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Delphi führte bereits auf der CES 2016 ein autonomes Testauto vor.
Delphi führte bereits auf der CES 2016 ein autonomes Testauto vor. (Bild: Rick Wilking/Reuters)

Kooperation vereinbart: Delphi und Mobileye versprechen autonomes Auto bis 2019

Delphi führte bereits auf der CES 2016 ein autonomes Testauto vor.
Delphi führte bereits auf der CES 2016 ein autonomes Testauto vor. (Bild: Rick Wilking/Reuters)

Immer mehr Firmen kooperieren beim Bau autonomer Autos. Zwei Zulieferer kündigen nun eine herstellerunabhängige Lösung in wenigen Jahren an.

Die Automobilzulieferer Delphi und Mobileye wollen bereits in drei Jahren ein schlüsselfertiges System für selbstfahrende Autos auf den Markt bringen. Die beiden Firmen kündigten dazu eine Kooperation an, die das Konzept bis zum Jahr 2019 zur Produktionsreife bringen soll. Auch kleinere Autohersteller könnten ihre Fahrzeuge dann mit den Sensoren und Systemen zur Sensordatenfusion und Aktorensteuerung ausstatten, ohne selbst die aufwendige Entwicklung stemmen zu müssen. Andere Zulieferer wie Bosch und Continental arbeiten ebenfalls an der Technik für selbstfahrende Autos.

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Der Mitteilung zufolge bringt der israelische Hersteller Mobileye in die Kooperation die Prozessoren (EyeQ4/5) sowie die Technik zur Sensordatenverarbeitung und Lokalisierung ein. Delphi liefert die Algorithmen zur Fahrzeugsteuerung und greift dabei auf die Expertise des vor einem Jahr übernommenen US-Unternehmens Ottomatika zurück. Zudem steuert der britische Zulieferer die Sensoren bei, darunter Kameras, Radarsensoren und Laserscanner. Prinzipiell basiert die "Central Sensing Localization and Planning"-Plattform allerdings auf Kameras und Radarsensoren und kann daher für wenige tausend Dollar angeboten werden. Laserscanner seien nur als redundantes System zur Distanzmessung erforderlich.

Autonome Autos geplant

Innerhalb der Kooperation wollen beide Firmen die nächste Stufe zur Sensordatenfusion entwickeln sowie dem System einen "menschlichen Fahrstil" beibringen. Damit sollen die Fahrzeuge in der Lage sein, sich auch in komplexen städtischen Verkehrssituationen zurechtzufinden und mit anderen Autofahrern oder Fußgängern zu kommunizieren.

Angestrebt werden dabei die Automatisierungsstufen 4 und 5 nach SAE. Während ein Fahrzeug auf Stufe 5 jede Verkehrssituation autonom beherrschen soll, gilt das in Stufe 4 nur für bestimmte Situationen, wie beispielsweise auf der Autobahn. Allerdings wird vom Autofahrer dann nicht mehr erwartet, als Rückfallebene zur Verfügung zu stehen und in kritischen Situationen eingreifen zu müssen. Damit wird die Automatisierungsstufe 3, wie sie deutsche Oberklassehersteller zunächst anstreben, übersprungen. Nach Ansicht von Delphi-Chef Kevin Clark sind es unter anderem Mobilitätsdienstleister wie Uber, die vollautomatisierte oder autonome Systeme wünschen.

Tesla wird nicht mehr beliefert

Die beiden Firmen wollen einen Prototyp des Systems auf der CES im Januar 2017 in Las Vegas sowohl im städtischen Umfeld als auch auf der Autobahn vorführen. Anschließend könnten die Flottentests starten. In einer Telefonkonferenz sagte Clark, die Kooperation werde zusammen "hunderte Millionen Dollar" kosten. Schon jetzt seien "hunderte Millionen Testkilometer" zurückgelegt worden.

Mobileye kooperiere bereits mit 27 Autoherstellern, sagte CTO und Firmenmitbegründer Amnon Shashua. Von diesen seien längst nicht alle selbst in der Lage, ein autonomes Fahrzeug zu entwickeln. Die Kooperation bedeute für solche Hersteller, deutlich weniger investieren zu müssen, um dennoch ein autonomes Fahrzeug anbieten zu können. Mit dem Elektroautobauer Tesla will Mobileye hingegen auch in Zukunft nicht mehr zusammenarbeiten, sagte Shashua: "Wir teilten mit, dass wir Tesla auf ihrem Fahrplan nicht begleiten werden, und wir ändern unsere Meinung nicht."

Laut Clark könnten die ersten Hersteller bereits Ende 2019 oder 2020 ein Serienfahrzeug anbieten. Nach Ansicht Shashuas müssen Entwicklungspartner wie BMW nicht befürchten, dass die Konkurrenz gewissermaßen das bisher erworbene Know-how über den Zulieferer Mobileye abgreift. Premiumhersteller wie BMW dürften weiterhin in der Lage sein, eine solche Technik etwas früher anzubieten als andere. Anfang Juli 2016 hatten BMW, Mobileye und Intel angekündigt, bis 2021 ein autonomes Auto auf die Straße zu bringen.

Für die Entwicklung autonomer Autos kooperieren inzwischen zahlreiche Firmen miteinander. Zuletzt kündigte der Fahrdienstvermittler Uber an, in Pittsburgh 100 selbstfahrende Volvos testen zu wollen. Der Suchmaschinenkonzern Google, Pionier auf dem Gebiet, baut seine Technik demnächst in Modelle des Autoherstellers FiatChrysler ein. Die deutschen Autohersteller Audi, BMW und Daimler haben gleich den Kartendienst Here gekauft, um die Ortungstechnik selbst entwickeln zu können.


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jajagreat 24. Aug 2016

Ich trau das nur google zu sonst niemanden

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