Anzeige
Kupferkühler von Zalman im typischen Design
Kupferkühler von Zalman im typischen Design (Bild: Zalman)

Kühlerhersteller: Zalman wegen geschönter Geschäftszahlen bankrott

Kupferkühler von Zalman im typischen Design
Kupferkühler von Zalman im typischen Design (Bild: Zalman)

Wegen eines offenbar groß angelegten Finanzbetrugs durch sein Mutterunternehmen Moneual ist der südkoreanische Kühlerhersteller Zalman zahlungsunfähig. Der Fortbestand der Marke erscheint unsicher.

Anzeige

In Südkorea bewegt derzeit ein Fall von jahrelangem Kreditbetrug die Finanzbranche und die Medien - und darin ist auch der Kühlerhersteller Zalman verwickelt, der bei PC-Schraubern seit den 1990er Jahren einen guten Ruf genießt. Zalman war einer der ersten Hersteller von sehr leisen und leistungsfähigen CPU-Kühlkörpern, die aus sehr dünnen Kupferblechen zusammengesetzt waren. Dieses Design wurde später auch für Grafikkarten eingesetzt, Zalman stellt inzwischen auch PC-Gehäuse, Netzteile und Zubehör her.

Im Jahr 2011 wurde die Mehrheit der südkoreanischen Firma Zalman aber von dem Mischkonzern Moneual übernommen, der damals gerade massiv wuchs. Ursprünglich auch aus der PC-Branche stammend, war Moneual zunehmend bei Haushaltsgeräten aktiv, vor allem deren Saugroboter verkauften sich offenbar gut. Aber nicht so gut, wie es die Geschäftszahlen glauben ließen.

Mutterkonzern basierte auf Schneeballsystem

Wie die Tageszeitungen Joongang, Korea Times und Korea Herald berichten, soll hinter Moneual seit mindestens fünf Jahren eine Art Schneeballsystem gesteckt haben. Das Management soll durch stark erhöhte Angaben über exportierte Produkte immer neue Kredite aufgenommen und das Geld für den persönlichen Bedarf abgezweigt haben. Teil des Betrugs war es den Berichten zufolge, defekte Produkte als funktionierendes Inventar als Sicherheit für die Kredite anzugeben. Darin sollen mehrere koreanische Banken verwickelt gewesen sein, die unter anderem durch staatlich geförderte Wachstumsprogramme teils zinslose Kredite gewährt haben sollen.

Bereits am 1. November 2014 hat der südkoreanische Zoll den Zeitungen zufolge von Ermittlungen gegen Moneual berichtet, seit Ende Oktober 2014 soll das Unternehmen Konkurs angemeldet haben, Zalman kurz darauf. Der Handel mit den Aktien von Zalman an der südkoreanischen Börse wurde ausgesetzt.

Insgesamt, so die koreanischen Behörden, sollen in den letzten sechs Jahren fast 3 Milliarden US-Dollar aus der Moneual-Gruppe auf Konten des Managements umgeleitet worden sein. Die erhöhten Einnahmen durch real verkaufte Produkte von Zalman sollen laut Aussagen eines ehemaligen Moneual-Mitarbeiters gegenüber der Zeitung Joongang verwendet worden sein, um den Betrieb des Mutterkonzerns aufrecht zu erhalten.


eye home zur Startseite
HubertHans 24. Nov 2014

Da musste ei wenig googlen. Weiß nicht mehr von wo ich den gehackten Flasher her habe.

M.P. 07. Nov 2014

Naja, der Papierabsatz *ist* jedenfalls nicht eingebrochen, also ist das Kommen des...

Trockenobst 06. Nov 2014

1. Mehrere hunderte Millionen machen 2. Diese Trickreich verschleiern 3. Viele Millionen...

Djinto 06. Nov 2014

...sind die dann auch Done? Die fertigen doch schon seit Jahren zusammen und soweit ich...

nicoledos 06. Nov 2014

Die Zalman sind zwar nicht immer Top, aber durchaus solide. Man braucht doch nicht immer...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. BavariaDirekt, München
  2. Prima GmbH, Region Frei­burg, Offen­burg, Baden-Baden
  3. Robert Bosch Car Multimedia GmbH, Hildesheim
  4. AutoScout24 GmbH, München


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 209,99€/219,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 59,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Kompressionsverfahren

    Dropbox portiert Brotli auf Rust

  2. Amazon

    Smartphone-Kauf wird durch Werbeeinblendungen billiger

  3. EM-Drive

    Der Warp-Antrieb muss noch warten

  4. Faster

    Googles Seekabel ist fertig

  5. Uncharted 4

    Nathan Drake mit Level 70

  6. BVG

    U-Bahn nutzt für WiFi-Hotspots eigenes Glasfasernetz

  7. Brexit

    Nordrhein-Westfalen wirbt um Vodafone-Konzernzentrale

  8. Like-Buttons

    Facebook darf Daten von Nicht-Nutzern weiter speichern

  9. Linux-Distributor

    Canonical drängt Hoster zu Ubuntu-Markenlizenzen

  10. Klage gegen Apple

    Angeblicher iPhone-Erfinder will 21 Milliarden US-Dollar



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Bargeld nervt: Startups und Kryptowährungen mischen die Finanzbranche auf
Bargeld nervt
Startups und Kryptowährungen mischen die Finanzbranche auf
  1. Gehalt.de Was Frauen in IT-Jobs verdienen
  2. Darknet-Handel Nutzerdaten von Telekom-Kunden werden verkauft
  3. Homeland Security Frage nach Facebook-Konto bei Einreise in die USA geplant

Geforce GTX 1080/1070 im Test: Zotac kann Geforce besser als Nvidia
Geforce GTX 1080/1070 im Test
Zotac kann Geforce besser als Nvidia
  1. Die Woche im Video Superschnelle Rechner, smarte Zähler und sicherer Spam
  2. Geforce GTX 1080/1070 Asus und MSI schummeln mit Golden Samples
  3. Geforce GTX 1070 Nvidia nennt Spezifikationen der kleinen Pascal-Karte

IT und Energiewende: Fragen und Antworten zu intelligenten Stromzählern
IT und Energiewende
Fragen und Antworten zu intelligenten Stromzählern
  1. Smart Meter Bundestag verordnet allen Haushalten moderne Stromzähler
  2. Intelligente Stromzähler Besitzern von Solaranlagen droht ebenfalls Zwangsanschluss
  3. Smart-Meter-Gateway-Anhörung Stromsparen geht auch anders

  1. Re: Kaum noch interessant.

    ArUmNIaX | 12:04

  2. Re: Kann man die wirklich verwenden?

    ronlol | 12:03

  3. Re: Alternative

    opodeldox | 12:03

  4. Ist doch nur Vodafone-Werbung

    Endwickler | 12:02

  5. Re: bei den Preisen...

    jokey2k | 12:01


  1. 12:20

  2. 12:17

  3. 12:06

  4. 12:05

  5. 11:18

  6. 11:15

  7. 10:03

  8. 09:36


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel