...

    GrandmasterA | 11:05

  4. 2,5 mal so steif wie Aluminium...

    kernkraftzwerg | 11:05

  5. Re: ein opensource windows ...

    MFGSparka | 11:04


  1. 10:58

  2. 09:00

  3. 07:52

  4. 07:39

  5. 07:33

  6. 07:21

  7. 07:14

  8. 19:01


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel