Kubuntu Canonical beendet offizielle Unterstützung

Canonical wird Kubuntu nicht mehr finanziell unterstützen. Der zuständige Entwickler wird anderen Aufgaben zugeteilt. Kubuntu soll künftig in einer Reihe mit Edubuntu oder Lubuntu als Community-Projekt weiter existieren.

Anzeige

Der Canonical-Angestellte und hauptverantwortliche Kubuntu-Entwickler Jonathan Riddell hat in einer E-Mail mitgeteilt, dass ihn bei Canonical künftig andere Aufgaben erwarten. Damit beendet Canonical die offizielle und finanzielle Unterstützung der KDE-basierten Version von Ubuntu. Riddell könne nach der Veröffentlichung von Kubuntu 12.04 Ende April 2012 nur noch in seiner Freizeit an Kubuntu arbeiten, teilte er mit. Kubuntu 12.04 wird als LTS-Version jedoch fünf Jahre lang mit Updates versorgt.

Damit erhält Kubuntu den gleichen Status wie die anderen Ubuntu-Versionen, die als Community-Projekte zwar von Canonical anerkannt werden, aber keinen offiziellen Status bei Canonical (Ubuntu Derivatives) haben. Dazu gehören Edubuntu für Schulen, Xubuntu mit dem XFCE-Desktop oder Lubuntu mit der LXDE-Oberfläche. Canonical stellt diesen Projekten seine Infrastruktur zur Verfügung, sie werden aber alle von der Community gepflegt und erweitert.

Laut Riddell ändert Canonical Kubuntus Status, da sich die Pflege von Kubuntu für das Unternehmen nicht rechnet. Kubuntu wurde zwar in den sieben Jahren als offizielle Ubuntu-Version zu einer stabilen und populären Linux-Distribution, kommerziell gesehen blieb es aber weit hinter Ubuntu. Riddell wird bei Canonical verstärkt mit dem Qt-Toolkit arbeiten, das inzwischen einer Ubuntu-Installation standardmäßig beiliegt und beispielsweise als Basis für die 2D-Variante des Unity-Desktops dient. Auch Qt-basierte Apps sollen unter Ubuntu laufen.

Canonicals Desktop-Manager Jason Warner schreibt in der Kubuntu-Mailingliste, dass sich de facto bei Kubuntu nichts ändern sollte, dass aber gewisse Pflichten erfüllt werden müssen, als Ubuntu-Derivative anerkannt zu werden und gleichzeitig als LTS-Version zu bestehen. Riddell appelliert an Entwickler, sich an dem Projekt zu beteiligen. Es werden beispielsweise Tester gesucht.


Xwarman 08. Feb 2012

Mag ja sein. Aber sie hätten es ja nicht forken sollen und glaube ich auch nicht wollen...

elgooG 08. Feb 2012

Dann ist es ja gut, dass Linux Mint KDE entstanden ist. Die Projekte könnten ruhig...

Der Kaiser! 08. Feb 2012

Inwiefern?

Der Kaiser! 08. Feb 2012

Thunar hat keine Tabs.

Wahrheitssager 07. Feb 2012

Man braucht sich nur die Quellpakete die Kubuntu nutzt um KDE Deb Pakete zu bauen...

Kommentieren




Anzeige
  1. Qualitätsmanager Softwareentwicklung (m/w)
    Giesecke & Devrient, München
  2. IT-System Engineer (m/w) – Microsoft Backoffice Technologie
    InfraServ GmbH & Co. Gendorf KG, Burgkirchen
  3. Truck Architekt (m/w)
    Continental AG, Villingen-Schwenningen
  4. Mitarbeiter (m/w) IT-Helpdesk 1st- und 2nd-Level-Support
    SV Deutschland GmbH, Langenfeld

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Samsung Galaxy S3

    Siri braucht sich nicht zu fürchten

  2. Schmerzlos

    MIT-Forscher entwickeln Injektor mit Lorentzkraft-Antrieb

  3. CSU-Vizechefin

    Aussagen zur Internetsucht sind absurd

  4. iOS

    Untethered Jailbreak für iOS 5.1.1 erschienen

  5. USB-Sticks und Speicherkarten

    Hersteller wehren sich gegen neue "Mondtarife"


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 221 | letzter Beitrag 09:51 Uhr

  2. Kommentare: 215 | letzter Beitrag 25.05. 11:40

  3. Kommentare: 147 | letzter Beitrag 14:47 Uhr

  4. Kommentare: 92 | letzter Beitrag 13:11 Uhr

  5. Kommentare: 68 | letzter Beitrag 25.05. 12:17

Mehr


  1. Browser

    Kauft Facebook Opera?

  2. Datenschutz

    Neue EU-Regeln zu Cookies treten in Kraft

  3. Libreoffice

    "Wir wollen Nutzer in die ODF-Welt ziehen"

  4. Golem.de guckt

    Freundesmassen

  5. SpaceX

    Dockingmanöver an der ISS abgeschlossen

  6. iOS

    Untethered Jailbreak für iOS 5.1.1 erschienen

  7. CSU-Vizechefin

    Aussagen zur Internetsucht sind absurd

  8. Schmerzlos

    MIT-Forscher entwickeln Injektor mit Lorentzkraft-Antrieb

  9. Sony

    Music Unlimited nun auch fürs iPhone

  10. Samsung Galaxy S3

    Siri braucht sich nicht zu fürchten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Lockheed Martin: US-Soldaten in Afghanistan bekommen Exoskelett
Lockheed Martin
US-Soldaten in Afghanistan bekommen Exoskelett

Lockheed Martin hat eine neue Version des Exoskeletts Hulc vorgestellt, das es einem Menschen ermöglicht, schwere Lasten zu heben und zu tragen. Der Hersteller will das System im Spätsommer testen und, wenn alles gutgeht, danach an US-Soldaten in Afghanistan ausliefern.

  1. Rüstung Ramsch-Technik aus China in US-Waffensystemen

Landgericht Hamburg: Blogger haftet für eingebettetes Youtube-Video
Landgericht Hamburg
Blogger haftet für eingebettetes Youtube-Video

Das Landgericht Hamburg hat entschieden, dass der Blogger und Rechtsanwalt Markus Kompa für ein via Youtube eingebettetes ZDF-Video als Verbreiter haftet. Geklagt hat ein umstrittener Arzt aus München, der zuvor erfolgreich gegen den Bericht der ZDF-Sendung Wiso vorgegangen war.

  1. Youtube-Streit Gema legt Berufung ein und pocht auf Transparenz
  2. Gema gegen Youtube Beide sehen sich als Gewinner
  3. Gema gegen Youtube Medienanwalt erwartet ab morgen weitere Youtube-Sperren

Owncloud Inc.: "Wir sind kein Serviceprovider"
Owncloud Inc.
"Wir sind kein Serviceprovider"

Das Unternehmen Owncloud entwickele nur Software und biete Support für Kunden, sagte Technikchef Frank Karlitschek auf dem Linuxtag 2012. Darüber hinaus verriet er einige technische Details zu Owncloud 4 und kommenden Entwicklungen.

  1. Persönlicher Onlinespeicher Owncloud 4.0 verschlüsselt Daten auf dem Server
  2. Persönlicher Onlinespeicher Owncloud erhält Android-Applikation
  3. Persönlicher Onlinespeicher Owncloud 2012 auch mit kostenpflichtigem Support

Zum Artikel