Large Hadron Collider Das Boson wird higgsiger

Cern-Forscher haben mehr Daten über Teilchenkollisionen im Beschleuniger LHC ausgewertet. Dabei fanden sie weitere Hinweise, dass das 2012 entdeckte Elementarteilchen das Higgs-Boson ist.

Anzeige

Die Forscher am Large Hadron Collider (LHC) sind immer sicherer, dass das Elementarteilchen, dessen Entdeckung sie im vergangenen Jahr bekanntgegeben haben, tatsächlich das lange gesuchte Higgs-Boson ist. Das habe die Auswertung weiterer Daten ergeben, sagen sie.

  • CMS-Sprecher Joe Incandela: neues Boson entdeckt (Foto: Cern)
  • Atlas-Sprecherin-Fabiola Gianotti: 5 Sigma im Bereich von 126,5 GeV (Foto: Cern)
  • Cern-Chef Rolf Dieter Heuer: Meilenstein, aber erst der Anfang (Foto: Cern)
  • Peter Higgs: Der Entdecker war persönlich anwesend. (Foto: Cern)
CMS-Sprecher Joe Incandela: neues Boson entdeckt (Foto: Cern)

Sie hätten inzwischen das 2,5-fache der Menge der Daten analysiert, die ihnen im vergangenen Jahr zur Verfügung stand, berichten die Forscher der Experimente A Toroidal LHC Apparatus (Atlas) und Compact Muon Solenoid (CMS) auf der Konferenz Rencontres de Moriond. Das neue Teilchen sehe "immer mehr wie ein Higgs-Boson aus", erklärte das europäische Kernforschungszentrum Cern.

Langer Weg

Auch "wenn wir noch einen langen Weg vor uns haben, um herauszufinden, welche Art von Higgs-Boson das ist", sei er sich sicher, "dass wir es hier mit einem Higgs-Boson zu tun haben", sagte CMS-Sprecher Joe Incandela. Dennoch ist immer noch von vorläufigen Ergebnissen die Rede.

Im Juli 2012 hatten CMS und Atlas verkündet, sie hätten ein neues Elementarteilchen gefunden, bei dem es sich mutmaßlich um das Higgs-Boson handelt. Eine gewisse Unsicherheit blieb aber noch, ob sie nicht vielleicht ein anderes Teilchen gefunden hatten. Die Vermutung, dass es das Higgs-Boson ist, hat sich später erhärtet.

Das Higgs-Boson gilt als das fehlende Teilchen im gegenwärtigen Standardmodell und soll erklären, woher die Elementarteilchen ihre Masse bekommen. Seine Existenz wurde in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts vom schottischen Physiker Peter Higgs vorhergesagt. Ein experimenteller Nachweis fehlte bislang aber noch. Diesen zu führen, war einer der Gründe für den Bau des LHC.

Teilchen-Song

Das Teilchen hat inzwischen Eingang in die Populärkultur gefunden: Das Time Magazin kürte es Ende 2012 zum Partikel des Jahres - und eine der Entdeckerinnen, Fabiola Gianotti, Sprecherin des Atlas-Experiments, landete auf einem der zweiten Plätze ("Runner-ups") bei der Wahl zur Person des Jahres. Der australische Musiker Nick Cave hat auf seinem aktuellen Album Push The Sky Away dem Elementarteilchen ein Stück gewidmet: den Higgs Boson Blues.

Rencontres de Moriond ist eine Fachtagung für Physiker, vor allem aus den Bereichen Teilchenphysik, Hochenergiephysik und Kosmologie. Die Konferenz findet derzeit in La Thuile in Italien statt.


GodsBoss 17. Mär 2013

Was für ein unfassbares Geschwurbel. Das Meiste ist ohnehin unverständlich und wirr. Aber...

GodsBoss 17. Mär 2013

Ist aber vollkommen logisch: Es wurde ein Teilchen gefunden, von dem vermutet wird, dass...

ruamzuzler 14. Mär 2013

Das hat Sheldon doch schon lange nachgewiesen! Bazinga!

Rax 14. Mär 2013

Da kann Nick Cave nicht mithalten! http://www.youtube.com/watch?v=j50ZssEojtM

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Trainee (m/w)
    Allianz Deutschland AG, München
  2. SPS-Programmierer Steuerungen / Automatisierungslösungen (m/w)
    über CAPERA Consulting, Nordhessen
  3. Leiter/in des Universitätsrechenzentrums
    Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Eichstätt-Ingolstadt
  4. Applikationsspezialist / Applikationssupport (m/w)
    medavis GmbH, Karlsruhe

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Quartalsbericht

    Facebook macht erneut Rekordgewinn

  2. Quartalszahlen

    Apple kann Gewinn und Umsatz wieder steigern

  3. IBM Power8

    Mit 96 Threads pro Sockel gegen Intels Übermacht

  4. Printoo

    Arduino kannste jetzt knicken

  5. Cloud-Dienste

    Streem verspricht unbegrenzten Speicherplatz

  6. Streaming

    HBO-Serien für US-Kunden von Amazon Prime

  7. Theo de Raadt

    OpenSSL ist nicht reparierbar

  8. Xplore XC6 DMSR

    Blendend hell und hart im Nehmen

  9. Programmiersprache

    Go 1.3 kommt für Solaris, Plan 9 und NaCL

  10. Arin

    IPv4-Adressen in Nordamerika nähern sich dem Ende



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Ubuntu 14.04 LTS im Test: Canonical in der Konvergenz-Falle
Ubuntu 14.04 LTS im Test
Canonical in der Konvergenz-Falle

Ubuntu soll künftig auch auf Tablets und PCs laufen, weshalb die Entwicklung des Unity-Desktops derzeit offenbar feststeckt. Die wenigen neuen Funktionen könnten gut für die lange Support-Dauer sein, zeigen aber auch einige interne Probleme auf.

  1. Canonical Ubuntu One wird beendet
  2. Canonical Mir in Ubuntu abermals verschoben
  3. Trusty Tahr Erste Beta der Ubuntu-Derivate verfügbar

25 Jahre Gameboy: Nintendos kultisch verehrte Daddelkiste
25 Jahre Gameboy
Nintendos kultisch verehrte Daddelkiste

Der Gameboy ist gut gealtert - heute wird mit der Konsole Musik gemacht, und selbst Spieleprogrammierer werden beim Anblick des grauen 8-Bit-Klotzes nostalgisch.

  1. Satoru Iwata Nintendo will Handhelds und stationäre Konsolen vereinen
  2. Nintendo Yamauchi-Clan will Anteile abstoßen
  3. Mario Nintendo macht Apps und gesund

OpenSSL: Wichtige Fragen und Antworten zu Heartbleed
OpenSSL
Wichtige Fragen und Antworten zu Heartbleed

Der Heartbleed-Bug in OpenSSL dürfte wohl als eine der gravierendsten Sicherheitslücken aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Wir haben die wichtigsten Infos zusammengefasst.

  1. Libressl OpenBSD startet offiziell OpenSSL-Fork
  2. OpenSSL OpenBSD mistet Code aus
  3. OpenSSL-Lücke Programmierer bezeichnet Heartbleed als Versehen

    •  / 
    Zum Artikel