Abo
  • Services:
Anzeige
Landesarbeitsgericht Hamm: Entlassung wegen Facebook-Äußerungen ist rechtens
(Bild: Valentin Flauraud/Reuters)

Landesarbeitsgericht Hamm: Entlassung wegen Facebook-Äußerungen ist rechtens

Landesarbeitsgericht Hamm: Entlassung wegen Facebook-Äußerungen ist rechtens
(Bild: Valentin Flauraud/Reuters)

Wer auf seiner privaten Facebook-Seite seinen Arbeitgeber beschimpft, kann dafür ohne Abmahnung entlassen werden. Das hat das Landesarbeitsgericht Hamm entschieden.

Die Entlassung eines Auszubildenden für Mediengestaltung, der bei Facebook über seinen Chef geschimpft hatte, ist rechtens. Das hat das Landesarbeitsgericht Hamm entschieden, wie das Blog der Medienrechtskanzlei Wilde Beuger Solmecke berichtet. Das Urteil (Aktenzeichen 3 Sa 644/12) vom 10. Oktober 2012 wurde jetzt veröffentlicht.

Anzeige

Der 26-jährige Auszubildende war fristlos gekündigt worden, weil er in seinem privaten Facebook-Profil unter "Arbeitgeber" geschrieben hatte: "Menschenschinder und Ausbeuter", "Leibeigener-Bochum" und "dämliche Scheiße für Mindestlohn".

Das Landesarbeitsgericht Hamm hat damit eine Entscheidung des Arbeitsgerichts Bochum vom März 2012 aufgehoben und die Kündigung doch für zulässig erklärt. Das Arbeitsgericht Bochum hatte vor einer Kündigung eine Abmahnung oder ein Kritikgespräch mit dem Azubi gefordert.

"Das Facebook-Profil und damit die Beleidigungen seien einer Vielzahl von Personen zugänglich gewesen und der Auszubildende habe nicht damit rechnen können, dass diese für eine Vielzahl von Personen einsehbaren Beleidigungen für das Ausbildungsverhältnis folgenlos bleiben würden", zitiert Rechtsanwalt Christian Solmecke aus dem Urteil. "Durch diese Entscheidung wurde erstmalig dezidiert zu der Frage Stellung bezogen, ab wann entsprechende Aktivitäten eines Mitarbeiters nicht mehr von der Meinungsfreiheit gedeckt sind und zu einer wirksamen Kündigung führen können", erklärte der Anwalt.

Arbeitnehmer seien zwar berechtigt, unternehmensöffentlich auch Kritik am Arbeitgeber und den betrieblichen Verhältnissen zu äußern, unter Umständen auch in überspitzter oder polemischer Form. Grobe Beleidigungen des Arbeitgebers, die nach Form und Inhalt eine erhebliche Ehrverletzung für den Betroffenen bedeuten, stellten aber einen erheblichen Verstoß eines Arbeitnehmers gegen seine Pflichten aus dem Arbeitsverhältnis dar.


eye home zur Startseite
fx66 16. Jan 2013

Prinzipiell können die Mitarbeiter in jedem Unternehmen mit mindestens 5...

Gungosh 16. Jan 2013

Am erstaunlichsten finde ich immer die Naivität, entweder selbst Privatsphärenstriptease...

flasherle 16. Jan 2013

Was wenn das Profil nicht über die Suche zugägnlich ist? Dann ist es rein privat und so...

lostname 15. Jan 2013

Das ist etwas übertrieben und sehr einfach betrachtet. So einfach ist die Sache nicht...

Trockenobst 15. Jan 2013

Der Arbeitgeber hat aber die Chance, in diesen Portalen einen Nachgriff zu machen und zu...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. T-Systems International GmbH, Leinfelden-Echterdingen, München
  2. Deutsche Telekom Technik GmbH, Bonn
  3. Bundesnachrichtendienst, Großraum Köln / Bonn
  4. Landeskreditbank Baden-Württemberg -Förderbank-, Karlsruhe


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 49,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 399,00€ (Vorbesteller-Preisgarantie) - Release 02.08.
  3. 69,99€/149,99€/79,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Elementary OS Loki im Test

    Hübsch und einfach kann auch kompliziert sein

  2. Mobilfunkausrüster

    Ericsson entlässt seinen Konzernchef

  3. Neuer Algorithmus

    Google verkleinert App-Downloads aus dem Play Store

  4. Brennstoffzelle

    Hazer will Wasserstoff günstiger machen

  5. Netze

    Huawei steigert Umsatz stark

  6. Gears of War 4

    Erstes PC-Spiel unterstützt dynamische Render-Auflösung

  7. Nintendo

    Gewinn steigt durch Pokémon Go kaum an

  8. Khronos

    Vulkan bekommt offizielle API für C++

  9. Bildbearbeitungs-App

    Prisma offiziell für Android erhältlich

  10. Kernel

    Linux 4.7 unterstützt AMDs Polaris



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Dirror angeschaut: Der digitale Spiegel, der ein Tablet ist
Dirror angeschaut
Der digitale Spiegel, der ein Tablet ist
  1. Bluetooth 5 Funktechnik sendet mehr Daten auch ohne Verbindungsaufbau
  2. Smarter Schalter Wenn Github mit dem Lichtschalter klingelt
  3. Tony Fadell Nest-Gründer macht keine Omeletts mehr

Xiaomi Mi Band 2 im Hands on: Fitness-Preisbrecher mit Hack-App
Xiaomi Mi Band 2 im Hands on
Fitness-Preisbrecher mit Hack-App
  1. Xiaomi Hugo Barra verkündet Premium-Smartphone
  2. Redmi 3S Xiaomis neues Smartphone kostet umgerechnet 95 Euro
  3. Mi Band 2 Xiaomis neues Fitness-Armband mit Pulsmesser kostet 20 Euro

Geforce GTX 1060 im Test: Knapper Konter
Geforce GTX 1060 im Test
Knapper Konter
  1. Grafikkarte Nvidia bringt neue Titan X mit GP102-Chip für 1200 US-Dollar
  2. Notebooks Nvidia bringt Pascal-Grafikchips für Mobile im August
  3. Geforce GTX 1060 Schneller und sparsamer als die RX 480 - aber teurer

  1. Re: Verbot ist notwendig

    blaub4r | 12:04

  2. Brot verbieten! Jetzt

    Labtecs | 12:03

  3. Re: Nun ja ...

    TTX | 12:01

  4. Re: Also genauso wie dynamische Auflösung bei...

    Jesterfox | 12:01

  5. Re: Nebelkerzen

    Muhaha | 12:01


  1. 12:05

  2. 12:04

  3. 11:33

  4. 11:22

  5. 11:17

  6. 11:05

  7. 10:58

  8. 10:48


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel