Kreditkartendaten Online-Reisebuchungen in Deutschland gehackt

Wer in Deutschland eine Reise im Internet gebucht hat, sollte damit rechnen, dass Kriminelle die verwendete Kreditkarte für Einkäufe nutzen. Opodo teilt mit, dass in die Server von Traveltainment eingebrochen wurde. Opodo betont, dass nur einige der Pauschal- und Last-Minute-Reisen betroffen seien.

Anzeige

Das Onlinereisebüro Opodo teilt seinen Kunden mit, dass die Kreditkartendaten seiner Kunden gehackt wurden. In der E-Mail an die Kunden, die Golem.de vorliegt, heißt es, dass komplette Kreditkartendatensätze von den Servern von Traveltainment kopiert wurden, darunter Kreditkartentyp, Kreditkartennummer, CVV-Nummer, Ablaufdatum und Name, Adresse und E-Mail des Inhabers. Opodo-Kunden müssen damit rechnen, dass Kriminelle mit ihrer Kreditkarte einkaufen gehen.

Traveltainment betreibt laut Opodo für eine Vielzahl von Reisevermittlern eine Online-Vertriebsplattform für Pauschal- und Last-Minute-Reisen, auf welcher Reiseveranstalter ihre Reiseprodukte einstellen können, um diese über angeschlossene Reservierungssysteme den Reiseportalen zur Verfügung zu stellen.

Traveltainment hat Opodo informiert, dass es "zu einem missbräuchlichen Zugriff durch Unberechtigte auf die von Traveltainment" betriebenen Systeme gekommen sei. "Da der Datendiebstahl leider bereits bei Ihrer Buchungsanfrage stattgefunden hat, ist es nicht relevant, ob die Buchung vom Reiseveranstalter verbindlich bestätigt wurde oder Sie diese zwischenzeitlich storniert haben", teilte Opodo mit.

Traveltainment hat nach eigenen Angaben den gefährdeten Bereich, über den sich die Kriminellen Zugang zum System verschafft haben, geschlossen. "Es wurden zudem umfangreiche Hard- und Software-Maßnahmen umgesetzt", so Opodo. Traveltainment habe das Cybercrime-Zentrum des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen eingeschaltet, es wird aber noch ermittelt.

Traveltainment erklärt, Softwarelösungen für seine Kunden Expedia.de, Thomascook.de und Tui.de zu entwickeln und ihre Pauschalreisen über seine IT-Systeme zu verkaufen. "Rund 11.000 touristische Reisebüros in Deutschland suchen und buchen die Pauschalreisen ihrer Kunden ebenfalls über unsere Server." Bei dem Unternehmen würden täglich bis zu 15 Milliarden Reiseangebote gebündelt und für Internetnutzer und Reisebüros verfügbar gemacht.

Nachtrag vom 22. April 2013, 10:13 Uhr

Eine Opodo-Sprecherin erklärt Golem.de, dass nur die Pauschal- und Last-Minute-Reisen betroffen seien und auch da nur ein kleiner Teil der Buchungen: "Seitens Opodo möchten wir klarstellen, dass die von uns selbst betriebenen Produkte wie Flüge und Städtereisen sowie andere von Drittanbietern in unserem Auftrag angebotenen Dienstleistungen zu keinem Zeitpunkt betroffen waren."

"Ebenfalls möchten wir darauf hinweisen, dass Traveltainment keine CVV-Daten in ihren Systemen speichert. Diese wurden vielmehr durch die eingesetzte Spyware bei Eingabe abgegriffen. Ebenso ist es unseres Wissens nach nicht korrekt, dass alle über Traveltainment getätigten Buchungen betroffen sind, sondern dies nur einen relativ kleinen Teil von Kunden betrifft."

Das Traveltainment System versorgt praktisch alle großen Reiseportale mit Daten und agiert unter anderem als Zahlungsabwickler.


Trockenobst 24. Apr 2013

Niemand zwingt dich mit diesen Karten rumzulaufen und niemand zwingt dich irgendwelche...

Endwickler 22. Apr 2013

Auf http://www.traveltainment.de/reviews/ siehst du drei Hacker bei der Arbeit.

KleinerWolf 22. Apr 2013

Nein ich habs beim Reisebüro auf den Tisch gelegt. Und was mein Beitrag mit der Meldung...

ChMu 22. Apr 2013

Ist auch nichts gespeichert worden. Sieht so aus. Dafuer gibt es mehrere Gruende, was...

ChMu 22. Apr 2013

Da wurde nichts gespeichert. Die Daten wurden waehrend des Buchungsvorgangs abgegriffen...

Kommentieren



Anzeige

  1. Release- und Projekt-Manager mobile - international (m/w)
    PAYBACK GmbH, München
  2. Mitarbeiter/in im Bereich Informationstechnologie/IT Service
    Toho Tenax Europe GmbH, Heinsberg-Oberbruch und Wuppertal
  3. Business Intelligence / Data Warehouse Engineer (m/w)
    Loyalty Partner GmbH, München
  4. Web-Entwickler (m/w)
    NEXUS Netsoft, Langenfeld

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Spähaffäre

    Snowden erklärt seine Frage an Putin

  2. CSA-Verträge

    Microsoft senkt Preise für Support von Windows XP

  3. Test Wyse Cloud Connect

    Dells mobiles Büro

  4. Globalfoundries-Kooperation mit Samsung

    AMDs Konsolengeschäft kompensiert schwache CPU-Sparte

  5. Verband

    "Uber-Verbot ruiniert Ruf der Startup-Stadt Berlin"

  6. Kabel Deutschland

    2.000 Haushalte zwei Tage von Kabelschaden betroffen

  7. Cridex-Trojaner

    Hamburger Senat bestätigt großen Schaden durch Malware

  8. Ubuntu 14.04 LTS im Test

    Canonical in der Konvergenz-Falle

  9. Überwachung

    Snowden befragt Putin in Fernsehinterview

  10. Bleichenbacher-Angriff

    TLS-Probleme in Java



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Test LG L40: Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter
Test LG L40
Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter

Mit dem L40 präsentiert LG eines der ersten Smartphones mit der aktuellen Android-Version 4.4.2, das unter 100 Euro kostet. Dank der Optimierungen von Kitkat überrascht die Leistung des kleinen Gerätes - und es dürfte nicht nur für Einsteiger interessant sein.

  1. LG G3 5,5-Zoll-Smartphone mit 1440p-Display und Kitkat
  2. LG L35 Smartphone mit Android 4.4 für 80 Euro
  3. Programmierbare LED-Lampe LG kündigt Alternative zur Philips Hue an

Vorratsdatenspeicherung: Totgesagte speichern länger
Vorratsdatenspeicherung
Totgesagte speichern länger

Die Interpretationen des EuGH-Urteils zur Vorratsdatenspeicherung gehen weit auseinander. Für einen endgültigen Abgesang auf die anlasslose Speicherung von Kommunikationsdaten ist es aber noch zu früh.

  1. Bundesregierung Vorerst kein neues Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung
  2. Innenministertreffen Keine schnelle Neuregelung zur Vorratsdatenspeicherung
  3. Urteil zu Vorratsdatenspeicherung Regierung uneins über neues Gesetz

Windows 8.1 Update 1 im Test: Ein lohnenswertes Miniupdate
Windows 8.1 Update 1 im Test
Ein lohnenswertes Miniupdate

Microsoft geht wieder einen Schritt zurück in die Zukunft. Mit dem Update 1 baut der Konzern erneut Funktionen ein, die vor allem für Mausschubser gedacht sind. Wir haben uns das Miniupdate für Windows 8.1 pünktlich zur Veröffentlichung angesehen.

  1. Microsoft Installationsprobleme beim Windows 8.1 Update 1
  2. Windows 8.1 Update 1 Wieder mehr minimieren und schließen
  3. Microsoft Windows 8.1 Update 1 vorab verfügbar

    •  / 
    Zum Artikel