Krawall im Netz Wie entfache ich einen Shitstorm?

Lärm verursachen und Druck aufbauen: Ein Shitstorm kann politische und wirtschaftliche Entscheidungen beeinflussen. Jetzt gibt es eine Anleitung für die Protestwelle im Netz.

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Das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut (HPI) hatte dem öffentlichen Druck nicht mehr standhalten wollen. Nach einem Shitstorm auf den sozialen Netzwerken kündigte es den Vertrag mit der Schufa, der zur Ausforschung von Daten bei Facebook und Co. geschlossen wurde. Der Shitstorm war erfolgreich.

Es gibt einige solcher Beispiele, bei denen sich die Netzwelt gegen Entscheidungen von Unternehmen und Institutionen erfolgreich auflehnt. Ursache und Wirkung - das Kausalitätsprinzip greift immer öfter auch im Netz.

Shitstorms gehören zum Handwerk von Kampagnen- und Medienprofis

Die Social-Media-Experten Daniel Graf und Dominik Ryser glauben, dass solche Empörungswellen selten zufällig entstehen. Warum? Weil es ein Handwerk sei, einen Shitstorm zu produzieren, sagen sie. Ihr Zehn-Punkte-Plan soll helfen, öffentlich Druck auf Unternehmen, Organisationen und Politiker zu machen.

Der Plan ist wie eine Checkliste aufgebaut. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, geht der Shitstorm los. Nur das Ereignis muss vorhanden sein. Logisch. Denn eine grundlose Empörung interessiert auch außerhalb des Netzes keinen. Laut Graf und Ryser ist es optimal, wenn die räumliche und zeitliche Nähe zum Ereignis stimmt. Den Schufa-Fall hatte der NDR aufgedeckt, wenige Zeit später entwickelte sich der Shitstorm.

Youtube und Twitter nicht vergessen

Laut der Anleitung sollten bei einer Shitstorm-Aktion keine sozialen Kanäle ausgelassen werden. Youtube und Twitter müssten ebenso eingebunden werden wie die klassische E-Mail: "Trotz Hype um Social Media bleibt die E-Mail das zentrale Mobilisierungstool. Newsletter erlauben es, zeitnah zehntausende Menschen zu informieren und zwar so, dass die Empfänger die News auch tatsächlich sehen", schreiben Graf und Ryser in ihrer Infografik.

Das Beispiel Schufa und HPI zeigt aber, dass nicht immer alle Punkte erfüllt sein müssen. Denn die E-Mail hat dort vermutlich nur als Vertriebsweg für die Aufkündigung des Vertrages zwischen der Schufa und dem HPI gedient.

David gegen Goliath 

Tim.Ebner 29. Nov 2012

Hallo, zu dem Thema Ursachen von Shitstorms habe ich eine Diplomarbeit geschrieben und...

klink 19. Jun 2012

Morgens früh auf nüchternen Magen starken Kaffee trinken. :)

Registrierungsz... 19. Jun 2012

Darf ich mich freuen, wenn ich das Wort bisher nicht kannte? Ihr habt doch alle einen an...

rofler 19. Jun 2012

Ich glaube nicht, dass man jedes Problem einfach absitzen kann. Wenn ich mir eine Welt...

rofler 19. Jun 2012

a) Und irgendjemand findet immer was zu meckern. Aber ich finde es gut! Besser so als mit...

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Das Abzocke Blog / 16. Jul 2012

Shitstorm – Die Waffe der Verbraucher



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