Korruptionsvorwürfe: Foxconn-Manager verhaftet
Foxconn-Chef Terry Gou (Bild: Toru Hanai/Reuters)

Korruptionsvorwürfe Foxconn-Manager verhaftet

Foxconn-Einkäufer sollen von den Zulieferern Samsung Electronics, Sony und Panasonic Bestechungsgelder angenommen haben. Der Konzern gibt vor, das Problem unter Kontrolle zu haben.

Anzeige

Ein Foxconn-Manager wurde im September 2012 in Shenzhen wegen Korruptionsvorwürfen verhaftet. Das berichtet das taiwanische Next Magazine unter Berufung auf informierte Kreise, übersetzt die South China Morning Post. Foxconn bestätigte, dass chinesische Behörden die Vorwürfe untersuchen und erklärte, dass eng mit den staatlichen Stellen zusammengearbeitet werde. Laut dem Next-Bericht soll mindestens ein Foxconn-Manager über längere Zeit von Zulieferern Bestechungsgelder angenommen haben. Die Beschuldigten sollen zur Foxconn-Einkäufergruppe Surface Mount Technology (SMT) gehören.

Bei einer internen Überprüfung bei Foxconn seien Einkäufer befragt worden, die mit Samsung Electronics, Sony und Panasonic verhandelt hätten. Zwei Foxconn-Manager würden nicht mehr im Büro erscheinen und stünden im Zentrum der Untersuchung, so Next Magazine. Foxconn soll sich selbst an die chinesischen Behörden gewandt haben. Wie hoch die Bestechungszahlungen waren, wird nicht berichtet.

Foxconn hat in einer Stellungnahme "das meiste" in dem Next-Magazine-Bericht als falsch bezeichnet. Die internen Kontrollabläufe und die Einkaufsrichtlinien würden überprüft. Die Namen der betroffenen Zuliefererunternehmen bestätigte Foxconn nicht.

Die Taipei Times hat aus Foxconn-Kreisen erfahren, dass Konzernchef Terry Gou strenge Strafen für die Verantwortlichen fordert. Er arbeite eng mit den Polizeibehörden zusammen. Die internen Überprüfungen sollen in zwei Wochen abgeschlossen sein.

Der Auftragshersteller fertigt für Apple, Amazon, Dell, Nintendo, Hewlett-Packard, Samsung, IBM, Lenovo, Motorola, Nokia, Sony, Toshiba und andere. Das größte Exportunternehmen in China beschäftigt dort über 1,4 Millionen Menschen, die 40 Prozent der weltweit verkauften Unterhaltungselektronik montieren. Der Konzern ist auch in Osteuropa, Mexiko und Brasilien aktiv.


tonictrinker 11. Jan 2013

Die Chinesen sind mehr als andere dazu bereit ihren Unternehmern und Managern - und sogar...

Kommentieren



Anzeige

  1. Spezialist/-in für Datenverkabelungen und Multimedia für Schulen
    Landeshauptstadt Stuttgart, Stuttgart
  2. Software Architekt (m/w)
    symmedia, Bielefeld
  3. Entwickler (m/w) Controllingsysteme / SAP
    Bitburger Braugruppe GmbH, Bitburg
  4. Wissenschaftliche/-r Mitarbeiter/-in Operations Research im Bereich logistische Netzplanung
    Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, Nürnberg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Anonymisierung

    Tor könnte bald in jedem Firefox-Browser stecken

  2. Gutscheincodes

    Taxi-Unternehmer halten auch Ubertaxi für illegal

  3. Chris Roberts

    "Star Citizen ist heute besser als ich es mir erträumte"

  4. Leistungsschutzrecht

    Google keilt gegen Springer und Burda

  5. Onlinehändler

    Zalando geht an die Börse

  6. Panoramafreiheit

    Wikimedia erreicht Copyright-Änderungen in Russland

  7. OPNFV

    Linux Foundation gründet Plattform für virtualisierte Netze

  8. Eve Online

    Überarbeitete Wurmlöcher

  9. Samsung

    Smartwatch Gear S mit Telefonfunktion wird teuer

  10. Telefónica und E-Plus

    E-Plus wird hundertprozentige Telefónica-Tochter



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Elektromagnetik: Der Dietrich für den Dieb von heute
Elektromagnetik
Der Dietrich für den Dieb von heute

In eigener Sache: Golem.de sucht Videoredakteur/-in
In eigener Sache
Golem.de sucht Videoredakteur/-in
  1. Golem pur Golem.de startet werbefreies Abomodell
  2. In eigener Sache Golem.de definiert sich selbst

Mittelerde Mordors Schatten: 6 GByte VRAM für scharfe Ultra-Texturen notwendig
Mittelerde Mordors Schatten
6 GByte VRAM für scharfe Ultra-Texturen notwendig
  1. Mordors Schatten Zerstörte Ork-Karrieren in Mittelerde

    •  / 
    Zum Artikel