Krebstote und Unterdrückung Samsung für Schmähpreis nominiert

Samsung ist zu einem der skrupellosesten Unternehmen der Welt gekürt worden. Die schweren Vorwürfe lauten auf Vergiftung der Arbeiter durch teils verbotene Chemikalien und massive Unterdrückung der Gewerkschaften.

Anzeige

Samsung gehört zu den Konzernen, die für den Schmähpreis Public Eye 2012 nominiert wurden. Das gaben die Organisation Erklärung von Bern (EvB) und Greenpeace Schweiz bekannt. An der Onlineabstimmung über die Nominierten sollen sich 88.766 Menschen beteiligt haben. Dem südkoreanischen Elektronikkonzern werden schwere Gefährdung der Gesundheit der Arbeiter durch giftige Chemikalien am Arbeitsplatz, Umweltverschmutzung und Unterdrückung der Gewerkschaften vorgeworfen.

Samsung landete mit 19.014 Stimmen auf Platz 3. Auf dem ersten Rang kam Vale, der zweitgrößte Konzern Brasiliens. Der Minenbetreiber baue mit massenhaften Zwangsumsiedlungen im Amazonasgebiet den Belo-Monte-Staudamm. Der berüchtigte japanische Energiekonzern Tepco steht für die mangelnde bauliche Sicherheit seiner Atomkraftwerke auf dem zweiten Platz der Liste.

François Meienberg von der EvB, erklärte, dass alle nominierten Unternehmen "einen eklatanten Mangel an Rechtsstaatlichkeit" zeigten. Die Nominierungen seien "ein Aufschrei gegen ein System, in welchem Menschenrechtsverbrecher und Umweltschänder sich vor keiner Strafe fürchten müssen. Dies muss geändert werden."

Die Vorwürfe der Aktivisten gegen Samsung lauten auf Einsatz teils verbotener, hochgiftiger Stoffe in der Produktion, ohne die Arbeiter zu informieren und zu schützen. "Mindestens 140 Arbeiter sind deshalb an Krebs erkrankt, mindestens 50 junge Arbeiter daran gestorben. Samsung streitet trotz klarer Beweislage seine Verantwortung ab und diskreditiert die Erkrankten und Verstorbenen samt ihrer Angehörigen öffentlich", behaupten Erklärung von Bern und Greenpeace Schweiz. Der Konzern habe in seiner 50-jährigen Geschichte Umweltverschmutzung, Gewerkschaftsunterdrückung, Bestechung und Steuerflucht betrieben.

Weiter heißt es in der Nominierung: "Obwohl in einer Fabrik innerhalb von einem halben Jahr 46-mal giftiges Gas entwich, wurden die Mitarbeiter nicht davon in Kenntnis gesetzt. In einer Stichprobe bei sechs Fabriken wurde überall der Einsatz des krebserregenden Lösungsmittels Benzol festgestellt, obwohl Samsung dessen Einsatz bestreitet. Samsung hielt in den Untersuchungen zudem 10 von 83 eingesetzten Chemikalien geheim, da diese ein Wirtschaftsgeheimnis seien. Samsung bestreitet zudem seine Verantwortung für zahlreiche Krebserkrankungen und -tode, die bei jungen Samsung-Arbeitern auffällig oft eintreten." Stattdessen diffamiere Samsung die Opfer öffentlich und versuche die Gewerkschaften mit aggressiven Mitteln und Drohungen gegen Einzelpersonen massiv zu behindern. Samsung hat bislang nicht auf die Vorwürfe, die bereits seit Jahren erhoben werden, reagiert.


franzel 03. Feb 2012

Naja, ich würde jetzt auch nicht meinen Samsung TV rausschmeissen, aber beim nächsten...

franzel 03. Feb 2012

Frage: Weißt du was ein, unter menschenwürdigen Bedingungen gefertigtes Handy kostet...

Blablablublub 02. Feb 2012

Zumindest da muss ich Dir (aus eigener Erfahrung) widersprechen: Ja - man hat eine...

linuxuser1 01. Feb 2012

Als wenn du die Firma die den Staudamm in Brasilien baut (die sind erster geworden...

Trollversteher 01. Feb 2012

Das kann auch nur ein verhätschelter Deutscher sagen, der mal wieder Jammern auf hohem...

Kommentieren



Anzeige

  1. DB2 Senior Consultant (m/w)
    ORDIX AG, Wiesbaden, Köln oder Neu-Ulm
  2. Java Entwickler (m/w)
    Siemens AG, Erfurt
  3. IT-Leiter/in
    Silvretta Montafon Bergbahnen AG über TCI Consult GmbH, St. Gallenkirch (Österreich)
  4. Entwicklungsingenieur/in Hands Free Akustik
    Daimler AG, Sindelfingen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Quartalsbericht

    Microsofts Gewinn und Umsatz fallen

  2. Element

    Schenkers Windows-Tablet ab 350 Euro - aber ohne Tastatur

  3. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  4. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  5. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  6. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  7. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  8. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen

  9. Lulzsec

    FBI soll von Anonymous-Hacks profitiert haben

  10. Opera Coast 3.0

    Der Gesten-Browser fürs iPhone ist da



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Conversnitch: Die twitternde Abhörlampe
Conversnitch
Die twitternde Abhörlampe

Conversnitch ist eine kleine Lampe, die unauffällig Gesprächsfetzen aus ihrer Umgebung mitschneidet, online eine Spracherkennung durchführt und den Text auf Twitter postet. Die Kunstaktion soll das Bewusstsein für die alltägliche Überwachung wecken.

  1. Menschenrechte Schärfere Exportkontrollen für Spähprogramme gefordert
  2. NSA-Skandal "Europa ist doch keine Kolonie"
  3. Frankreich Geheimdienst greift auf alle Daten von Orange zu

Microsoft: Remote-Desktop-App für Windows Phone
Microsoft
Remote-Desktop-App für Windows Phone

Microsoft hat eine Remote-Desktop-App für Windows Phone veröffentlicht. Damit kann aus der Ferne von einem Smartphone auf einen anderen Windows-Rechner zugegriffen werden, ohne dass auf diesem eine spezielle Software installiert sein muss.

  1. Cortana im Test Gebt Windows Phone eine Stimme
  2. Smartphones Nokia und HTC planen Updates auf Windows Phone 8.1
  3. Ativ SE Samsungs neues Smartphone mit Windows Phone

Palcohol: Der Cocktail in Pulverform
Palcohol
Der Cocktail in Pulverform

Mit kleinem Gepäck unterwegs und trotzdem nicht auf den abendlichen Drink verzichten? Ein US-Unternehmen hat Rum und Wodka in Pulver verwandelt. Zum Trinken einfach mit Wasser aufgießen - zum Schnupfen jedoch nicht geeignet.

  1. OLED Das merkwürdige Bindungsverhalten organischer Halbleiter
  2. Max-Planck-Institut Quantencomputer werden Silizium-Chips ähnlicher
  3. Kognitionswissenschaft Computer erkennt 21 Gesichtsausdrücke

    •  / 
    Zum Artikel