Abo
  • Services:
Anzeige
G.fast im Netz der BT mit Huawei-Technik
G.fast im Netz der BT mit Huawei-Technik (Bild: Huawei/ Screenshot: Golem.de)

Kupferkabel: Deutsche Telekom wird G.fast für 1 GBit/s einsetzen

G.fast im Netz der BT mit Huawei-Technik
G.fast im Netz der BT mit Huawei-Technik (Bild: Huawei/ Screenshot: Golem.de)

G.fast verspricht 1 GBit/s auf kurzen Strecken im Kupferkabel. Die Deutsche Telekom will die Technik nutzen, auch Super-Vectoring ist bereits eingeplant.

Die Deutsche Telekom wird G.fast einführen. Das sagte Unternehmenssprecher Niels Hafenrichter Golem.de auf Anfrage: "G.fast wird bei uns eingesetzt werden. Der Standard ist heute weitgehend festgelegt, aber es gibt wohl noch einige relevante Einzelaspekte, die noch nicht geklärt sind." Der genaue Zeitpunkt stehe daher noch nicht fest, nach heutigem Stand werde dies 2018 sein.

Anzeige

Als Ausrüster dürfte Huawei der Telekom die Technik liefern. Der Netzwerkausrüster Alcatel Lucent erklärte im September 2015 zu Datenraten für G.fast: Bis zu 150 MBit/s würden bei 250 Metern erreicht, bis zu 500 MBit/s bei 100 Metern und bis zu 1 GBit/s unter 100 Metern. In einem Swisscom-Test mit Kunden in der Gemeinde Biberen in einem "realen Umfeld" seien "zwischen 285 und 402 MBit/s im Downstream und zwischen 85 und 109 MBits/s im Upstream gemessen" worden, erklärte ein Sprecher. "Die Geschwindigkeit ist dabei natürlich abhängig von der Länge des Kupferkabels."

Laut Hafenrichter wird die Telekom unabhängig davon den "Bedarf an Bandbreite zunächst mit 'Fiber to the Curb und Vectoring' und dann mit 'Fiber to the Curb und Super-Vectoring' decken."

Die Telekom plant G.fast vornehmlich in Verbindung mit FTTB (Fiber to the Building) einzusetzen. Gegebenenfalls ist auch eine Kombination denkbar, bei der die Glasfaser bis zu einem Distributionspunkt geführt wird, der außerhalb der Gebäude liegt (FTTdp). Allerdings wären die - durch die dann längeren Kupferstrecken - erzielbaren Bandbreiten nicht so gut wie bei der FTTB-Variante.

G.fast bisher kaum sinnvoll im deutschen Festnetz

G.fast lässt sich im deutschen Festnetz kaum sinnvoll nutzen, weil es sehr wenige Distribution Points (FTTdp - Fibre To The Distribution Point) gibt. Je nach Ort der Einspeisung wird unterschieden zwischen der G.fast-Nutzung direkt am Hausanschluss, der meist im Keller eines Gebäudes liegt, und dem Einsatz an einem speziellen Einspeisepunkt (FTTdp), der auf der Straße, meist unter dem Gehweg liegen kann. Diese Variante wird auch als FTTS (Fibre To The Street) bezeichnet. In Deutschland gibt es bislang nur sehr wenige Distribution Points, den letzten Netzwerkknoten vor dem Wohneigentum. Sie müssten für G.fast eigens errichtet werden. In der Schweiz sind die Distribution Points gut ausgebaut, im Festnetz der Telekom sind stattdessen meist nur Muffen zu finden.

Hans-Peter Trost, Product Manager für G.fast bei dem Chiphersteller Lantiq, der zu Intel gehört, räumte Schwierigkeiten bei der Einführung der Technik in Deutschland ein, die durch die Festnetz-Topologie entstünden. Trost sagte: "In der Tat ist die Topologie in Deutschland erst einmal ungünstig für G.fast. Aber G.fast ist sinnvoll, auch aus dem Street Cabinet heraus, da es mit VDSL und Vectoring koexistieren kann."

So könne G.fast aus den Verteilerkästen der Telekom bereitgestellt werden und Teilnehmer bis zu 400 Meter mit den hohen Datenraten angebunden werden. Die Teilnehmer, die weiter entfernt seien, könnten weiterhin über VDSL versorgt werden. Die beiden Technologien könnten aus demselben Verteilerkasten parallel angeboten werden. Die Linecards in den Cabinets ließen sich einfach gegen G.fast-Linecards austauschen. Rund 60 Prozent der Street Cabinets in Deutschland seien zudem unter 400 Meter von den Endkunden entfernt, sagte Trost.


eye home zur Startseite
Edelplastic 20. Apr 2016

Wow... 1gbit/s....... in den USA lacht man darüber... die haben bereits 10gbit/s.... DAS...

Youssarian 09. Jan 2016

Einverstanden. Aber nur, wenn Du darüber hinaus das "verbrauchte" Volumen bezahlst. Laut...

Youssarian 09. Jan 2016

Die Telekom stellt diesen 'Idealfall' durch den weiteren Ausbau der per Glasfaser...

DerDy 08. Jan 2016

Ja, ich kenne mich ein wenig mehr aus als deine Posting es vermuten lassen. Diese...

Ovaron 08. Jan 2016

Ja, so wie man das gerade braucht. Die Tücke liegt im Detail, im vorliegenden Fall in...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über Ratbacher GmbH, Stuttgart
  2. Software AG, verschiedene Standorte
  3. Bosch Software Innovations GmbH, Waiblingen
  4. OSRAM GmbH, Garching bei München


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (täglich neue Deals)
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Folgen Sie uns
       


  1. Kosmobits im Test

    Tausch den Spielecontroller gegen einen Mikrocontroller!

  2. Open Data

    Daten für den Schweizer Verkehr werden frei veröffentlicht

  3. Telekom

    1,1 Millionen Haushalte erhalten VDSL oder Vectoring

  4. Android-Verbreitung

    Nougat bleibt bei niedrigem Marktanteil

  5. Kernfusion

    Wendelstein 7-X funktioniert nach Plan

  6. Skylake-R

    Intel stellt 14-nm-Prozessoren schon nach acht Monaten ein

  7. Google

    Neue App für persönliche Sicherheit

  8. Android-Dezember-Updates

    Patch für Dirty Cow und Android 7.1.1 mit neuen Emojis

  9. Amazon Go

    Supermarkt ganz ohne Kasse

  10. Apollo Lake

    Intel bringt neue NUC-Mini-PCs mit Atom-Antrieb



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Gear S3 im Test: Großes Display, großer Akku, große Uhr
Gear S3 im Test
Großes Display, großer Akku, große Uhr
  1. In der Zuliefererkette Samsung und Panasonic sollen Arbeiter ausgebeutet haben
  2. Vernetztes Auto Samsung kauft Harman für 8 Milliarden US-Dollar
  3. 10LPU und 14LPU Samsung mit günstigerem 10- und schnellerem 14-nm-Prozess

Named Data Networking: NDN soll das Internet revolutionieren
Named Data Networking
NDN soll das Internet revolutionieren
  1. Geheime Überwachung Der Kanarienvogel von Riseup singt nicht mehr
  2. Bundesförderung Bundesländer lassen beim Breitbandausbau Milliarden liegen
  3. Internet Protocol Der Adresskollaps von IPv4 kann verzögert werden

Final Fantasy 15 im Test: Weltenrettung mit der Boyband des Wahnsinns
Final Fantasy 15 im Test
Weltenrettung mit der Boyband des Wahnsinns
  1. Square Enix Koop-Modus von Final Fantasy 15 folgt kostenpflichtig

  1. Re: das s7 edge, hat einen grösseren akku....

    Carlo Escobar | 12:59

  2. Re: OT: Oneplus One

    Häxler | 12:58

  3. Re: Und dann ist es vorbei ...

    Niaxa | 12:57

  4. Re: Induktiv laden gehört verboten

    JouMxyzptlk | 12:57

  5. Joa klar...

    Niaxa | 12:52


  1. 12:01

  2. 11:52

  3. 11:51

  4. 11:48

  5. 11:39

  6. 11:39

  7. 11:32

  8. 11:26


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel